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Erzeugerpreise · Juli 2026 · 20.08.2026

Erzeugerpreise Juli 2026: +3,0 % zum Vorjahr, +1,1 % zum Vormonat

Der Anstieg beschleunigt sich deutlich: +3,0 % zum Vorjahr nach +1,8 % im Juni, zum Vormonat +1,1 %. Diesmal ziehen beide Seiten an — Vorleistungsgüter (+5,4 %, Metalle +12,6 %) und Energie (+3,8 %), die im Juni noch fast stillstand. Mineralölerzeugnisse kosten 31,4 % mehr als vor einem Jahr. Ohne Energie beträgt der Anstieg +2,7 %.

Destatis Erzeugerpreisindex PD26/298 · v. 20.08.2026

zum Vorjahr Juli 26
+3,0 %
Juni 26: +1,8 %

zum Vormonat Juli
+1,1 %
Energie +3,4 %

Energie zum Vorjahr
+3,8 %
Mineralöl +31,4 %

Investit.güter
+2,3 %
Maschinen +2,0 %

Vorleistungsgüter
+5,4 %
Metalle +12,6 %

Verbrauchsgüter
-2,3 %
Nahrungsm. -4,6 %

Ohne Energie
+2,7 %
zum Vormonat +0,1 %

Strom zum Vorjahr
-1,6 %
Fernwärme -0,7 %

Erzeugerpreise 2020-2026

Gütergruppen zum Vorjahr

Monatsverlauf

Energie-Komponenten Polar

Erzeuger vs. VPI vs. Großhandel

Eckdaten Juli 2026

Indikator zum Vorjahr zum Vormonat
Erzeugerpreise gesamt +3,0 % +1,1 %
Vorleistungsgüter +5,4 % +0,1 %
Investitionsgüter +2,3 % +0,2 %
Gebrauchsgüter +2,0 % +0,3 %
Verbrauchsgüter -2,3 % -0,3 %
Energie +3,8 % +3,4 %
Mineralölerzeugnisse +31,4 % +6,6 %
  darunter leichtes Heizöl +52,0 %
  darunter Kraftstoffe +29,4 %
Strom -1,6 %
Erdgas (Verteilung) +1,6 %
Metalle +12,6 %
  darunter Edelmetalle +31,8 % -8,5 %
  darunter Kupfer und Halbzeug +28,7 %
Chemische Grundstoffe +11,5 %
Nahrungsmittel -4,6 %
  darunter Butter -41,4 %
  darunter Schweinefleisch -22,2 %
Ohne Energie +2,7 % +0,1 %

Anstieg beschleunigt sich

Mit +3,0 % zum Vorjahr liegt der Juli deutlich über dem Juni (+1,8 %) und dem Mai (+2,2 %). Zum Vormonat steigen die Preise um 1,1 %. Anders als im Juni tragen jetzt beide Seiten bei: Vorleistungsgüter bleiben mit +5,4 % der stärkste Block (Metalle +12,6 %, chemische Grundstoffe +11,5 %), und die Energie dreht von +0,4 % auf +3,8 %.

Energie dreht ins Plus

Nach Monaten der Entlastung kostet Energie wieder 3,8 % mehr als vor einem Jahr, zum Vormonat sogar 3,4 % mehr. Getrieben wird das von den Mineralölerzeugnissen (+31,4 % zum Vorjahr, +6,6 % zum Vormonat), auch bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten: leichtes Heizöl +52,0 %, Rohbenzin (Naphtha) +34,6 %, Kraftstoffe +29,4 %. Erdgas liegt mit +1,6 % erstmals wieder über Vorjahr, während Strom (-1,6 %) und Fernwärme (-0,7 %) weiter darunter bleiben.

Vorlauf zum Verbraucherpreisindex

Erzeugerpreise sind ein Frühindikator: Wendepunkte schlagen erfahrungsgemäß mit sechs bis neun Monaten Verzögerung auf den Verbraucherpreisindex durch. Dieser lag im Juli 2026 bei +2,8 % nach +2,3 % im Juni — beide Reihen zeigen also nach oben, angetrieben von derselben Energiekomponente.

FAQ

Erzeugerpreise Juli 26?

+3,0 % zum Vorjahr und +1,1 % zum Vormonat. Den Anstieg tragen vor allem Vorleistungsgüter (+5,4 %) und Energie (+3,8 %). Ohne Energie beträgt der Zuwachs +2,7 %.

Was sind Erzeugerpreise?

Verkaufspreise inländischer Hersteller für Produkte ab Werk. Vorindikator für VPI.

Warum zieht der Anstieg an?

Zwei Blöcke wirken zusammen. Bei den Vorleistungsgütern (+5,4 %) sind Metalle mit +12,6 % der Treiber, darunter Edelmetalle mit +31,8 % und Kupfer mit +28,7 %; chemische Grundstoffe kosten 11,5 % mehr. Hinzu kommt die Energie, die von +0,4 % im Juni auf +3,8 % springt — Mineralölerzeugnisse allein +31,4 %.

Nächste Daten?

Die Juli-Werte sind am 20.08.2026 erschienen (Pressemitteilung Nr. 298). Die August-Werte folgen voraussichtlich um den 20.09.2026.

Wirkung auf den VPI?

Erzeugerpreise wirken mit rund sechs bis neun Monaten Verzögerung auf die Verbraucherpreise. Der VPI lag im Juli 2026 bei +2,8 % nach +2,3 % im Juni; der jetzige Erzeugerpreis-Anstieg deutet darauf hin, dass der Preisdruck vorerst nicht nachlässt.

Quellen

Stand: 24.08.2026 · Destatis PD26/298, 20.08.2026