Großhandelspreise September 2026: +8,7 % zum Vorjahr
Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im September 2026 um 8,7 % über dem Vorjahresmonat – nach +6,8 % im August und +5,3 % im Juli. Einen höheren Anstieg gab es zuletzt im Februar 2023 (+9,5 %). Gegenüber August stiegen die Preise um 1,9 %. Ausschlaggebend sind laut Destatis weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten: Mineralölerzeugnisse kosteten 48,8 % mehr als vor einem Jahr, Nicht-Eisen-Metalle 24,9 %, Getreide und Futtermittel 19,3 %, chemische Erzeugnisse 16,4 %.
Großhandelspreise zum Vorjahresmonat seit 2023
Insgesamt und Mineralölerzeugnisse, in %
Grafikdaten zur Destatis-PM Nr. 368 (aktueller Datenstand, Basis 2021).
Branchen September 2026 zum Vorjahresmonat (%)
Branchen September 2026 zum Vormonat (%)
Großhandel insgesamt: die letzten 13 Monate (%)
Großhandels- und Verbraucherpreise zum Vorjahr (%)
Verbraucherpreise: Destatis-VPI, berechnet aus den Grafikdaten zu PM Nr. 364.
Eckdaten Großhandelspreise September 2026
Quelle: Destatis PM Nr. 368 vom 14.10.2026.
| Großhandel mit | zum Vorjahresmonat | zum Vormonat |
|---|---|---|
| Insgesamt | +8,7 % | +1,9 % |
| Mineralölerzeugnissen | +48,8 % | +10,5 % |
| Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Halbzeug | +24,9 % | +2,1 % |
| Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln | +19,3 % | +6,5 % |
| Chemischen Erzeugnissen | +16,4 % | +1,7 % |
| Datenverarbeitungs- und peripheren Geräten | +12,1 % | +0,8 % |
| Fleisch und Fleischwaren | -6,0 % | +1,4 % |
| Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten | -9,7 % | +0,6 % |
| Lebenden Tieren | -15,1 % | +5,0 % |
Höchste Rate seit Februar 2023
Mit +8,7 % liegt die Teuerung im Großhandel 1,9 Punkte über August und 3,4 Punkte über Juli.
Mineralöl als Haupttreiber
Mineralölerzeugnisse kosteten im Großhandel 48,8 % mehr als vor einem Jahr und 10,5 % mehr als im August. Hintergrund sind laut Destatis die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten.
Auch Metalle und Agrarrohstoffe teurer
Nicht-Eisen-Erze und -Metalle verteuerten sich um 24,9 %, Getreide, Saatgut und Futtermittel um 19,3 % – bei Letzteren allein 6,5 % binnen eines Monats.
Lebensmittel billiger als vor einem Jahr
Lebende Tiere (-15,1 %), Milch, Eier und Fette (-9,7 %) sowie Fleisch (-6,0 %) lagen unter dem Vorjahresniveau, zogen gegenüber August aber wieder an.
Vorlauf für die Verbraucherpreise
Großhandelspreise geben Hinweise auf die Preisentwicklung auf späteren Handelsstufen. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,3 %.
Was erfasst wird
Der Index misst die Verkaufspreise des Großhandels im Inland (ohne Umsatzsteuer) auf der Basis 2021 = 100.
FAQ
Wie stark sind die Großhandelspreise im September 2026 gestiegen?
Um 8,7 % gegenüber September 2025 und um 1,9 % gegenüber August 2026.
Was treibt die Preise?
Vor allem Mineralölerzeugnisse (+48,8 %) sowie Nicht-Eisen-Metalle (+24,9 %), Getreide und Futtermittel (+19,3 %) und chemische Erzeugnisse (+16,4 %).
Was wurde billiger?
Lebende Tiere (-15,1 %), Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (-9,7 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (-6,0 %), jeweils zum Vorjahresmonat.
Wann gab es zuletzt eine höhere Rate?
Im Februar 2023 mit +9,5 % gegenüber Februar 2022.
Wann kommen die Oktober-Zahlen?
Destatis veröffentlicht die Großhandelspreise für Oktober voraussichtlich Mitte November 2026.
Quellen
- Destatis PM Nr. 368: Großhandelspreise September 2026 (14.10.2026)
- Destatis PM Nr. 326: Großhandelspreise August 2026 (15.09.2026)
- Destatis: Großhandelspreise
Stand: 15.10.2026 · Datenquelle Statistisches Bundesamt
