Eheschließungen und Scheidungen 2025: 348.800 Hochzeiten, 130.100 Scheidungen
2025 wurde in Deutschland so selten geheiratet wie nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950: 348.800 Eheschließungen bedeuten ein Minus von 0,1 % zum Vorjahr und 8,9 % gegenüber 2003. Die Zahl der Scheidungen stieg leicht auf 130.100 (+0,6 %), liegt damit aber immer noch 39,2 % unter dem Wert von 2003. Betroffen waren 113.400 minderjährige Kinder. Im Schnitt hielten die geschiedenen Ehen 14 Jahre und 7 Monate.
Hochzeiten und Scheidungen im Verhältnis
Absolute Zahlen für das Jahr 2025
Langfristiger Rückgang seit 2003
Scheidungen je 1.000 Einwohner
Kinder in Scheidungsfamilien
Bei gut der Hälfte aller Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen
Scheidungen mit und ohne Kinder
Zahl der Kinder je Scheidungsfamilie
Trennungszeit vor der Scheidung
Zustimmung zum Scheidungsantrag
Gleichgeschlechtliche Ehen und Scheidungen
Scheidung nach der Silberhochzeit
Alle Kennzahlen zu Ehe und Scheidung 2025
| Indikator | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Eheschließungen 2025 | 348.800 | -0,1 % bzw. -403 zum Vorjahr |
| zwischen Mann und Frau | 339.900 | 2024: 340.400 |
| zwischen Personen gleichen Geschlechts | 8.900 | 2024: 8.800 |
| Rückgang gegenüber 2003 | -8,9 % | niedrigster Stand seit 1950 |
| Ehescheidungen 2025 | 130.100 | +0,6 % bzw. +716 |
| Scheidungen je 1.000 Einwohner | 1,56 | 2024: 1,54 |
| Rückgang gegenüber 2003 | -39,2 % | 2003 war Höchststand seit der Vereinigung |
| Gleichgeschlechtliche Scheidungen | 1.700 | +10,0 %, Anteil 1,3 % |
| Durchschnittliche Ehedauer bei Scheidung | 14 Jahre 7 Monate | Statistik 2025 |
| Scheidung im Jahr der Silberhochzeit oder später | 20.800 | 16,0 % aller Scheidungen |
| Scheidungen mit minderjährigen Kindern | 67.200 | 51,7 % aller Scheidungen |
| mit einem Kind | 47,6 % | Anteil sinkt langfristig |
| mit zwei Kindern | 40,5 % | Anteil steigt |
| mit drei und mehr Kindern | 11,9 % | Anteil steigt |
| Betroffene minderjährige Kinder | 113.400 | Statistik 2025 |
| Scheidung nach einjähriger Trennung | 81,0 % | Regelfall |
| Scheidung nach dreijähriger Trennung | 18,0 % | Scheitern wird unwiderlegbar vermutet |
| Sonstige Fälle | 1,0 % | vor Trennungsjahr oder ausländisches Recht |
| Antrag mit Zustimmung des Ehegatten | 90,1 % | Statistik 2025 |
| Antrag von beiden gemeinsam | 5,8 % | Statistik 2025 |
| Antrag ohne Zustimmung | 4,1 % | Statistik 2025 |
So wenig geheiratet wie nie
348.800 Eheschließungen sind der niedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe 1950. Der Rückgang zum Vorjahr fällt mit 403 Ehen zwar minimal aus, der langfristige Trend ist aber eindeutig: gegenüber 2003 ein Minus von 8,9 %.
Scheidungen steigen leicht, bleiben aber niedrig
130.100 Scheidungen bedeuten ein Plus von 0,6 %. Gemessen an 2003, dem Höchststand seit der deutschen Vereinigung, sind es 39,2 % weniger. Den bisherigen Tiefpunkt markierte 2023, seitdem steigt die Zahl leicht.
