Aktuelle Statistiken und News
Bevölkerung · Ehe und Scheidung 2025 · 26.06.2026

Eheschließungen und Scheidungen 2025: 348.800 Hochzeiten, 130.100 Scheidungen

2025 wurde in Deutschland so selten geheiratet wie nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950: 348.800 Eheschließungen bedeuten ein Minus von 0,1 % zum Vorjahr und 8,9 % gegenüber 2003. Die Zahl der Scheidungen stieg leicht auf 130.100 (+0,6 %), liegt damit aber immer noch 39,2 % unter dem Wert von 2003. Betroffen waren 113.400 minderjährige Kinder. Im Schnitt hielten die geschiedenen Ehen 14 Jahre und 7 Monate.

Destatis Pressemitteilung Nr. 220 vom 26.06.2026 · Statistik der Eheschließungen und Ehescheidungen 2025

Eheschließungen 2025
348.800
niedrigster Stand seit 1950
Veränderung zum Vorjahr
-0,1 %
403 Ehen weniger
Ehescheidungen 2025
130.100
+0,6 % bzw. +716
Scheidungen je 1.000 Einwohner
1,56
2024: 1,54
Rückgang seit 2003
-39,2 %
bei den Scheidungen
Eheschließungen seit 2003
-8,9 %
langfristiger Rückgang
Ehen Mann und Frau
339.900
2024: 340.400
Gleichgeschlechtliche Ehen
8.900
2024: 8.800
Gleichgeschlechtliche Scheidungen
1.700
+10,0 % bzw. +154
Durchschnittliche Ehedauer
14 J. 7 M.
bei Scheidung
Scheidung nach Silberhochzeit
16,0 %
1990er: 10 bis 11 %
Scheidungen mit Kindern
51,7 %
rund 67.200 Fälle
Betroffene Minderjährige
113.400
im Jahr 2025
Trennungsjahr eingehalten
81,0 %
ein Jahr Trennung
Antrag mit Zustimmung
90,1 %
des Ehepartners
Stand
26.06.
2026

Hochzeiten und Scheidungen im Verhältnis

Absolute Zahlen für das Jahr 2025

Langfristiger Rückgang seit 2003

Scheidungen je 1.000 Einwohner

Kinder in Scheidungsfamilien

Bei gut der Hälfte aller Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen

Scheidungen mit und ohne Kinder

Zahl der Kinder je Scheidungsfamilie

Trennungszeit vor der Scheidung

Zustimmung zum Scheidungsantrag

Gleichgeschlechtliche Ehen und Scheidungen

Scheidung nach der Silberhochzeit

Alle Kennzahlen zu Ehe und Scheidung 2025

Indikator Wert Einordnung
Eheschließungen 2025 348.800 -0,1 % bzw. -403 zum Vorjahr
  zwischen Mann und Frau 339.900 2024: 340.400
  zwischen Personen gleichen Geschlechts 8.900 2024: 8.800
Rückgang gegenüber 2003 -8,9 % niedrigster Stand seit 1950
Ehescheidungen 2025 130.100 +0,6 % bzw. +716
Scheidungen je 1.000 Einwohner 1,56 2024: 1,54
Rückgang gegenüber 2003 -39,2 % 2003 war Höchststand seit der Vereinigung
Gleichgeschlechtliche Scheidungen 1.700 +10,0 %, Anteil 1,3 %
Durchschnittliche Ehedauer bei Scheidung 14 Jahre 7 Monate Statistik 2025
Scheidung im Jahr der Silberhochzeit oder später 20.800 16,0 % aller Scheidungen
Scheidungen mit minderjährigen Kindern 67.200 51,7 % aller Scheidungen
  mit einem Kind 47,6 % Anteil sinkt langfristig
  mit zwei Kindern 40,5 % Anteil steigt
  mit drei und mehr Kindern 11,9 % Anteil steigt
Betroffene minderjährige Kinder 113.400 Statistik 2025
Scheidung nach einjähriger Trennung 81,0 % Regelfall
Scheidung nach dreijähriger Trennung 18,0 % Scheitern wird unwiderlegbar vermutet
Sonstige Fälle 1,0 % vor Trennungsjahr oder ausländisches Recht
Antrag mit Zustimmung des Ehegatten 90,1 % Statistik 2025
Antrag von beiden gemeinsam 5,8 % Statistik 2025
Antrag ohne Zustimmung 4,1 % Statistik 2025

So wenig geheiratet wie nie

348.800 Eheschließungen sind der niedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe 1950. Der Rückgang zum Vorjahr fällt mit 403 Ehen zwar minimal aus, der langfristige Trend ist aber eindeutig: gegenüber 2003 ein Minus von 8,9 %.

