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Erzeugerpreise · August 2026 · 18.09.2026

Erzeugerpreise August 2026: +4,6 % zum Vorjahr, +1,1 % zum Vormonat

Der Anstieg beschleunigt sich weiter: +4,6 % zum Vorjahr nach +3,0 % im Juli, zum Vormonat +1,1 %. Treiber ist die Energie (+8,3 %), dahinter die Vorleistungsgüter (+6,1 %) mit Metallen (+14,8 %). Mineralölerzeugnisse kosten infolge des Iran- und Nahostkriegs 40,5 % mehr als vor einem Jahr, leichtes Heizöl sogar 65,3 %. Ohne Energie beträgt der Anstieg +3,1 %. Verbrauchsgüter sind mit -2,0 % dagegen günstiger als im Vorjahr.

Destatis Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte · Pressemitteilung Nr. 328 vom 18.09.2026

zum Vorjahr Aug 26
+4,6 %
Juli 26: +3,0 %

zum Vormonat August
+1,1 %
Energie +3,2 %

Energie zum Vorjahr
+8,3 %
Mineralöl +40,5 %

Investit.güter
+2,4 %
Maschinen +2,0 %

Vorleistungsgüter
+6,1 %
Metalle +14,8 %

Verbrauchsgüter
-2,0 %
Nahrungsm. -4,3 %

Ohne Energie
+3,1 %
zum Vormonat +0,2 %

Strom zum Vorjahr
+1,7 %
Fernwärme -0,5 %

Erzeugerpreise 2020-2026

Gütergruppen und Treiber zum Vorjahr

Monatsverlauf

Energie-Komponenten Polar

Erzeuger vs. VPI vs. Großhandel

Eckdaten August 2026

Indikator zum Vorjahr zum Vormonat
Erzeugerpreise gesamt +4,6 % +1,1 %
Vorleistungsgüter +6,1 % +0,2 %
Investitionsgüter +2,4 % +0,2 %
Gebrauchsgüter +2,1 % +0,1 %
Verbrauchsgüter -2,0 % +0,2 %
Ohne Energie +3,1 % +0,2 %
Energie +8,3 % +3,2 %
Mineralölerzeugnisse +40,5 % +4,9 %
  darunter leichtes Heizöl +65,3 % —
  darunter Rohbenzin (Naphtha) +44,4 % —
  darunter Kraftstoffe +37,7 % —
Erdgas (Verteilung) +7,5 % —
Strom +1,7 % —
Fernwärme -0,5 % —
Metalle +14,8 % —
  darunter Edelmetalle +34,6 % —
  darunter Kupfer und Halbzeug +34,6 % —
  darunter Roheisen, Stahl, Ferrolegierungen +6,9 % —
Chemische Grundstoffe +11,2 % —
Düngemittel +8,4 % —
Holz, Holz- und Korkwaren +7,1 % —
  darunter Pellets, Briketts, Scheite +36,6 % —
Papier, Pappe und Waren daraus +0,7 % —
Nahrungsmittel -4,3 % —
  darunter Butter -40,5 % —
  darunter Schweinefleisch -16,3 % —
  darunter Rindfleisch -9,3 % —
  darunter pflanzliche Öle +17,5 % —

Anstieg beschleunigt sich erneut

Mit +4,6 % zum Vorjahr liegt die Rate 1,6 Punkte über dem Juli (+3,0 %). Zum Vormonat beträgt der Zuwachs 1,1 %. Getragen wird er von der Energie (+8,3 %) und den Vorleistungsgütern (+6,1 %); ohne Energie bleiben +3,1 %.

Mineralöl treibt die Energie

Energie kostete im August 8,3 % mehr als vor einem Jahr, zum Vormonat 3,2 % mehr. Ausschlaggebend sind die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten: Mineralölerzeugnisse +40,5 %, leichtes Heizöl +65,3 %, Rohbenzin +44,4 %, Kraftstoffe +37,7 %. Erdgas legte 7,5 % zu, Strom 1,7 %, Fernwärme wurde 0,5 % günstiger.

Vorlauf zum Verbraucherpreisindex

Erzeugerpreise wirken mit rund sechs bis neun Monaten Verzögerung auf die Verbraucherpreise. Der VPI lag im August 2026 bei +2,9 % nach +2,8 % im Juli. Der Erzeugerpreis-Anstieg auf +4,6 % deutet darauf hin, dass der Preisdruck vorerst nicht nachlässt – wobei die Verbrauchsgüter mit -2,0 % gegenläufig bleiben.

FAQ

Wie hoch sind die Erzeugerpreise im August 2026?

+4,6 % zum Vorjahr und +1,1 % zum Vormonat. Den Anstieg tragen vor allem die Energie (+8,3 %) und die Vorleistungsgüter (+6,1 %). Ohne Energie beträgt der Zuwachs +3,1 %.

Was sind Erzeugerpreise?

Verkaufspreise inländischer Hersteller für Produkte ab Werk. Vorindikator für VPI.

Warum zieht der Anstieg an?

Zwei Blöcke wirken zusammen. Bei den Vorleistungsgütern (+6,1 %) sind Metalle mit +14,8 % der Treiber, darunter Edelmetalle und Kupfer mit jeweils +34,6 %; chemische Grundstoffe kosten 11,2 % mehr. Hinzu kommt die Energie mit +8,3 % — Mineralölerzeugnisse allein +40,5 %.

Wann kommen die nächsten Daten?

Die August-Werte sind am 18.09.2026 erschienen (Pressemitteilung Nr. 328). Die September-Werte folgen voraussichtlich um den 20.10.2026. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats, Basisjahr ist 2021.

Wirkung auf den VPI?

Erzeugerpreise wirken mit rund sechs bis neun Monaten Verzögerung auf die Verbraucherpreise. Der VPI lag im August 2026 bei +2,9 % nach +2,8 % im Juli; der Erzeugerpreis-Anstieg auf +4,6 % deutet darauf hin, dass der Preisdruck vorerst nicht nachlässt.

Quellen

Stand: 20.09.2026 · Destatis PM Nr. 328 vom 18.09.2026