Update 7. Mai 2026: Destatis meldet für März 2026 einen realen Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe von +5,0 % gegenüber Februar. Ohne Großaufträge liegt das Plus bei +5,1 %, der reale Umsatz steigt um +0,7 %. Der Februar-Wert wurde auf +1,4 % revidiert.
Deutschlands Industrie sendet im April 2026 wieder gemischte Signale. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im März gegenüber dem Vormonat um 5,0 % gestiegen. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im März jedoch um 0,7 %. Dazu kommt ein im April erneut rückläufiger Lkw-Maut-Fahrleistungsindex und ein deutlich eingetruebtes ifo Geschäftsklima. Das ergibt kein Bild einer neuen Industriekonjunktur, sondern eher eines Sektors, der sich aus einer langen Schwächephase herausarbeitet, ohne schon tragfähigen Auftrieb zu haben.
Gerade diese Kombination macht die Daten interessant. Ein einzelner positiver Auftragseingang nach einem schwachen Januar wäre für sich genommen noch kein Signal. Ein einzelner Produktionsrückgang ebenfalls nicht. Erst im Zusammenhang mit Branchenstruktur, Inlands- und Auslandsnachfrage, Umsatzentwicklung und Frühindikatoren wird erkennbar, wo die deutsche Industrie im Frühjahr 2026 wirklich steht: nicht mehr im freien Fall, aber auch noch nicht in einer echten Trendwende.
Februar 2026: Aufträge ziehen an, Produktion bleibt fragil
Auftragseingang, Produktion und Auftragsbestand laufen auseinander. Die Visualisierung zeigt, wo der Impuls herkommt und wo er noch nicht in Output ankommt.
Konjunkturampel Februar
Aufträge nach Herkunft
Die Auslandsnachfrage verdeckt den Rückgang der Inlandsaufträge.
Branchen im Auftragseingang
Einzelbranchen sind sehr volatil; deshalb bleibt der Dreimonatsvergleich wichtig.
Produktionsseite
Die Gesamtproduktion fällt leicht, obwohl einzelne Industriegruppen zulegen.
Reichweite des Auftragsbestands
Die Reichweite zeigt, wie lange Betriebe ohne neue Aufträge theoretisch auslastet wären.
Umsatz und Niveauvergleich
Quellen: Destatis, Auftragseingang Februar 2026 · Destatis, Produktion Februar 2026 · Destatis, Auftragsbestand Februar 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Produktion: Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe lag im Februar 2026 um 0,3 % unter Januar. Gegenüber Februar 2025 blieb sie kalenderbereinigt unverändert.
- Industrie im engeren Sinn: Die Industrieproduktion ohne Energie und Bau sank im Februar um 0,1 % zum Vormonat und lag 0,6 % unter dem Vorjahresniveau.
- Auftragseingang: Im Verarbeitenden Gewerbe stiegen die realen Aufträge im Februar um 0,9 %. Ohne Großaufträge lag das Plus sogar bei 3,5 %.
- Nachfragebild: Die Auslandsaufträge legten um 4,7 % zu, die Inlandsaufträge sanken dagegen um 4,4 %.
- Frühindikatoren: Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex fiel im März 2026 um 0,3 % zum Vormonat. Das ifo Geschäftsklima sank im März auf 86,4 Punkte.
Industrie Februar 2026: Die Zahlen im Überblick
Die amtlichen Veröffentlichungen von Destatis am 8. April 2026 und 9. April 2026 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Die Nachfrage nach Industriegütern stabilisierte sich nach dem schwachen Januar, die laufende Produktion blieb aber schwach. Das ist für frühe Konjunkturphasen nicht untypisch: Aufträge drehen oft zuerst, Produktion und Umsatz folgen später.
