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Haushalte und Familien · Mikrozensus 2025 · 01.07.2026

Auszug aus dem Elternhaus: 30 % der 25-Jährigen wohnen noch zu Hause

Im Jahr 2025 lebten 30 % der 25-Jährigen in Deutschland noch im elterlichen Haushalt – in den Jahren 2022 bis 2024 waren es konstant 28 %. Söhne bleiben deutlich länger: 36 % der 25-jährigen Männer gegenüber 23 % der Frauen. Das durchschnittliche Auszugsalter liegt mit 24,1 Jahren klar unter dem EU-Schnitt von 26,3 Jahren. Und wer noch daheim wohnt, ist meist berufstätig: 77 % der 25- bis 34-Jährigen im Elternhaus sind erwerbstätig.

Destatis Pressemitteilung Nr. N044 vom 01.07.2026 · Mikrozensus 2025 (Erstergebnisse) und Eurostat

25-Jährige im Elternhaus
30 %
2025
Vorjahre 2022–2024
28 %
konstant
25-jährige Söhne
36 %
noch bei den Eltern
25-jährige Töchter
23 %
noch bei den Eltern
30-Jährige insgesamt
10 %
Männer 13 %, Frauen 7 %
40-Jährige insgesamt
3 %
Männer 5 %, Frauen 2 %
Ø Auszugsalter Deutschland
24,1 Jahre
Eurostat 2025
EU-Durchschnitt
26,3 Jahre
zum Vergleich
Frauen Deutschland
23,3 Jahre
Auszugsalter
Männer Deutschland
24,8 Jahre
Auszugsalter
Frühester Auszug in der EU
21,3 Jahre
Finnland
Spätester Auszug in der EU
31,5 Jahre
Kroatien
Erwerbstätig
77 %
25- bis 34-Jährige im Elternhaus
davon Vollzeit
80 %
der Erwerbstätigen
Erwerbslos
6 %
25- bis 34-Jährige im Elternhaus
Stand
01.07.
2026

Auszugsalter im EU-Vergleich

Durchschnittliches Alter beim Auszug aus dem Elternhaus, 2025 – das Alter, in dem 50 % der Bevölkerung nicht mehr mit den Eltern zusammenleben

Anteil im Elternhaus nach Alter

Söhne und Töchter im Vergleich

25-Jährige im Elternhaus seit 2022

Auszugsalter nach Geschlecht

Wer noch zu Hause wohnt, arbeitet meistens

Erwerbsstatus der 25- bis 34-Jährigen im elterlichen Haushalt, 2025, nach ILO-Konzept

Erwerbsstatus

Vollzeit und Teilzeit

Alle Kennzahlen zum Auszug aus dem Elternhaus

Indikator Wert Einordnung
25-Jährige im elterlichen Haushalt 2025 30 % 2022–2024: 28 %
  Söhne 36 % Mikrozensus 2025
  Töchter 23 % Mikrozensus 2025
30-Jährige im elterlichen Haushalt 10 % Mikrozensus 2025
  Männer 13 % Mikrozensus 2025
  Frauen 7 % Mikrozensus 2025
40-Jährige im elterlichen Haushalt 3 % Mikrozensus 2025
  Männer 5 % Mikrozensus 2025
  Frauen 2 % Mikrozensus 2025
25- bis 34-Jährige im Elternhaus: erwerbstätig 77 % Voll- oder Teilzeit
  davon Vollzeit 80 % Mikrozensus 2025
  davon Teilzeit 20 % Mikrozensus 2025
  erwerbslos 6 % ILO-Konzept
  Nichterwerbspersonen 17 % ILO-Konzept
Durchschnittliches Auszugsalter Deutschland 24,1 Jahre Eurostat 2025
  Frauen 23,3 Jahre Eurostat 2025
  Männer 24,8 Jahre Eurostat 2025
EU-Durchschnitt 26,3 Jahre Frauen 25,5, Männer 27,2
Finnland 21,3 Jahre frühester Auszug in der EU
Dänemark 21,8 Jahre Eurostat 2025
Litauen und Estland 22,7 Jahre Eurostat 2025
Spanien und Italien 30,2 Jahre Eurostat 2025
Griechenland und Slowakei 30,9 Jahre Eurostat 2025
Kroatien 31,5 Jahre spätester Auszug in der EU

Der Trend dreht leicht

Nach drei Jahren mit konstant 28 % ist der Anteil der 25-Jährigen im Elternhaushalt 2025 auf 30 % gestiegen. Zwei Prozentpunkte klingen wenig, sind nach der auffälligen Konstanz der Vorjahre aber ein Bruch im Muster.