Scheidungen steigen leicht, bleiben aber niedrig

130.100 Scheidungen bedeuten ein Plus von 0,6 %. Gemessen an 2003, dem Höchststand seit der deutschen Vereinigung, sind es 39,2 % weniger. Den bisherigen Tiefpunkt markierte 2023, seitdem steigt die Zahl leicht.

Mehr Familien mit zwei und mehr Kindern

Von den Scheidungen mit minderjährigen Kindern entfielen 47,6 % auf Familien mit einem Kind, 40,5 % auf zwei und 11,9 % auf drei oder mehr. Der Anteil der Ein-Kind-Fälle sinkt langfristig, die größeren Familien nehmen zu.

Späte Scheidungen häufiger

16,0 % der Ehen wurden im Jahr der Silberhochzeit oder später geschieden – rund 20.800 Fälle. In den 1990er Jahren lag dieser Anteil noch bei 10 bis 11 %. Seit Mitte der 2010er Jahre bewegt er sich zwischen 16 und 18 %.

Die Ehe für alle im zehnten Jahr

8.900 gleichgeschlechtliche Ehen wurden 2025 geschlossen, etwas mehr als 2024. Gleichzeitig stieg die Zahl der Scheidungen gleichgeschlechtlicher Paare um 10,0 % auf rund 1.700 – ein zu erwartender Effekt, da die Ehe für alle erst im Oktober 2017 eingeführt wurde und die Ehen nun ein Alter erreichen, in dem Trennungen häufiger werden.

Methodenhinweis zur Vergleichbarkeit

Ab dem Berichtsjahr 2025 wendet Destatis bei der Eheschließungsstatistik die Cell-Key-Methode zur statistischen Geheimhaltung an. Dabei werden Fallzahlen leicht überlagert, etwa um plus zwei oder minus eins. Kleine Abweichungen gegenüber früheren Auswertungen sind dadurch möglich.

FAQ

Wie viele Scheidungen gab es 2025 in Deutschland?

Rund 130.100 Ehen wurden 2025 durch richterlichen Beschluss geschieden. Das waren 716 oder 0,6 % mehr als 2024, aber 39,2 % weniger als 2003.

Wie viele Ehen wurden 2025 geschlossen?

348.800 – der niedrigste Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. Gegenüber 2024 ist das ein Minus von 403 Ehen oder 0,1 %.

Wie hoch ist die Scheidungsrate?

2025 wurden 1,56 Ehen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschieden, nach 1,54 im Jahr 2024.

Wie lange halten Ehen im Schnitt?

Die 2025 geschiedenen Paare waren im Durchschnitt 14 Jahre und 7 Monate verheiratet. 16,0 % der Scheidungen erfolgten im Jahr der Silberhochzeit oder später.

Wie viele Kinder sind betroffen?

113.400 Minderjährige erlebten 2025 die Scheidung ihrer Eltern. Bei 51,7 % aller Scheidungen waren minderjährige Kinder beteiligt, das entspricht rund 67.200 Fällen.

Muss man vor der Scheidung getrennt leben?

In der Regel ja. 81,0 % der Scheidungen erfolgten nach einer einjährigen Trennungszeit, 18,0 % nach dreijähriger Trennung, bei der das Scheitern der Ehe unwiderlegbar vermutet wird. Nur 1,0 % entfielen auf Sonderfälle.

Wie viele gleichgeschlechtliche Ehen werden geschieden?

2025 waren es rund 1.700 Paare, 10,0 % mehr als im Vorjahr. Das entspricht 1,3 % aller Scheidungen. Die Ehe für alle wurde im Oktober 2017 eingeführt.

Woher stammen die Daten?

Aus der Statistik der Eheschließungen und der Statistik der Ehescheidungen des Statistischen Bundesamtes für das Berichtsjahr 2025, veröffentlicht am 26. Juni 2026.