Erneuerbarer Strom 2025: 58,6 % Anteil — Destatis-Jahresbilanz
Im Jahr 2025 stammten 58,6 % des in Deutschland erzeugten und ins Netz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien (2024: 59,5 %). Windkraft blieb mit 30,0 % wichtigste Quelle; Photovoltaik (16,0 %) und Erdgas (16,1 %) erreichten neue Höchstwerte. Im 3. Quartal 2025 lag der EE-Anteil mit 64,1 % auf einem Quartalsrekord.
EE-Anteil am Bruttostromverbrauch (EEG-Ziel) 2010–2025
Strommix 2025 (Anteile)
EE-Technologien 2025 (Anteil %)
Stromeinspeisung TWh: EE vs. konventionell
EU-Vergleich EE-Anteil
Eckdaten EE-Strom 2025
| Quelle | Anteil 2025 | Mrd. kWh |
|---|---|---|
| Windkraft | 30,0 % | 131,3 |
| Photovoltaik | 16,0 % | 70,1 |
| Erdgas | 16,1 % | 70,6 |
| Wasserkraft | 3,6 % | 15,8 |
| Biomasse u. sonst. EE | 9,0 % | ≈39,7 |
| EE gesamt | 58,6 % | 256,9 |
| Kohle u. a. konventionelle | 25,3 % | ≈110,7 |
| Konventionell gesamt | 41,4 % | 181,3 |
| Gesamt (eingespeist) | 100 % | 438,2 |
| Q3 2025 (EE-Quartalsrekord) | 64,1 % | — |
| EE-Ziel 2030 (Bruttostromverbrauch) | 80 % | — |
Jahresbilanz 2025
Im Jahr 2025 lag der EE-Anteil bei 58,6 % (eingespeist), im 3. Quartal sogar bei 64,1 %. Treiber sind der PV-Zubau und der Kohleausstieg; das 2030-Ziel (80 % des Bruttostromverbrauchs) bleibt anspruchsvoll.
Wind führt, PV legt zu
Windkraft blieb mit 30,0 % wichtigste Quelle, lieferte aber 3,6 % weniger Strom (schwaches Windjahr). Photovoltaik wuchs um 17,4 % auf 16,0 % — ein neuer Höchstwert seit 2018.
Konventionell wieder gestiegen
Konventioneller Strom legte 2025 auf 41,4 % zu (+3,6 % Menge). Erdgas erreichte mit 16,1 % einen Höchstwert (2022: 11,5 %). Atomstrom: 0 % seit dem Ausstieg im April 2023.
FAQ
Wie hoch war der EE-Anteil 2025?
Im Gesamtjahr 2025 stammten 58,6 % des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien (Destatis, vorläufig; 2024: 59,5 %). Im 3. Quartal 2025 lag der Anteil mit 64,1 % auf einem Quartalsrekord. Wichtigste Quelle war Windkraft (30,0 %), gefolgt von PV und Erdgas (je rund 16 %).
Klimaziel 2030?
Ziel ist ein EE-Anteil von 80 % am Bruttostromverbrauch bis 2030. Am Bruttostromverbrauch lag der Anteil 2025 bei rund 55 % (UBA), gemessen an der Netto-Einspeisung bei 58,6 % (Destatis). Netzausbau und Speicher bleiben zentrale Engpässe.
Was hat sich 2025 verändert?
Treiber war vor allem die Photovoltaik (+17,4 % auf 70,1 Mrd. kWh). Windkraft blieb führend, lieferte aber wegen eines schwachen Windjahres 3,6 % weniger Strom. Wasserkraft sank deutlich (−22,5 %), Erdgas stieg auf einen Höchstwert.
Atomstrom?
0 % seit Atomausstieg April 2023 (Isar 2, Emsland, Neckarwestheim 2). Keine Rückkehr geplant.
EU-Vergleich?
Deutschland liegt beim EE-Stromanteil im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter sind Dänemark und Schweden (rund 78–79 %); der EU-Schnitt liegt bei knapp der Hälfte.
Quellen
- Destatis – Stromerzeugung 2025 (PM 073, 06.03.2026)
- Destatis – Stromerzeugung 3. Quartal 2025 (64,1 %)
- Destatis – Energie
- UBA Erneuerbare
- BMWK
Stand: 06.06.2026 · Destatis Stromerzeugung 2025 (vorläufig)
