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🟦 Bevölkerungs-Monitor 2025/26

Bevölkerung Deutschland 2025: 83,5 Mio. — erstmals seit 2020 Rückgang trotz Zuwanderung

Ende 2025 lebten rund 83,5 Mio. Menschen in Deutschland — etwa 100.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zuwanderung sank deutlich auf 220.000-260.000 Personen (-40 % ggü. 2024) und konnte erstmals seit 2020 das Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen. Bis 2035 wird jeder Vierte 67 oder älter sein.

📅 Stichtag 31.12.2025 · Quelle: Destatis PD26/032 · Erstschätzung Q1 2026 · Stand: 16.01.2026
Bevölkerung Ende 25
83,5 Mio.
vorläufige Schätzung
Änderung 2025
−100.000
erster Rückgang seit 2020
Ende 2024
83,6 Mio.
Stichtag 31.12.2024
Bevölkerung 2010
81,8 Mio.
15 Jahre zurück
Geburten 2025
~650.000
2024: 677.117
Sterbefälle 2025
~1,00 Mio.
2024: 1,01 Mio.
Geburtendefizit
−350.000
Sterbeüberschuss
Netto-Wanderung
+240.000
Schätzung 2025 (Mitte Spanne)
Netto-Wanderung 24
+430.183
Vorjahr (zum Vergleich)
65+ Anteil 2024
23,0 %
19,0 Mio. Personen
Frauen-Anteil
50,7 %
42,3 Mio. Frauen
Ausländer-Anteil
15,3 %
rund 12,7 Mio. Personen
Bevölkerung 1991
80,0 Mio.
nach Wiedervereinigung
67+ Anteil 2035e
25,0 %
jeder Vierte
Bayern (Top-BL)
13,5 Mio.
größtes Bundesland
Bremen (klein)
0,69 Mio.
kleinstes Flächen-BL

Bevölkerungsentwicklung im Zeitverlauf

Langfristtrend und aktuelle Verschiebungen

Bevölkerung 2010-2025 (Mio.)

Jährliche Veränderung (1.000 Pers.)

Natürliche Bevölkerungsbewegung & Migration

Geburten, Sterbefälle und Wanderungssalden

Geburten vs. Sterbefälle 2015-2025

Netto-Wanderung 2015-2025

Beiträge zur Bevölkerungsänderung

Altersstruktur 2024 vs. 2035

Wie sich die Demografie verschiebt

Altersgruppen 2024 vs. 2035 (in %)

Bevölkerung 65+ (1991-2024)

Regionale Verteilung

Bundesländer und Stadt vs. Land

Top-Bundesländer (Mio.)

65+ Anteil je BL (Auswahl)

Migration nach Status 2024

Vorausberechnung 2025-2070

Mittlere Variante der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung

Bevölkerungs-Projektion 2025-2070

Anteil 65+ Projektion (%)

Detail-Tabelle: Bevölkerung nach Bundesländern 2024

Stand 31.12.2024 nach Erstellung Destatis (Tausend Personen, Veränderung zu 2023)

BundeslandBevölkerung (Tsd.)VeränderungAnteil DE65+ Anteil
Nordrhein-Westfalen17.997−521,5 %21,7 %
Bayern13.475+2516,1 %21,4 %
Baden-Württemberg11.310+1813,5 %20,8 %
Niedersachsen8.151+89,7 %23,5 %
Hessen6.398+127,6 %21,9 %
Rheinland-Pfalz4.184+35,0 %23,4 %
Sachsen4.080−144,9 %27,3 %
Berlin3.797+184,5 %18,6 %
Schleswig-Holstein2.953+53,5 %24,7 %
Brandenburg2.580−23,1 %26,8 %
Sachsen-Anhalt2.156−132,6 %28,9 %
Thüringen2.080−102,5 %28,4 %
Hamburg1.911+82,3 %19,4 %
Mecklenburg-Vorpommern1.611−41,9 %27,1 %
Saarland992−11,2 %25,8 %
Bremen690+10,8 %22,3 %
Deutschland gesamt83.577+49100,0 %23,0 %

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Erster Rückgang seit 2020

2025 schrumpfte die Bevölkerung erstmals seit 2020 wieder. Damals (Corona-Pandemie) sank sie ebenfalls leicht. Vorher war seit der Wiedervereinigung 1990 nur 2003-2010 ein dauerhafter Rückgang zu beobachten, gefolgt von 14 Jahren Wachstum durch Zuwanderung.

