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GfK/NIM Konsumklima · August 2026 · Verbraucher-Monitor

GfK-Konsumklima August 2026: -29,6 Punkte – Einkommenserwartung bricht ein

Das Konsumklima in Deutschland gibt wieder leicht nach: Für August 2026 prognostizieren GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) -29,6 Punkte nach revidiert -29,3 im Vormonat. Auffällig ist die Gegenbewegung im Inneren: Die Anschaffungsneigung sprang um 3,5 Punkte auf -9,9, die Konjunkturerwartung verbesserte sich zum dritten Mal in Folge. Gebremst wird beides von der Einkommenserwartung, die um 2,3 Punkte auf -14,5 einbrach, und von einer Sparneigung, die um 3,1 auf 17 Punkte kletterte.

Prognose August 2026 · rund 2.000 Verbraucherinterviews vom 2. bis 13. Juli 2026 im Auftrag der EU-Kommission · Quelle: GfK / NIM · Stand 29.07.2026
Konsumklima
-29,6
▼ -0,3 zum Vormonat
Anschaffungsneigung
-9,9
▲ +3,5 – stärkster Zuwachs
Einkommenserwartung
-14,5
▼ -2,3
Konjunkturerwartung
verbessert
▲ dritter Anstieg in Folge
Sparneigung
17,0
▲ +3,1 – hoher Stand
Vormonat (rev.)
-29,3
Juli 2026
Befragte
rund 2.000
2. bis 13. Juli 2026
Stand
29.07.
2026

Konsumklima im Verlauf

GfK/NIM Konsumklima-Indikator (Punkte), ausgewählte Monate

Komponenten August 2026

Komponenten: Juli → August

Konsumklima letzte Monate

Anschaffung vs. Einkommenserwartung

Detailtabelle: Konsumklima & Komponenten

GfK/NIM, Juli gegen August 2026 (Punkte)

IndikatorJuli 2026August 2026Veränderung
Konsumklima (Gesamt)-29,3-29,6-0,3
Anschaffungsneigung-13,4-9,9+3,5
Einkommenserwartung-12,2-14,5-2,3
Sparneigung13,917,0+3,1
Konjunkturerwartung-8,7verbessert3. Anstieg in Folge

Einordnung & Hintergrund

Was das Konsumklima über die Kauflaune verrät

Der Index tritt auf der Stelle

Mit -29,6 Punkten liegt die Verbraucherstimmung praktisch dort, wo sie schon im Juni und Juli lag. Seit dem Jahrestief im Mai (-33,3) hat sich der Indikator erholt, bewegt sich seither aber in einem engen Band um die Marke von minus 29.

Anschaffungsneigung springt

Mit einem Plus von 3,5 Punkten auf -9,9 legt die Anschaffungsneigung so deutlich zu wie keine andere Komponente. Größere Käufe werden also wieder eher erwogen – nur schlägt sich das im Gesamtindex nicht nieder, weil die Einkommensseite gegenläufig ist.

Sparen statt kaufen

Die Sparneigung stieg um 3,1 auf 17,0 Punkte und liegt damit im langfristigen Vergleich hoch. Wer spart, konsumiert nicht – das ist der eigentliche Bremsklotz für die Binnenkonjunktur, nicht die fehlende Kauflust.

Einkommen erholt sich

Die Einkommenserwartung stieg auf -12,2 (+0,8). Reallohnzuwächse und eine nachlassende Inflation stärken die gefühlte Kaufkraft – allerdings von niedrigem Niveau aus.

Frühindikator für den Handel

Das Konsumklima gilt als Frühindikator für die privaten Konsumausgaben, die rund die Hälfte des BIP ausmachen. Es wird von Handel und Prognostikern intensiv beobachtet.

So entsteht der Index

GfK und NIM befragen monatlich rund 2.000 Verbraucher. Aus Einkommens-, Konjunktur- und Sparneigung sowie der Anschaffungsneigung wird der Konsumklima-Indikator als Prognose für den Folgemonat berechnet.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist das GfK-Konsumklima?

Das Konsumklima ist ein monatlicher Indikator für die Verbraucherstimmung in Deutschland, erhoben von der GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM). Es basiert auf der Befragung von rund 2.000 Personen und prognostiziert die Konsumausgaben für den Folgemonat.

Was bedeutet der Wert von -29,6?

Der Indikator schwankt um eine langfristige Null-Linie. Negative Werte signalisieren eine unterdurchschnittliche Konsumstimmung. -29,6 Punkte bedeuten eine sehr zurückhaltende Kauflaune. Der Wert bewegt sich seit drei Monaten in einem engen Band und zeigt damit weder Erholung noch weitere Verschlechterung.

Aus welchen Komponenten besteht der Index?

In das Konsumklima fließen die Einkommenserwartung, die Konjunkturerwartung, die Anschaffungsneigung und die Sparneigung ein. Steigende Sparneigung wirkt dämpfend, steigende Anschaffungs- und Einkommensindikatoren wirken positiv.

Warum ist die Kauflaune so gedrückt?

Hohe Preise der vergangenen Jahre, Unsicherheit über Arbeitsplätze und Konjunktur sowie geopolitische Krisen belasten die Stimmung. Viele Haushalte sparen vorsorglich, statt größere Anschaffungen zu tätigen.

Wann kommt der nächste Wert?

GfK und NIM veröffentlichen das Konsumklima jeweils gegen Ende des Monats. Die August-Prognose 2026 erscheint Ende Juli 2026.

Wie verlässlich ist der Indikator?

Das Konsumklima ist ein Stimmungsindikator und keine amtliche Statistik. Es zeigt Tendenzen im Konsumverhalten früh an, kann kurzfristige Ausschläge aber überzeichnen. Aussagekräftig ist der Trend über mehrere Monate.

Datenquellen

Stand: 29.07.2026 · GfK/NIM Konsumklima-Prognose August 2026