| Kennzahl | Wert | Vergleich |
|---|---|---|
| Produktion im Produzierenden Gewerbe | -0,3 % | Februar 2026 zum Januar 2026 |
| Produktion im Produzierenden Gewerbe | 0,0 % | Februar 2026 zum Vorjahresmonat |
| Industrieproduktion ohne Energie und Bau | -0,1 % | Februar 2026 zum Januar 2026 |
| Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe | +0,9 % | Februar 2026 zum Januar 2026 |
| Auftragseingang ohne Großaufträge | +3,5 % | Februar 2026 zum Januar 2026 |
| Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe | -0,5 % | Februar 2026 zum Januar 2026 |
| Lkw-Maut-Fahrleistungsindex | -0,3 % | März 2026 zum Februar 2026 |
| ifo Geschäftsklima Deutschland | 86,4 Punkte | März 2026 |
Quellen: Destatis, ifo Institut, Deutsche Bundesbank; Stand: 07.05.2026
Die Produktion bleibt schwach und breit gesehen ohne Auftrieb
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe fiel im Februar 2026 gegenüber Januar um 0,3 %. Das klingt auf den ersten Blick nach einer kleinen Bewegung. Entscheidend ist aber der Kontext: Im Dreimonatsvergleich von Dezember 2025 bis Februar 2026 lag die Produktion 0,4 % niedriger als in den drei Monaten zuvor. Das spricht gegen einen schon laufenden Aufschwung und eher für ein weiterhin flaches, schwankungsanfälliges Niveau.
Im Kern der Industrie war die Lage ebenfalls verhalten. Die Industrieproduktion ohne Energie und Bau sank im Februar um 0,1 %. Innerhalb der Industrie lief es sehr unterschiedlich. Die Produktion von Konsumgütern ging um 1,5 % zurück. Bei Vorleistungsgütern gab es dagegen ein Plus von 0,4 %, bei Investitionsgütern von 0,1 %. Außerhalb der Industrie stieg die Energieerzeugung um 0,3 %.
Wichtig ist der Vorjahresvergleich: Gegenüber Februar 2025 blieb die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt bei 0,0 %, die Industrieproduktion selbst lag aber 0,6 % niedriger. Das bedeutet: Der kurzfristige Rückgang im Monatsvergleich ist keine reine statistische Delle, sondern passt zu einem Sektor, der schon länger unter seinem früheren Schwung läuft.
Aufträge erholen sich, aber die Trendwende ist noch nicht belastbar
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Februar 2026 um 0,9 %. Das ist zunächst positiv, vor allem weil der Januar mit -11,1 % ausgesprochen schwach war. Noch interessanter ist, dass die Aufträge ohne Großaufträge um 3,5 % zulegten. Das spricht dafür, dass sich der Februar nicht nur durch einzelne Großbestellungen erklärt.
Ganz so einfach ist die Lage trotzdem nicht. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lagen die Aufträge von Dezember 2025 bis Februar 2026 zwar 2,0 % höher als in den drei Monaten davor. Ohne Großaufträge sanken sie im gleichen Zeitraum aber um 0,8 %. Daraus lässt sich ableiten, dass die Erholung der Nachfrage bislang nicht breit genug ist, um schon von einem stabilen neuen Trend zu sprechen.
Der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe passt zu diesem Bild. Er war im Februar real 0,5 % niedriger als im Januar, im Vorjahresvergleich aber 0,4 % höher. Nachfrage, Produktion und Umsatz zeigen damit kein einheitlich dynamisches Aufschwungsmuster, sondern eine Mischung aus Stabilisierung, Gegenbewegung und anhaltender Schwäche.
Auslandsaufträge tragen, die Inlandsnachfrage bleibt schwach
Besonders aufschlussreich ist die Trennung zwischen Inland und Ausland. Die Auslandsaufträge stiegen im Februar um 4,7 %, davon die Bestellungen aus der Eurozone um 6,7 % und aus dem Nicht-Euro-Raum um 3,5 %. Die Inlandsaufträge sanken dagegen um 4,4 %.
