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Agrarpreise · August 2026 · 14.10.2026

Agrarpreise August 2026: -7,0 % zum Vorjahr, +5,5 % zum Vormonat

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im August 2026 um 7,0 % unter dem Vorjahresmonat – nach -13,7 % im Juli. Gegenüber Juli stiegen sie um 5,5 %, so stark wie seit März 2022 nicht mehr. Pflanzliche Erzeugnisse verteuerten sich erstmals seit Juli 2024 wieder (+12,3 %), getrieben von Speisekartoffeln (+61,5 %), Gemüse (+14,3 %) und Getreide (+11,5 %). Tiere und tierische Erzeugnisse waren dagegen 16,6 % billiger, vor allem Milch (-23,9 %) und Schlachtschweine (-19,0 %).

Destatis Pressemitteilung Nr. 367 vom 14.10.2026 · Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte (2020 = 100) · Stand 15.10.2026
Agrarpreise zum Vorjahr
-7,0 %
Juli: -13,7 %, Juni: -13,9 %
zum Vormonat
+5,5 %
stärkster Anstieg seit März 2022
Pflanzliche Erzeugnisse
+12,3 %
erstes Plus seit Juli 2024
Tierische Erzeugnisse
-16,6 %
zum Vormonat +2,0 %
Speisekartoffeln
+61,5 %
zum Vormonat +93,0 %
Getreide
+11,5 %
zum Vormonat +4,1 %
Milch
-23,9 %
zum Vormonat +1,5 %
Schlachtschweine
-19,0 %
Rinder -12,9 %

Agrarpreise zum Vorjahresmonat seit 2024

Insgesamt, pflanzliche und tierische Erzeugung, in %

Berechnet aus den Indexwerten der Grafikdaten zu Destatis-PM Nr. 367; entspricht den veröffentlichten Raten.

Index der Erzeugerpreise seit 2020

2020 = 100

Produkte August 2026 zum Vorjahresmonat (%)

Gemüse und Obst im Detail (%)

Veränderung zum Vorjahresmonat.

Eckdaten Agrarpreise August 2026

Quelle: Destatis PM Nr. 367 vom 14.10.2026.

Produktzum Vorjahresmonatzum Vormonat
Landwirtschaftliche Produkte insgesamt-7,0 %+5,5 %
Pflanzliche Erzeugnisse+12,3 %+11,1 %
– Speisekartoffeln+61,5 %+93,0 %
– Gemüse+14,3 %–
– Getreide+11,5 %+4,1 %
– Handelsgewächse (darunter Raps +13,6 %)+7,9 %–
– Futterpflanzen+4,3 %–
– Wein+0,6 %–
– Obst-20,4 %–
Tiere und tierische Erzeugnisse-16,6 %+2,0 %
– Milch-23,9 %+1,5 %
– Eier+7,9 %–
– Tiere insgesamt-13,4 %–
– Schlachtschweine-19,0 %–
– Rinder-12,9 %–
– Geflügel (Hähnchen -4,6 %)-2,5 %–

Kräftiger Sprung zum Vormonat

Mit +5,5 % gegenüber Juli stiegen die Agrarpreise so stark wie seit März 2022 nicht mehr (+13,1 %). Damals hatte der russische Angriff auf die Ukraine die Getreidepreise sprunghaft steigen lassen.

Pflanzenbau dreht ins Plus

Pflanzliche Erzeugnisse kosteten 12,3 % mehr als vor einem Jahr – das erste Plus seit Juli 2024. Allein gegenüber Juli legten sie um 11,1 % zu.

Kartoffeln fast doppelt so teuer wie im Juli

Speisekartoffeln verteuerten sich gegenüber Juli um 93,0 % und lagen 61,5 % über dem Vorjahr – nach -45,4 % im Juli. Destatis meldet für 2026 zugleich eine niedrigere Kartoffelernte.

Gemüse teurer, Obst billiger

Eissalat (+72,4 %), Tomaten (+27,8 %) und Gurken (+15,4 %) trieben die Gemüsepreise (+14,3 %). Obst war 20,4 % billiger, Tafeläpfel sogar 32,9 %.

Tierische Produkte weiter im Minus

Milch (-23,9 %), Schlachtschweine (-19,0 %) und Rinder (-12,9 %) lagen deutlich unter dem Vorjahr. Eier verteuerten sich um 7,9 %.

Was gemessen wird

Der Index bildet die Preise ab, die Landwirtinnen und Landwirte beim Verkauf ihrer Produkte erzielen (ohne Umsatzsteuer, 2020 = 100).

FAQ

Wie haben sich die Agrarpreise im August 2026 entwickelt?

Sie lagen 7,0 % unter August 2025 und 5,5 % über Juli 2026.

Warum steigen die Preise für pflanzliche Produkte?

Vor allem wegen Speisekartoffeln (+61,5 %), Gemüse (+14,3 %) und Getreide (+11,5 %). Insgesamt lagen pflanzliche Erzeugnisse 12,3 % über dem Vorjahr.

Wie entwickelt sich der Milchpreis?

Er lag im August 2026 um 23,9 % unter dem Vorjahresmonat, stieg gegenüber Juli aber um 1,5 %.

Was ist mit Schweine- und Rinderpreisen?

Schlachtschweine waren 19,0 % billiger als vor einem Jahr, Rinder 12,9 %.

Wann kommen die September-Zahlen?

Destatis veröffentlicht die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte für September voraussichtlich Mitte November 2026.