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Industrieauftrag · Juli 2026 · 04.09.2026

Auftragseingang Industrie Juli 2026: +2,5 % zum Vormonat

Das Plus geht erneut fast vollständig auf Großaufträge zurück: ohne sie sank der Auftragseingang um 1,4 %. Zum Vorjahresmonat liegt er 13,1 % höher. Getragen wird der Monat allein vom sonstigen Fahrzeugbau (Schiffe, Schienenfahrzeuge, Flugzeuge), der sich mit +126,4 % mehr als verdoppelt; die Automobilindustrie bremst dagegen mit -12,5 %. Der Juni wurde zugleich von +3,1 % auf +3,7 % nach oben revidiert.

Destatis PD26/313 v. 04.09.2026 · real, saison- und kalenderbereinigt · vorläufig

Auftragseingang zum Vormonat
+2,5 %
saison-/kalenderber. · +13,1 % z. Vorjahr

Ohne Großauftr.
-1,4 %
Grundtendenz schwächer

Eurozone-Aufträge
+12,1 %
zum Vormonat

Auslandsaufträge
-2,1 %
zum Vormonat gesamt

Inlandsaufträge
+9,1 %
zum Vormonat

Sonst. Fahrzeugbau
+126,4 %
Schiffe, Schienen, Flugzeuge

Kfz-Industrie
-12,5 %
größter Bremsfaktor

Umsatz Juli
-1,5 %
zum Vormonat · -0,6 % z. Vorjahr

Monatsverlauf

Volatilität durch Großaufträge — Trend ohne Großaufträge positiv.

Branchen zum Vormonat Juli 2026

Hauptgütergruppen zum Vormonat

Inland vs. Ausland (Polar)

Juli 2026 im Überblick (Radar)

Index-Niveau Quartalsverlauf

Auftragseingang real, Index 2021 = 100.

Jahresindex 2015-2025

Quartalsvergleich Q1 26 vs. Q4 25

Begleitindikatoren

ifo, PMI, VDMA — Stimmung versus harte Daten.

ifo-Geschäftsklima Industrie

PMI Verarb. Gewerbe

Eckdaten Juli 2026

Indikator Juli 26 Juni 26 (rev.) 3M Mai–Jul
Auftragseingang gesamt zum Vormonat +2,5 % +3,7 % +2,9 %
Ohne Großaufträge zum Vormonat -1,4 % -2,2 %
Zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt) +13,1 % +7,2 %
Inland +9,1 %
Ausland gesamt -2,1 %
Eurozone +12,1 %
Außerhalb Eurozone -10,1 %
Vorleistungsgüter +4,3 %
Investitionsgüter +2,4 %
Konsumgüter -4,8 %
Sonstiger Fahrzeugbau +126,4 %
Kraftfahrzeuge und -teile -12,5 %
Umsatz Verarb. Gewerbe -1,5 % -0,5 % -0,6 % zum Vorjahr

Ein einziger Bereich trägt den ganzen Monat

Juli +2,5 % zum Vormonat, ohne Großaufträge aber -1,4 %. Destatis führt das Plus fast ausschließlich auf den sonstigen Fahrzeugbau zurück — Schiffe, Schienenfahrzeuge und Flugzeuge —, wo sich der Auftragseingang wegen eines außergewöhnlich hohen Volumens an Großaufträgen mehr als verdoppelte (+126,4 %). Gegenläufig wirkte die Automobilindustrie mit -12,5 %. Auch im ruhigeren Dreimonatsvergleich zeigt sich das Muster: Mai bis Juli +2,9 %, ohne Großaufträge -2,2 %.

Inland und Eurozone tragen, Drittländer brechen ein

Die Inlandsaufträge stiegen um 9,1 %, die Auslandsaufträge sanken dagegen um 2,1 %. Dahinter stehen gegenläufige Bewegungen: Aufträge aus der Eurozone +12,1 %, von außerhalb der Eurozone -10,1 %. Gegenüber dem Juni hat sich das Bild damit umgekehrt — damals war die Eurozone der schwächste und die Drittländer der stärkste Block.

Umsatz gibt weiter nach

Der reale Umsatz sank im Juli um 1,5 % zum Vormonat und lag 0,6 % unter dem Vorjahresmonat. Für den Juni ergab die Revision einen Rückgang von 0,5 % statt der zunächst gemeldeten -1,3 %. Auftragseingang und Umsatz laufen damit weiter auseinander: Die Bücher füllen sich über Großaufträge, in der laufenden Produktion kommt davon noch nichts an.

FAQ

Wie entwickelte sich der Auftragseingang?

Juli 2026: +2,5 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt) und +13,1 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt). Ohne Großaufträge lag der Auftragseingang jedoch 1,4 % niedriger als im Juni. Der Juni wurde nachträglich von +3,1 % auf +3,7 % angehoben.

Welche Branchen treiben, welche belasten?

Getragen wird der Juli allein vom sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) mit +126,4 % — Folge eines außergewöhnlich hohen Volumens an Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau. Deutlich negativ wirkte die Automobilindustrie mit -12,5 %.

Inland oder Ausland?

Inland +9,1 %, Ausland gesamt -2,1 %. Innerhalb des Auslands: Eurozone +12,1 %, außerhalb der Eurozone -10,1 %.

Wie sieht der Dreimonatsvergleich aus?

Von Mai bis Juli 2026 lag der Auftragseingang 2,9 % höher als in den drei Monaten zuvor. Ohne Großaufträge sank er dagegen um 2,2 % — der Dreimonatsvergleich bestätigt damit, dass die Grundtendenz schwächer ist als die Gesamtzahl vermuten lässt.

Nächster Bericht?

Der Auftragseingang für August 2026 erscheint Anfang Oktober 2026 (Destatis).