Das Muster ist für die deutsche Industrie typisch, aber konjunkturell heikel. Wenn das Ausland zieht, stabilisiert das exportorientierte Branchen. Wenn der heimische Markt gleichzeitig schwach bleibt, fehlt vielen Zulieferern, Investitionsgüterherstellern und binnenorientierten Industriebetrieben ein zweites Standbein. Die Erholung bleibt dann schmal und anfällig.
Genau das ist derzeit zu beobachten. Die Deutsche Bundesbank schrieb in ihrem Monatsbericht vom 26. März 2026, die deutsche Wirtschaft werde im ersten Quartal 2026 wohl auf der Stelle treten. Zur Industrie hiess es, Produktion und Umsätze hätten zu Jahresbeginn entgegengesetzte Signale geliefert und zusammengenommen auf einen verhaltenen Start hingedeutet. Diese offizielle Einordnung passt sehr gut zu den aktuellen Destatis-Daten.
Branchenbild: Auto hilft, Bau und einzelne Technologiebereiche bremsen
Auf Branchenebene war der Februar ebenfalls gespalten. Positiv fiel die Automobilindustrie auf, deren Produktion um 1,7 % gegenüber dem Vormonat stieg. Auch bei den Aufträgen war die Branche ein wichtiger Treiber mit +3,8 %. Für Deutschland ist das relevant, weil die Autoindustrie nach wie vor große Teile der industriellen Wertschöpfung, des Exportgeschäfts und vieler Zulieferketten beeinflusst.
Belastend wirkten dagegen mehrere andere Bereiche. Im Baugewerbe sank die Produktion um 1,2 %. Bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen betrug das Minus 3,9 %, in der Pharmaindustrie sogar 4,4 %. Das zeigt: Die Schwäche ist nicht auf einen einzelnen Problemsektor beschraenkt.
Gleichzeitig gab es auch in klassischen Grundstoffbereichen positive Signale. In den energieintensiven Industriezweigen stieg die Produktion im Februar um 1,9 %. Im Dreimonatsvergleich lag sie aber nur auf dem Niveau der vorangegangenen drei Monate. Daraus lässt sich eher eine Stabilisierung als ein neuer Aufschwung ableiten. Genau so sollte man diese Teilverbesserung lesen: Die Lage entspannt sich punktuell, aber sie ist noch nicht breit genug, um die Industrie insgesamt zu tragen.
Der Blick auf März: Frühindikatoren bleiben vorsichtig
Wer wissen will, ob der Februar vielleicht schon der Beginn einer Verbesserung war, muss auf die Frühindikatoren schauen. Hier ist das Bild weiter zurückhaltend. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex, der laut Destatis einen engen Zusammenhang mit der Industrieproduktion aufweist, sank im März 2026 um 0,3 % gegenüber Februar. Gegenüber März 2025 lag er 0,6 % niedriger. Damit sendet der Verkehrsdaten-Indikator gerade kein Signal für einen plötzlichen industriellen Schub.
Hinzu kommt das ifo Geschäftsklima. Der Gesamtindex fiel im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Punkten im Februar. Im Verarbeitenden Gewerbe verschlechterte sich die Stimmung nach offiziellen Angaben des ifo Instituts ebenfalls. Der entsprechende Saldo ging von -11,5 auf -14,3 zurück. Besonders belastet seien energieintensive Industrien gewesen. Wenn Erwartungen und Geschäftsklima einbrechen, ist das kein Umfeld, in dem Unternehmen sofort stark investieren oder Produktion aggressiv ausweiten.
Warum sich Aufträge und Produktion derzeit so stark unterscheiden
Die auffällige Lücke zwischen besseren Aufträgen und schwacher Produktion lässt sich mit mehreren Faktoren erklären. Erstens sind Auftragseingänge immer volatiler als die laufende Produktion. Großbestellungen, Stornos oder einzelne Branchenbewegungen können einen Monat stark verzerren. Zweitens wird ein neuer Auftrag nicht sofort produziert, sondern läuft erst durch Planung, Einkauf, Personal- und Maschinenkapazitäten.
