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📦 Import-/Exportpreis-Monitor Juni 2026

Importpreise Juni 2026: +6,1 % – Strom verteuert sich um 70,8 %

Die Einfuhrpreise lagen im Juni 2026 um 6,1 % über dem Vorjahresmonat, nach +6,8 % im Mai und +5,3 % im April. Der Preisdruck lässt damit nach: Zum Vormonat sanken die Importpreise um 0,7 %. Treiber bleibt die Energie mit +23,0 % – allen voran Strom (+70,8 %), Mineralölerzeugnisse (+36,0 %) und Rohöl (+32,1 %). Ohne Energie gerechnet betrug der Anstieg 4,3 %, gegenüber dem Vormonat nur 0,1 %.

📅 Berichtsmonat Juni 2026 · Quelle: Destatis PD26/268 vom 29.07.2026 · Veröffentlichung monatlich · Basisjahr 2021 · Stand: 29.07.2026
Importpreise Juni 26
+6,1 %
zum Vorjahr · nach +6,8 % im Mai
Importpreise z. Vormonat
-0,7 %
gegenüber Mai 2026
Ohne Energie
+4,3 %
zum Vorjahr
Ohne Energie z. Vormonat
+0,1 %
nahezu unverändert
Energie
+23,0 %
zum Vorjahr
Strom
+70,8 %
stärkster Einzelanstieg
Mineralölerzeugnisse
+36,0 %
zum Vorjahr
Rohöl
+32,1 %
zum Vorjahr
Steinkohle
+12,1 %
zum Vorjahr
Erdgas
+8,3 %
zum Vorjahr
Vorleistungsgüter
+10,3 %
zum Vorjahr
Investitionsgüter
+2,9 %
zum Vorjahr, +0,5 % z. Vormonat
April 2026
+5,3 %
zum Vergleich
Mai 2026
+6,8 %
Höchstwert der Reihe
Quelle
PD26/268
29.07.2026
Stand
29.07.
2026

Aktuelle Entwicklung

Import- und Exportpreise zum Vorjahr und nach Gütergruppen

Import- vs. Exportpreise z. Vorjahr (%)

Importpreise nach Gütergruppen z. Vorjahr Juni 26 (%)

Energie treibt die Einfuhrpreise

Energie bleibt der stärkste Preistreiber der Einfuhr

Energie-Einfuhr-Komponenten z. Vorjahr Juni 26 (%)

Import gesamt vs. ohne Energie (%)

Vorleistungsgüter-Detail z. Vorjahr (Stand Mai 26)

Agrargüter & Konsumgüter

Importierte Nahrungsmittel und Konsumgüter überwiegend günstiger als 2025

Importierte Agrargüter z. Vorjahr (Stand Mai 26)

Importierte Nahrungs-/Konsumgüter (Stand Mai 26)

Exportpreise

Auch Ausfuhrpreise vom Energiepreisanstieg geprägt

Exportpreise nach Gütergruppen (Stand Mai 26)

Energie-Ausfuhr-Komponenten (Stand Mai 26)

Veränderung zum Vormonat Juni 26 (%)

Import vs. Export im Vergleich

Gütergruppen und kurzfristige Dynamik

Investitions-/Konsumgüter: Import vs. Export (Stand Mai 26)

Importpreise zum Vormonat Juni 26: Gesamt und ohne Energie

Detail-Tabelle: Einfuhrpreise Juni 2026

Veränderung zum Vorjahr und zum Vormonat nach Gütergruppen

GütergruppeImport z. VorjahrImport z. VormonatExport z. VorjahrExport z. Vormonat
Gesamtindex+6,1 %-0,7 %
Energie+23,0 %
Vorleistungsgüter+10,1 %+1,6 %+5,6 %+1,1 %
Investitionsgüter+2,2 %+0,4 %+1,7 %+0,2 %
Konsumgüter-1,3 %+0,1 %-0,3 %+0,1 %
  Gebrauchsgüter+0,0 %+0,1 %+1,6 %+0,1 %
  Verbrauchsgüter-1,7 %+0,1 %-0,7 %+0,1 %
Landwirtschaftliche Güter-5,5 %-3,1 %-6,5 %-1,5 %
Importindex ohne Energie+4,3 %+0,1 %
Importindex ohne Erdöl/Mineralöl+4,2 %+0,8 %

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Energie bleibt der Treiber

Die Einfuhrpreise für Energie lagen im Juni 2026 um 23,0 % über dem Vorjahr. Am stärksten verteuerte sich elektrischer Strom mit 70,8 %, gefolgt von Mineralölerzeugnissen (+36,0 %), Rohöl (+32,1 %), Steinkohle (+12,1 %) und Erdgas (+8,3 %). Gegenüber dem Mai hat sich der Energiepreisdruck damit spürbar abgeschwächt.