Söhne bleiben länger – überall

Mit 25 Jahren wohnen 36 % der Söhne und 23 % der Töchter noch zu Hause, mit 30 Jahren 13 gegenüber 7 %. Dieses Muster gilt in der gesamten EU: Nur in Malta ziehen Töchter nicht früher aus als Söhne.

Nord-Süd-Gefälle in Europa

In Finnland verlassen junge Erwachsene das Elternhaus mit durchschnittlich 21,3 Jahren, in Kroatien erst mit 31,5 – ein Abstand von mehr als zehn Jahren. Deutschland liegt mit 24,1 Jahren im nordeuropäisch geprägten unteren Drittel.

Kein Bild vom arbeitslosen Nesthocker

77 % der 25- bis 34-Jährigen, die noch bei den Eltern leben, sind erwerbstätig, davon 80 % in Vollzeit. Nur 6 % sind erwerbslos, 17 % zählen als Nichterwerbspersonen – darunter etwa Studierende.

Mit 40 noch zu Hause

Auch jenseits der 30 bleibt ein Rest: 3 % der 40-Jährigen wohnen noch im Elternhaushalt, Männer mit 5 % mehr als doppelt so häufig wie Frauen mit 2 %.

Wie das Auszugsalter berechnet wird

Eurostat definiert es als das Alter, in dem 50 % der Bevölkerung nicht mehr in einem Haushalt mit den Eltern leben. Grundlage ist die Arbeitskräfteerhebung als Unterstichprobe des Mikrozensus.

FAQ

Wie viele 25-Jährige wohnen noch bei den Eltern?

30 % im Jahr 2025. In den Jahren 2022 bis 2024 lag der Anteil konstant bei 28 %.

Gibt es Unterschiede zwischen Söhnen und Töchtern?

Ja, deutliche. Mit 25 Jahren wohnen 36 % der Söhne und 23 % der Töchter noch im Elternhaus. Mit 30 Jahren sind es 13 gegenüber 7 %, mit 40 Jahren 5 gegenüber 2 %.

Wann ziehen junge Menschen in Deutschland im Schnitt aus?

Mit durchschnittlich 24,1 Jahren. Frauen ziehen mit 23,3 Jahren früher aus als Männer mit 24,8 Jahren.

Wie schneidet Deutschland im EU-Vergleich ab?

Deutlich unter dem EU-Schnitt von 26,3 Jahren. Am frühesten ziehen junge Erwachsene in Finnland aus (21,3 Jahre), gefolgt von Dänemark (21,8) sowie Litauen und Estland (je 22,7). Am spätesten in Kroatien (31,5), Griechenland und der Slowakei (je 30,9) sowie Spanien und Italien (je 30,2).

Sind junge Erwachsene im Elternhaus berufstätig?

Überwiegend ja: 77 % der 25- bis 34-Jährigen im Elternhaushalt sind erwerbstätig, davon 80 % in Vollzeit und 20 % in Teilzeit. 6 % sind erwerbslos, 17 % Nichterwerbspersonen.

Ziehen Töchter überall früher aus als Söhne?

In allen EU-Staaten außer Malta ja. Im EU-Durchschnitt liegt das Auszugsalter der Frauen bei 25,5 und das der Männer bei 27,2 Jahren.

Was bedeutet Nichterwerbsperson?

Nach dem ILO-Konzept zählt als erwerbstätig, wer mindestens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet hat oder selbstständig tätig war. Als erwerbslos gilt, wer nicht erwerbstätig ist, aktiv sucht und kurzfristig verfügbar wäre. Alle übrigen sind Nichterwerbspersonen, etwa Studierende ohne Nebenjob.

Woher stammen die Daten?

Die Anteile aus dem Mikrozensus 2025 (Erstergebnisse), einer jährlichen Befragung von rund 1 % der Bevölkerung. Die EU-Vergleichswerte zum Auszugsalter stammen aus der Eurostat-Datenbank auf Basis der Arbeitskräfteerhebung.