Aktuelle Statistiken und News
DESTATIS – GEBURTEN STERBEFAELLE 2025 – REKORDTIEF

Geburten 2025: 654.300 – niedrigster Stand der Nachkriegszeit

4. Geburtenrückgang in Folge: -3,4 % vs. 2024 (677.117). Geburten-Sterbefall-Bilanz: -352.000 – größtes Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Ostdeutsche Länder stärker (-4,5 %) als West (-3,2 %). Ursachen: kleine 1990er-Jahrgänge im fertilen Alter + sinkende Geburtenrate seit 2022. Sterbefälle 1,01 Mio. (stabil). Finale Detaildaten für Juli 2026 erwartet.

Destatis PD26_146 (28.04.2026) – vorläufige Jahresdaten 2025

Geburten 2025
654.300
-3,4 % zum Vorjahr – Nachkriegstief

zum Vorjahr Rückgang
-22.800
4. Jahr in Folge

Sterbefälle 2025
1,01 Mio
stabil zum Vorjahr

Bilanz Geb./Sterbe
-352.000
größtes Defizit Nachkriegsz.

Geburtenrate (TFR)
1,32
Kinder/Frau – Rekordtief

Geburten Ost
-4,5 %
zum Vorjahr (ohne Berlin)

Geburten West
-3,2 %
zum Vorjahr

Pro Tag
1.793
Geburten – 4 weniger pro Stunde

Saeuglingssterbe
2.180
3,3 pro 1.000 Geb.

Mädchen-Anteil
48,7 %
vs. 51,3 % Jungen

Durchschnittsalter
32,1
Mutter bei Geburt – Rekord

Mehrlinge
20.450
3,1 % aller Geburten

Geburten Deutschland 1990-2025

Absolute Zahlen – 4. Rückgang in Folge, Nachkriegstief 2025

Geburten vs. Sterbefälle 2010-2025

Geburtenrate TFR seit 2000

Ost/West-Vergleich Geburten 2025

EU-Vgl. Geburtenrückgang 2025

Detail 2025 – Geburten + Sterbefälle

Tausend – zum Vorjahr-Veränderung vs. 2024

Kennzahl 2025 2024 zum Vorjahr % zum Vorjahr abs
Geburten gesamt 654.300 677.117 -3,4 % -22.817
Sterbefälle gesamt 1.006.500 1.011.220 -0,5 % -4.720
Bilanz Geb./Sterbe -352.200 -334.103 -5,4 % -18.097
Westliche Bundesländer (o. Berlin) 540.500 558.450 -3,2 % -17.950
Oestliche Bundesländer (o. Berlin) 73.800 77.260 -4,5 % -3.460
Berlin 40.000 41.407 -3,4 % -1.407
Geburtenrate (TFR) 1,32 1,35 -2,2 % -0,03
Durchschnittsalter Mutter 32,1 32,0 +0,1 +0,1
Saeuglingssterbe 2.180 2.240 -2,7 % -60
Mehrlingsgeburten 20.450 21.180 -3,4 % -730

Sterbefälle 2010-2025

Alter Mutter bei Geburt 2000-2025

Kleine 1990er-Jahrgänge

Kohorte 1990-1995 (heute 30-35) ist 30 % kleiner als 1960er-Jahrgang. Selbst bei gleicher Geburtenrate weniger Geburten. Mathematisch unausweichlich noch 5-7 Jahre.

TFR-Tief 1,32

Geburtenrate (Total Fertility Rate) fällt seit 2022 (1,58) auf 1,32 in 2025 – niedrigster Wert seit Beginn der Aufzeichnung. Hauptursachen: Wirtschaftskrise + Wohnungsmangel + Ukraine-Krieg/Inflation-Sorgen.

Ost stärker betroffen

Ost -4,5 % vs. West -3,2 %. Abwanderung junger Frauen aus Sachsen/Thüringen/MeckPomm. Sachsen-Anhalt nur noch 12.500 Geburten/Jahr – DDR-Tief 1994 lag bei 25.000.

Geburten nach Bundesländern 2025

Geburten-Saldo 2000-2025

FAQ – Geburten Deutschland

Was bedeutet „Geburtenrate 1,32“?

Total Fertility Rate (TFR): durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau im Leben. 1,32 = jede Frau bekommt im Durchschnitt 1,32 Kinder. Bestandserhaltung benötigt 2,10. Niedrigster Wert seit Beginn der modernen Aufzeichnung 1950.

Warum sinken Geburten seit 2022?

Fünf Faktoren: (1) Klein-1990er-Jahrgänge im fertilen Alter. (2) Energiepreiskrise + Inflation 2022-23 – Familienplanung verschoben. (3) Wohnungsknappheit. (4) Ukraine-Krieg + geopolitische Unsicherheit. (5) Pandemie-Nachwirkung ohne Erholung der Geburten.

Was bedeutet -352k für Demografie?

Pro Jahr fehlen netto 352.000 Deutsche – nur durch Zuwanderung wird Bevölkerung nicht stark schrumpfen. Bei jährlich 220k Netto-Zuwanderung 2025 bleibt -132k Bevölkerungsrückgang. Strukturell: bis 2070 sinkt Erwerbsbevölkerung um 10 Mio. (Bundesinst. für Bevölkerungsforsch.).

Wann kommen mehr Geburten?

Erholung erwartet erst ab 2030 mit Eintritt der großen Jahrgänge 2002-2008 ins fertile Alter. Aber: nur wenn TFR auf >1,5 steigt. Bundesregierungsprognose: 660-700k Geburten/Jahr bis 2035. Definitiver Tiefpunkt 2025-2027 erwartet.

Datenquellen

Stand: 17.05.2026 – Destatis 28.04.2026 (vorläufig). Final Juli 2026.