Vorleistungsgüter & Metalle

Vorleistungsgüter waren 7,8 % teurer als im Vorjahr. Besonders Nicht-Eisen-Metalle (+27,6 %) und darunter Edelmetalle (+49,9 %) zogen an. Auch importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen (+22,9 %) verteuerten sich kriegsbedingt deutlich.

Nahrungsmittel günstiger

Importierte Agrar- und Konsumgüter waren überwiegend billiger als 2025: Rohkakao -48,9 %, Kakaobutter/-fett/-öl -50,8 %, Frucht- und Gemüsesäfte -26,5 %, Schweinefleisch -19,0 %, Milcherzeugnisse -12,3 %. Teurer waren v. a. Tomaten (+20,0 %) und Haselnüsse (+19,3 %).

Preisdruck lässt nach

Nach +6,8 % im Mai und +5,3 % im April liegt der Vorjahresabstand im Juni bei +6,1 %. Entscheidender ist der Monatsvergleich: Zum Mai sanken die Importpreise um 0,7 %, ohne Energie stiegen sie nur um 0,1 %. Die Preisdynamik auf der Einfuhrseite kühlt damit ab.

Bedeutung für die Inflation

Importpreise sind ein Frühindikator für die Verbraucherpreise: Steigende Energie- und Vorleistungspreise werden mit Verzögerung an Erzeuger- und Verbraucherpreise weitergegeben. Der Energieschub erklärt den parallelen Anstieg der Energie-Komponente im VPI.

Methodik

Berechnungsgrundlage sind ausschließlich vertraglich vereinbarte Preise, zu denen Unternehmen Waren ein- bzw. ausführen – Steuern und Zölle fließen nicht ein. Basisjahr der Außenhandelspreisindizes ist 2021. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis).

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu Ein- und Ausfuhrpreisen

Wie stark sind die Importpreise im Mai 2026 gestiegen?

Die Einfuhrpreise lagen im Mai 2026 um 6,8 % über dem Vorjahresmonat – der stärkste Anstieg seit Dezember 2022. Gegenüber März 2026 stiegen sie um 1,2 %. Im März hatte die Jahresrate +2,3 % betragen, im Februar noch -2,3 %.

Warum steigen die Importpreise so stark?

Hauptursache bleibt die Energie: Energieimporte verteuerten sich um 23,0 % zum Vorjahr, angeführt von Strom mit +70,8 %. Ohne Energie gerechnet betrug der Anstieg 4,3 %. Auch Vorleistungsgüter trugen mit +10,3 % bei. Zum Vormonat sanken die Importpreise allerdings um 0,7 % – der Preisdruck lässt nach.

Was kostet im Import weniger als 2025?

Importierte Agrargüter waren im Schnitt 5,5 % günstiger, Konsumgüter 1,3 %. Deutliche Rückgänge gab es bei Rohkakao (-51,1 %), Kakaobutter (-57,2 %), Frucht-/Gemüsesäften (-26,3 %) sowie Milcherzeugnissen und Schweinefleisch (je -13,3 %).

Wie entwickelten sich die Exportpreise?

Die Ausfuhrpreise stiegen im Mai 2026 um 3,4 % zum Vorjahr (stärkster Anstieg seit Februar 2023) und um 0,5 % zum Vormonat. Auch hier war Energie der Treiber (Energieexporte +33,6 %, Kerosin sogar +87,9 %).

Was sind die Terms of Trade?

Die Terms of Trade beschreiben das Verhältnis von Export- zu Importpreisen. Für Juni 2026 hat Destatis in der Pressemitteilung zu den Importpreisen keine Ausfuhrpreise ausgewiesen; die auf dieser Seite gezeigten Exportwerte stammen daher aus dem Berichtsmonat Mai 2026 und sind entsprechend gekennzeichnet.

Welche Bedeutung haben Importpreise für die Inflation?

Importpreise gelten als Frühindikator: Höhere Einfuhrpreise für Energie und Vorleistungen werden mit Verzögerung an Erzeuger- und Verbraucherpreise weitergegeben und können die Inflation anheizen.

Werden Steuern und Zölle berücksichtigt?

Nein. In die Außenhandelspreisindizes fließen ausschließlich die vertraglich vereinbarten Ein- und Verkaufspreise ein. Steuern und Zölle bleiben unberücksichtigt. Basisjahr ist 2021.

Wann erscheinen die nächsten Zahlen?

Die Ein- und Ausfuhrpreise werden monatlich veröffentlicht. Die Juni-2026-Werte erscheinen voraussichtlich Ende Juli 2026. Diese Seite wird dann aktualisiert.

Quellen

Primärquellen und Methodik