Mehr Familien mit zwei und mehr Kindern
Von den Scheidungen mit minderjährigen Kindern entfielen 47,6 % auf Familien mit einem Kind, 40,5 % auf zwei und 11,9 % auf drei oder mehr. Der Anteil der Ein-Kind-Fälle sinkt langfristig, die größeren Familien nehmen zu.
Späte Scheidungen häufiger
16,0 % der Ehen wurden im Jahr der Silberhochzeit oder später geschieden – rund 20.800 Fälle. In den 1990er Jahren lag dieser Anteil noch bei 10 bis 11 %. Seit Mitte der 2010er Jahre bewegt er sich zwischen 16 und 18 %.
Die Ehe für alle im zehnten Jahr
8.900 gleichgeschlechtliche Ehen wurden 2025 geschlossen, etwas mehr als 2024. Gleichzeitig stieg die Zahl der Scheidungen gleichgeschlechtlicher Paare um 10,0 % auf rund 1.700 – ein zu erwartender Effekt, da die Ehe für alle erst im Oktober 2017 eingeführt wurde und die Ehen nun ein Alter erreichen, in dem Trennungen häufiger werden.
Methodenhinweis zur Vergleichbarkeit
Ab dem Berichtsjahr 2025 wendet Destatis bei der Eheschließungsstatistik die Cell-Key-Methode zur statistischen Geheimhaltung an. Dabei werden Fallzahlen leicht überlagert, etwa um plus zwei oder minus eins. Kleine Abweichungen gegenüber früheren Auswertungen sind dadurch möglich.
FAQ
Wie viele Scheidungen gab es 2025 in Deutschland?
Rund 130.100 Ehen wurden 2025 durch richterlichen Beschluss geschieden. Das waren 716 oder 0,6 % mehr als 2024, aber 39,2 % weniger als 2003.
Wie viele Ehen wurden 2025 geschlossen?
348.800 – der niedrigste Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. Gegenüber 2024 ist das ein Minus von 403 Ehen oder 0,1 %.
Wie hoch ist die Scheidungsrate?
2025 wurden 1,56 Ehen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschieden, nach 1,54 im Jahr 2024.
Wie lange halten Ehen im Schnitt?
Die 2025 geschiedenen Paare waren im Durchschnitt 14 Jahre und 7 Monate verheiratet. 16,0 % der Scheidungen erfolgten im Jahr der Silberhochzeit oder später.
Wie viele Kinder sind betroffen?
113.400 Minderjährige erlebten 2025 die Scheidung ihrer Eltern. Bei 51,7 % aller Scheidungen waren minderjährige Kinder beteiligt, das entspricht rund 67.200 Fällen.
Muss man vor der Scheidung getrennt leben?
In der Regel ja. 81,0 % der Scheidungen erfolgten nach einer einjährigen Trennungszeit, 18,0 % nach dreijähriger Trennung, bei der das Scheitern der Ehe unwiderlegbar vermutet wird. Nur 1,0 % entfielen auf Sonderfälle.
Wie viele gleichgeschlechtliche Ehen werden geschieden?
2025 waren es rund 1.700 Paare, 10,0 % mehr als im Vorjahr. Das entspricht 1,3 % aller Scheidungen. Die Ehe für alle wurde im Oktober 2017 eingeführt.
Woher stammen die Daten?
Aus der Statistik der Eheschließungen und der Statistik der Ehescheidungen des Statistischen Bundesamtes für das Berichtsjahr 2025, veröffentlicht am 26. Juni 2026.
Quellen
- Destatis PD26/220 (26.06.2026): 0,6 % mehr Scheidungen und 0,1 % weniger Eheschließungen im Jahr 2025
- Destatis: Eheschließungen, Ehescheidungen und Lebenspartnerschaften
- GENESIS-Online: Statistik der Ehescheidungen (12631)
- GENESIS-Online: Statistik der Eheschließungen (12611)
Stand: 29.07.2026 · Datenquelle Destatis, Berichtsjahr 2025
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