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DESTATIS – BAUABFAELLE 2024 – RECYCLING

Bauabfälle 2024: 76 Mio. Tonnen aufbereitet (-13,2 %)

75,8 Mio. t Bauabfälle in Bauschutt-Aufbereitungsanlagen + Asphaltmischanlagen 2024 – -11,6 Mio. t vs. 2022. Rückgang folgt Bau-Tief (Genehmigungen 2023: -25 %). Bauschutt 36,4 Mio. t (48 %), Strassenaufbruch 15,9 Mio. t (21 %), Bodenaushub 12,6 Mio. t (17 %). Recycling-Quote stabil 82 %. Aber: nur 1 % aus dem Hochbau-Sektor wird wirklich wieder im Hochbau verwendet.

Destatis PD26_116 (Bauabfälle 2024 – 31.03.2026, alle 2 Jahre)

Bauabfälle 2024
75,8 Mio
t – -13,2 % vs. 2022

Rückgang abs.
-11,6 Mio
t vs. 2022

Bauschuttanlagen
61,9 Mio
t (81,6 %) – Hauptkanal

Asphaltanlagen
13,9 Mio
t (18,4 %)

Bauschutt
36,4 Mio
t (48,0 %) – Beton/Ziegel

Strassenaufbruch
15,9 Mio
t (21,0 %)

Bodenaushub
12,6 Mio
t (16,7 %)

Baustellenabfälle
7,8 Mio
t (10,3 %)

Sonst. mineralisch
3,1 Mio
t (4,1 %)

Recycling-Quote
82 %
Verwertungsquote

RC-Baustoffe verkauft
~58 Mio
t für Tiefbau/Verfuell.

Wieder im Hochbau
~1 %
Downcycling-Problem

Bauabfälle 2008-2024

Mio. Tonnen – 2-Jahres-Erhebung. Tief 2024 folgt Bau-Tief

Abfallarten 2024 (Polar)

Aufbereitungswege 2024

Verwertung Bauschutt-RC 2024

Bundesländer Top 5

Detail Bauabfälle 2024

Mio. t und Anteile

Abfallart 2024 Mio t 2022 Mio t zum Vorjahr 2-Jahr % Anteil %
Bauabfälle gesamt 75,8 87,4 -13,2 % 100,0
Bauschutt (Beton/Ziegel/Keramik) 36,4 42,5 -14,4 % 48,0
Strassenaufbruch 15,9 18,2 -12,6 % 21,0
Bodenaushub 12,6 14,8 -14,9 % 16,7
Baustellenabfälle 7,8 8,5 -8,2 % 10,3
Sonst. mineralische 3,1 3,4 -8,8 % 4,1
Aufbereitung Bauschuttanlagen 61,9 73,5 -15,8 % 81,6
Verwertung Asphaltanlagen 13,9 13,9 0,0 % 18,4
RC-Baustoffe verkauft 58,2 68,5 -15,0 % 76,8
Beseitigung (Deponie) 13,8 16,2 -14,8 % 18,2

zum Vorjahr-Veränderung nach Abfallart

Verwertungswege seit 2010

Bau-Tief sichtbar

-13,2 % Bauabfälle = direktes Spiegelbild der Bau-Krise. Wohnungsbau-Genehmigungen 2023: -25 % zum Vorjahr. Nicht-Wohngebäude-Bau 2024 -5 %. Tiefbau stabil. Erwartet 2026/27: Trendwende durch Aufschwung Bauwirtschaft.

Recycling-Quote 82 %

Bauabfälle haben höchste Recycling-Quote aller Abfallarten. Aber: 76 % als RC-Baustoffe verkauft (Tiefbau, Strassenbau, Verfuellung), nur 1 % wieder im Hochbau-Beton. EU-Kreislaufwirtschaft-Paket Ziel: 25 % Hochbau-RC bis 2030.

Downcycling-Problem

Beton-Recyclat hat 5-10 % geringere Festigkeit als Neubeton. Architekten/Statiker meiden RC im sichtbaren Bau aus Gewährleistungsgründen. Forschung (TU Berlin, Fraunhofer IBP) entwickelt Premium-RC-Beton für Hochbau, Marktreife ab 2027.

Anzahl Aufbereitungsanlagen 2024

Bauabfälle vs. Hausmüll 2024

FAQ – Bauabfälle

Was zählt als „Bauabfälle“?

Nach Europäischem Abfallverzeichnis (EAV-Schluessel 17): Beton, Ziegel, Keramik, Metalle aus Baumassnahmen, Bitumengemische, Boden + Steine, Daemmstoffe, Asbest etc. Praktisch alle festen Reststoffe aus Neubau, Abriss, Sanierung, Strassenbau.

Wie wird recycelt?

1. Stufe: Sortierung am Bauplatz (Beton-Container etc.). 2. Stufe: Bauschuttaufbereitung – Brecher zerkleinert, Magnetabscheider holt Stahl raus, Klassiersieb trennt Koernungen. 3. Stufe: Verkauf als RC-Baustoff (Tragschicht, Verfuellmaterial, Beton-Zusatz).

Warum nur alle 2 Jahre?

Destatis-Erhebung „Bauabfälle und ihre Bewirtschaftung“ ist 2-Jahres-Rhythmus (zuletzt 2018, 2020, 2022, 2024). Nächste Daten: 2026 (Veröffentlichung März 2028). Zwischenjahre: nur Schätzungen aus Hochrechnungen.

Bauabfälle vs. Hausmüll?

Bauabfälle 75,8 Mio. t = 5x Hausmüll (15 Mio. t). 60 % aller gewerblichen Abfälle. Aber: weniger toxisch. Pro-Kopf-Bauabfälle 905 kg/Jahr 2024 (vs. Hausmüll 179 kg). EU-Prüfkriterium: Bauabfälle sind größter Materialstrom Deutschlands.