Drittens kommt die Industrie aus einer langen Phase schwacher Kapazitätsauslastung und hoher Unsicherheit. Unternehmen, die in den vergangenen Quartalen mit hohen Kosten, schwacher Binnennachfrage und geopolitischen Risiken gearbeitet haben, fahren ihre Produktion nicht automatisch hoch, nur weil ein Monat bei den Aufträgen besser aussieht. Insofern ist die aktuelle Kombination aus besseren Aufträgen, schwacher Produktion und zurückhaltenden Erwartungen konsistent. Sie beschreibt eine Industrie, die zunächst Stabilität sucht, bevor sie wieder ins Wachstum schaltet.
Was die Zahlen für die deutsche Konjunktur bedeuten
Die Industrie ist nicht mehr der allein dominierende Taktgeber der deutschen Wirtschaft, aber sie bleibt zentral für Investitionen, Exporte, Zulieferketten und Produktivität. Wenn die Industrie nur seitwärts läuft, belastet dies das gesamtwirtschaftliche Wachstum überproportional. Die Bundesbank geht daher nachvollziehbar davon aus, dass das reale BIP im ersten Quartal 2026 stagnieren könnte.
Gleichzeitig zeigen die Daten auch, warum ein allzu pessimistisches Bild ebenfalls zu kurz greift. Die Produktion ist im Vorjahresvergleich nicht weiter gefallen, die Auslandsaufträge ziehen wieder an, und einzelne Branchen wie Auto oder energieintensive Industrie stabilisieren sich. Der Befund lautet deshalb nicht Rezessionsschock, sondern muehsame Bodenbildung.
Für die Wirtschaftspolitik ist das relevant. Eine breit angelegte Erholung würde zusätzliche Investitionen, mehr Planungssicherheit, eine stärkere Binnenkonjunktur und weniger Unsicherheit im internationalen Umfeld brauchen. Solange diese Faktoren nur teilweise gegeben sind, bleibt die Industrie anfällig für Rückschläge.
Ausblick: Worauf im Frühjahr 2026 zu achten ist
In den kommenden Wochen werden vor allem vier Punkte entscheidend sein. Erstens: Bestätigen sich die besseren Aufträge im März und April, oder war der Februar nur eine Gegenbewegung nach dem Einbruch im Januar? Zweitens: Dreht die Inlandsnachfrage wieder nach oben? Ohne eine Stabilisierung im Inland wird die Erholung zu stark von Exportmärkten abhängen. Drittens: Verbessern sich Produktion und Umsatz gleichzeitig? Erst dann wird aus einer statistischen Aufhellung ein tragfähiger Zyklus. Viertens: Entspannen sich Stimmung und Transportindikatoren?
Wenn diese vier Signale nicht zusammenlaufen, bleibt die wahrscheinlichste Lesart: Die deutsche Industrie bewegt sich 2026 auf niedrigem Niveau seitwärts, mit einzelnen positiven Monaten, aber ohne echten Beschleunigungspfad. Genau darauf weisen die derzeit vorliegenden amtlichen Daten hin.
Warum dieses Thema gerade jetzt für Politik und Unternehmen wichtig ist
Der Blick auf die Industrie wird im Frühjahr 2026 oft von anderen Themen überlagert: Haushaltsdebatten, Energiepreise, internationale Konflikte und Diskussionen über Wachstumspakete. Trotzdem ist die Industrie das Feld, an dem sich sehr konkret entscheidet, ob Deutschland in den nächsten Quartalen wieder in eine robustere Investitionsdynamik findet oder in einer langen Zwischenphase festhängt. Denn an der Industrie hängen nicht nur Fabriken und Exporte, sondern auch Forschung, hochwertige Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und das Investitionsverhalten vieler Dienstleister.