Geburtendefizit als Strukturproblem

Seit 1972 sterben in Deutschland mehr Menschen als geboren werden. Mit 650.000 Geburten und 1,00 Mio. Sterbefällen 2025 beträgt das Defizit 350.000 Personen. Nur durch Nettozuwanderung kann die Gesamtbevölkerung stabilisiert werden — 2025 reichte diese aber erstmals nicht mehr aus.

Migrationsrückgang 2025

Die Netto-Zuwanderung sank von 430.183 (2024) auf geschätzte 220.000-260.000 (2025) — ein Minus von rund 40 %. Ursachen: Rückgang ukrainischer Schutzsuchender, niedrigere Asylantragszahlen und gestiegene Wegzüge. Erwerbsmigration aus Drittstaaten blieb stabil.

Alterung beschleunigt sich

Die Babyboomer-Jahrgänge (1955-1969) treten in Rente ein. Schon 2024 waren 23 % der Bevölkerung 65+ — gegenüber 15 % im Jahr 1991. Bis 2035 erwartet Destatis 25 % Anteil bei 67+. Das ist für Renten, Pflege und Arbeitsmarkt zentral.

Ost-West-Gefälle

In den ostdeutschen Flächenländern liegt der Anteil der 65+ mit 27-29 % deutlich höher als im Westen (20-22 %). Sachsen-Anhalt führt mit 28,9 %. Berlin und Hamburg sind als Stadtstaaten am jüngsten — sie ziehen junge Erwachsene zur Ausbildung und für Karriere an.

Methodik der Erstschätzung

Die Jahreszahl für Ende 2025 ist eine vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamts auf Basis monatlicher Bevölkerungsfortschreibung. Die endgültigen Zahlen liegen ab Sommer 2026 vor, korrigiert um Zensus 2022-Effekte und Wanderungsstatistik-Nachläufe.

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Menschen leben in Deutschland 2025?

Ende 2025 lebten in Deutschland rund 83,5 Millionen Menschen — etwa 100.000 weniger als Ende 2024 (83,6 Mio.). Das ist nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) der erste Bevölkerungsrückgang seit 2020.

Warum schrumpft die Bevölkerung 2025 erstmals wieder?

Hauptursache ist der starke Rückgang der Netto-Zuwanderung um etwa 40 % auf 220.000 bis 260.000 Personen (2024: 430.183). Diese reichte erstmals seit 2020 nicht mehr aus, um das Geburtendefizit von etwa 350.000 Personen auszugleichen.

Wie viele Geburten und Sterbefälle gab es 2025?

In 2025 wurden zwischen 640.000 und 660.000 Geburten verzeichnet (2024: 677.117 — ebenfalls ein historischer Tiefstand). Die Sterbefälle lagen bei rund 1,00 Mio. (2024: 1,01 Mio.). Daraus ergibt sich ein Geburtendefizit von etwa 350.000.

Wie alt ist die deutsche Bevölkerung im Durchschnitt?

Das durchschnittliche Alter liegt 2024 bei rund 44,8 Jahren. 23 % der Bevölkerung sind 65 Jahre oder älter (19,0 Millionen) — gegenüber nur 15 % im Jahr 1991. Bis 2035 wird laut Vorausberechnung jeder Vierte 67 oder älter sein.

Welches Bundesland hat die meisten Einwohner?

Nordrhein-Westfalen ist mit 18,0 Mio. Einwohnern bevölkerungsreichstes Bundesland (Anteil 21,5 %). Es folgen Bayern (13,5 Mio.), Baden-Württemberg (11,3 Mio.) und Niedersachsen (8,2 Mio.). Bremen ist mit 0,69 Mio. das kleinste Bundesland.

Wie viele Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland?

Nach Zensus- und Mikrozensus-Daten haben etwa 26 % der in Deutschland lebenden Personen einen Migrationshintergrund (rund 22 Mio.). Davon sind 15,3 % ausländische Staatsangehörige (12,7 Mio.), der Rest deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund.

Wie wird sich die Bevölkerung bis 2070 entwickeln?

Nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundesamts erwartet die mittlere Variante einen Rückgang auf etwa 79-80 Mio. bis 2070. Die Spanne reicht je nach Annahmen zu Zuwanderung und Geburtenrate von 75 bis 85 Mio. Die Alterung schreitet voran.

Wann erscheinen die endgültigen Zahlen 2025?

Die endgültigen Bevölkerungszahlen Ende 2025 liegen voraussichtlich im Sommer 2026 vor. Bis dahin gelten die hier ausgewiesenen Erstschätzungen vom Januar 2026. Quartalsweise Updates erscheinen auf der Destatis-Themenseite Bevölkerungsstand.

Quellen

Primärquellen und Methodik