Asylanträge 1. Halbjahr 2026: 39.646 Erstanträge – Rückgang um 35 %
Im ersten Halbjahr 2026 registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 39.646 Asylerstanträge – ein Rückgang um 35,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen sinken Monat für Monat: von 7.649 im Januar auf 4.267 im Juni. Zusammen mit 16.901 Folgeanträgen stellten 56.547 Personen einen Antrag. Wichtigstes Herkunftsland ist Afghanistan.
Asylerstanträge 2026 im Monatsverlauf
Monatliche Erstanträge, Januar bis Juni 2026
Vorjahresvergleich H1
Wichtigste Herkunftsländer
Schutzquote 2026
Erst- und Folgeanträge H1 2026
Anträge im Juni 2026
Rückgang zum Vorjahr
Zusammensetzung der Anträge H1
Herkunftsländer-Verteilung
Detailtabelle: Erstanträge nach Monat 2026
BAMF Asylgeschäftsstatistik
| Monat 2026 | Erstanträge |
|---|---|
| Januar | 7.649 |
| Februar | 6.987 |
| März | 6.981 |
| April | 6.144 |
| Mai | 5.556 |
| Juni | 4.267 |
| Summe H1 2026 | 39.646 |
| H1 2025 (Vergleich) | 61.336 |
Einordnung & Hintergrund
Warum die Zahlen zurückgehen
Monat für Monat weniger
Die Erstanträge sinken kontinuierlich: von 7.649 im Januar auf 4.267 im Juni. Über das gesamte Halbjahr liegt der Rückgang bei 35,4 %, im Juni sogar bei 37,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Afghanistan führt
Wichtigstes Herkunftsland ist Afghanistan (26,4 % der Erstanträge), gefolgt von Syrien (13,5 %) und der Türkei (9,2 %). Bei afghanischen Frauen stiegen die Folgeanträge stark – Folge eines EuGH-Urteils zu geschlechtsspezifischer Verfolgung.
Schutzquote um 38 %
Rund 38,6 % der inhaltlich entschiedenen Anträge führten im Zeitraum Januar–Mai 2026 zu einem Schutzstatus. Die Quote ist gegenüber den Vorjahren gesunken.
Mehr Entscheidungen als Anträge
Das BAMF hat bis Juni 2026 über 120.189 Verfahren entschieden – deutlich mehr, als neue Anträge eingingen. Damit baut die Behörde den Bestand offener Verfahren ab.
Erst- vs. Folgeanträge
Von 56.547 Anträgen sind 39.646 Erst- und 16.901 Folgeanträge. Der Anteil der Folgeanträge ist gestiegen – auch wegen der stark gestiegenen Folgeanträge afghanischer Antragstellerinnen.
Gründe für den Rückgang
Verstärkte Grenzkontrollen, Zurückweisungen, die EU-Asylreform (GEAS) sowie die Lage in Herkunfts- und Transitländern gelten als wesentliche Treiber der sinkenden Antragszahlen.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viele Asylanträge gab es 2026?
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 39.646 Asylerstanträge und 16.901 Folgeanträge gestellt – insgesamt 56.547. Die monatlichen Erstanträge sanken von 7.649 (Januar) auf 4.267 (Juni).
Aus welchen Ländern kommen die meisten Antragsteller?
Wichtigstes Herkunftsland ist Afghanistan mit 26,4 % der Erstanträge, gefolgt von Syrien (13,5 %) und der Türkei (9,2 %).
Wie hoch ist die Schutzquote?
Im Zeitraum Januar–Mai 2026 lag die Schutzquote bei 38,6 %. Sie gibt den Anteil der Antragsteller an, die einen Schutzstatus (Asyl, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder Abschiebeverbot) erhalten.
Wie stark sind die Zahlen gesunken?
Die Erstanträge sanken im ersten Halbjahr 2026 um 35,4 % gegenüber dem Vorjahr (61.336). Im Juni betrug der Rückgang 37,8 %.
Was ist der Unterschied zwischen Erst- und Folgeantrag?
Ein Erstantrag ist der erste Asylantrag einer Person. Ein Folgeantrag wird nach einem rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren gestellt – etwa wegen neuer Umstände oder geänderter Rechtsprechung.
Woher stammen die Daten?
Die Zahlen stammen aus der monatlichen Asylgeschäftsstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der offiziellen Quelle für Asylanträge und -entscheidungen in Deutschland.
Datenquellen
Stand: 17.07.2026 · BAMF Asylgeschäftsstatistik (Januar–Juni 2026)