Gerade deshalb ist die Unterscheidung zwischen Stabilisierung und Trendwende so wichtig. Stabilisierung heißt: Der Absturz stoppt, einige Teilbereiche erholen sich, die Lage wird planbarer. Trendwende heißt: Produktion, Aufträge, Umsätze, Erwartungen und Transportdaten laufen über mehrere Monate in dieselbe Richtung. Von diesem zweiten Bild ist Deutschland nach den amtlichen Daten für Februar und März 2026 noch entfernt.
Für Unternehmen bedeutet das ein schwieriges Umfeld. Wer exportorientiert ist, profitiert eher von den besseren Auslandsaufträgen. Wer stark vom Inland abhängt, muss sich weiter auf Zurückhaltung einstellen. Wer in Energie, Bau oder Konsumgütern aktiv ist, wird zusätzlich durch sektorale Schwächen und volatile Nachfrage belastet. Genau deshalb ist der gegenwaertige Befund so nützlich: Er verhindert sowohl vorschnellen Optimismus als auch pauschale Krisenerzählungen.
Fazit
Der Februar 2026 war für Deutschlands Industrie kein Durchbruch, aber auch kein neuer Absturz. Die Produktion sank leicht, die Aufträge erholten sich, der Umsatz gab wieder nach, und die Frühindikatoren blieben vorsichtig. Besonders deutlich ist das Gefälle zwischen Ausland und Inland: Außen gibt es wieder Nachfrage, innen noch zu wenig Breite. Daraus folgt: Die Industrie stabilisiert sich punktuell, doch eine belastbare Trendwende ist aus heutiger Sicht noch nicht erreicht.
Methodik: Im Mittelpunkt der kurzfristigen Konjunkturbeobachtung stehen die saison- und kalenderbereinigten Veränderungen zum Vormonat. Der Vorjahresvergleich hilft bei der Einordnung des Niveaus. Aussagen wie „Stabilisierung“ oder „noch keine Trendwende“ sind Interpretationen auf Basis der amtlichen Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Frühindikator-Daten.
Quellen: Destatis, Produktion im Februar 2026: -0,3 % zum Vormonat (9. April 2026); Destatis, Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Februar 2026: +0,9 % zum Vormonat (8. April 2026); Destatis, Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im März 2026: -0,3 % zum Vormonat (9. April 2026); ifo Institut, ifo Geschäftsklimaindex gesunken (März 2026) (25. März 2026); Deutsche Bundesbank, Monatsbericht: Deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2026 schwunglos (26. März 2026).
Update 7. Mai 2026Industrieaufträge steigen im März um 5,0 %
Destatis meldet für den März 2026 einen realen Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe von +5,0 % gegenüber Februar, saison- und kalenderbereinigt. Ohne Großaufträge lag das Plus bei +5,1 %; gegenüber März 2025 stand kalenderbereinigt ein +6,3 %.
Die Revision ist ebenfalls relevant: Der Februar-Wert wurde von +0,9 % auf +1,4 % angehoben. Im gesamten 1. Quartal lag der Auftragseingang aber wegen sehr hoher Großaufträge Ende 2025 noch 4,1 % niedriger als im 4. Quartal 2025.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 156 vom 7. Mai 2026.
Update 11.05.2026Produktion März 2026: -0,7 % zum Vormonat
Nach den starken Auftragseingängen zeigt der Produktionsindex ein anderes Bild: Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im März 2026 gegenüber Februar saison- und kalenderbereinigt um 0,7 %. Im Vorjahresvergleich lag die Produktion kalenderbereinigt 2,8 % niedriger.
Belastend wirkten vor allem Energieerzeugung (-4,0 %) und Maschinenbau (-2,7 %). Positiv entwickelten sich Baugewerbe und Automobilindustrie mit jeweils +1,9 %. Die Industrieproduktion ohne Energie und Bau sank um 0,9 %.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 158 vom 8. Mai 2026.
