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Gender Pay Gap · 2025 · Verdienst-Monitor

Gender Pay Gap 2025: Frauen verdienen 16 % weniger pro Stunde

Frauen verdienten 2025 in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 16 % weniger als Männer – unverändert zum Vorjahr. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst lag bei 22,81 € (Frauen) gegenüber 27,05 € (Männer). Der bereinigte Gender Pay Gap – bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation – betrug 6 %.

Berichtsjahr 2025 · unbereinigt 16 % · bereinigt 6 % · Quelle: Statistisches Bundesamt · Stand 17.07.2026
Gender Pay Gap
16 %
unbereinigt, wie 2024
Bereinigt
6 %
gleiche Tätigkeit/Qualifikation
Verdienst Frauen
22,81 €
brutto je Stunde
Verdienst Männer
27,05 €
brutto je Stunde
Differenz
4,24 €
je Stunde weniger
Westdeutschland
17 %
unbereinigt
Ostdeutschland
5 %
unbereinigt
Öffentl. Dienst
4 %
vs. 17 % Privatwirtschaft
Gap 2006
23 %
Ausgangswert
Gender Gap Arbeitsmarkt
37 %
Gesamt-Bruttojahresverdienst
Rückgang 2024
-2 ppt
größter Sprung seit 2006
Frauen je 1 €
84 ct
der Männer-Stunde

Gender Pay Gap im Zeitverlauf

Unbereinigter Verdienstunterschied in Prozent, 2006 bis 2025

Unbereinigt vs. bereinigt 2025

Bruttostundenverdienst 2025

Gap nach Region & Sektor (unbereinigt)

Drei Kennzahlen der Lohnlücke

Ost- vs. Westdeutschland im Vergleich

Verdienstanteil Frauen an Männer-Stunde

Detailtabelle: Gender Pay Gap Deutschland

Unbereinigter Verdienstunterschied, ausgewählte Jahre (in %)

Jahr20062014201820202022202320242025
Gender Pay Gap (unbereinigt)2322201818181616
Bereinigt (ca.)·7666666

Hinweis: Bis 2021 Vierjahres-Verdiensterhebung, ab 2022 neue monatliche Verdiensterhebung – Werte sind daher nicht durchgehend methodisch identisch.

Einordnung & Hintergrund

Was der Gender Pay Gap misst – und was nicht

Unbereinigt vs. bereinigt

Der unbereinigte Gap (16 %) vergleicht den durchschnittlichen Stundenverdienst aller Frauen und Männer. Der bereinigte Gap (6 %) berücksichtigt Unterschiede bei Beruf, Qualifikation, Erwerbsbiografie und Umfang – der unerklärte Rest.

Ost-West-Kluft

Der Gap ist im Westen (17 %) mehr als dreimal so hoch wie im Osten (5 %). Historisch arbeiten ostdeutsche Frauen häufiger in Vollzeit und in besser bezahlten Bereichen des öffentlichen Sektors.

Struktureffekte

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, in schlechter bezahlten Branchen und seltener in Führungspositionen. Diese Struktureffekte erklären den Großteil des unbereinigten Gaps.

Öffentlich vs. privat

Im öffentlichen Dienst liegt der Gap bei nur 4 %, in der Privatwirtschaft bei 17 %. Tarifbindung und transparente Entgeltstrukturen verringern die Lücke deutlich.

37 % Gender Gap Arbeitsmarkt

Beim gesamten Bruttojahresverdienst – inklusive Teilzeit und Erwerbsunterbrechungen – beträgt die Lücke sogar 37 %. Dieser "Gender Gap Arbeitsmarkt" zeigt die kumulierten Nachteile über das Erwerbsleben.

Stagnation seit 2024

2024 fiel der Gap erstmals deutlich – von 18 auf 16 % – der größte Rückgang seit Beginn der Messung 2006. 2025 blieb er unverändert. Der Abbau hat sich damit verlangsamt.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Gender Pay Gap?

Der Gender Pay Gap ist der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst zwischen Männern und Frauen. 2025 lag er unbereinigt bei 16 %: Frauen verdienten 22,81 €, Männer 27,05 € pro Stunde.

Was ist der Unterschied zwischen unbereinigt und bereinigt?

Der unbereinigte Gap (16 %) vergleicht alle Beschäftigten. Der bereinigte Gap (6 %) vergleicht Frauen und Männer mit gleicher Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie – er zeigt den Teil der Lücke, der sich nicht durch messbare Faktoren erklären lässt.

Warum ist der Gap im Osten so viel kleiner?

In Ostdeutschland liegt der Gap bei 5 %, im Westen bei 17 %. Ostdeutsche Frauen arbeiten häufiger in Vollzeit, seltener in schlecht bezahlter Teilzeit und öfter im tarifgebundenen öffentlichen Sektor.

Sinkt der Gender Pay Gap?

Langfristig ja: von 23 % (2006) auf 16 % (2025). Der größte Sprung kam 2024 (−2 Prozentpunkte). 2025 stagnierte der Wert jedoch, der Rückgang hat sich verlangsamt.

Was ist der Gender Gap Arbeitsmarkt?

Er misst die Lücke beim gesamten Bruttojahresverdienst und berücksichtigt zusätzlich Teilzeit und Erwerbsunterbrechungen. Diese Kennzahl lag 2025 bei 37 % und zeigt die kumulierten Verdienstnachteile von Frauen.

Woher stammen die Daten?

Die Zahlen stammen aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts. Seit 2022 wird der Gap aus der monatlichen Verdiensterhebung berechnet, davor aus der vierjährlichen Verdienststrukturerhebung.