Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026: AfD 38,2 %, CDU fliegt aus dem Landtag
Die AfD hat die Landtagswahl am 20. September 2026 mit 38,2 % der Zweitstimmen gewonnen und ist mit 32 der 71 Sitze erstmals stärkste Kraft im Schweriner Landtag. Sie gewinnt 22 der 36 Wahlkreise direkt. Die SPD folgt mit 35,5 % und 29 Sitzen, Die Linke kommt auf 6,5 % und die Grünen auf 5,7 % (je 5 Sitze). Die CDU scheitert mit 4,9 % erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde, das BSW mit 4,8 % ebenfalls. Die Wahlbeteiligung stieg auf 78,0 %.
Von der Wahl 2021 über die Umfragen zum Ergebnis 2026
Zweitstimmenanteile der vier größten Parteien – Umfragewerte zwischen den Wahlterminen, Endpunkt ist das amtliche Ergebnis vom 20. September 2026
Zweitstimmen-Ergebnis 2026
Sitzverteilung im 9. Landtag (71 Sitze)
Stimmenanteile (Polar)
Letzte Umfragen und das Ergebnis
Das Ergebnis im Detail
Zweit- und Erststimmen sowie Sitze – endgültiges Ergebnis (Landeswahlausschuss, 30.09.2026)
| Partei | Zweitstimmen | % | vs. 2021 | Erststimmen % | Sitze |
|---|---|---|---|---|---|
| AfD | 388.050 | 38,2 | +21,5 | 39,5 | 32 |
| SPD | 360.396 | 35,5 | -4,1 | 37,4 | 29 |
| Die Linke | 66.381 | 6,5 | -3,4 | 7,8 | 5 |
| GRÜNE | 57.577 | 5,7 | -0,6 | 2,8 | 5 |
| CDU | 49.628 | 4,9 | -8,4 | 6,2 | – |
| BSW | 49.129 | 4,8 | neu | 4,0 | – |
| Tierschutzpartei | 11.121 | 1,1 | -0,6 | – | – |
| FDP | 10.419 | 1,0 | -4,8 | 1,5 | – |
| Handwerker Partei Deutschland | 4.797 | 0,5 | neu | – | – |
| FREIE WÄHLER | 3.827 | 0,4 | – | 0,2 | – |
| Die PARTEI | 2.768 | 0,3 | – | 0,0 | – |
| Team Freiheit | 2.551 | 0,3 | neu | 0,1 | – |
| PIRATEN | 1.983 | 0,2 | – | – | – |
| Volt | 1.906 | 0,2 | neu | 0,1 | – |
| Gültige Stimmen | 1.015.323 | 99,1 | – | 98,9 | 71 |
AfD und SPD: 2021 bis 2026
Ergebnis 2026 vs. Landtagswahl 2021
Sitze, Koalitionen & Lager
71 Mandate, Mehrheit ab 36 Sitzen – ohne Überhang- und Ausgleichsmandate
Koalitionsrechnungen (Sitze)
Politische Lager (%)
Sitze 2021 vs. 2026
Einordnung & Hintergrund
Was das Ergebnis für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet
AfD erstmals stärkste Kraft
Mit 38,2 % der Zweitstimmen mehr als verdoppelt die AfD ihr Ergebnis von 2021 (16,7 %) und wird erstmals stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie gewinnt 22 der 36 Wahlkreise direkt und kommt auf 32 der 71 Sitze – vier weniger als für die absolute Mehrheit nötig wären.
Die CDU fliegt aus dem Landtag
Mit 4,9 % verfehlt die CDU die Fünf-Prozent-Hürde um 0,1 Punkte und ist erstmals seit 1990 nicht mehr im Schweriner Landtag vertreten. Gegenüber 2021 verliert sie 8,4 Punkte und alle zwölf Mandate. Rund 1.100 zusätzliche Zweitstimmen hätten für den Einzug gereicht.
SPD hält sich besser als erwartet
Die SPD verliert nur 4,1 Punkte und landet mit 35,5 % knapp hinter der AfD. Mit 29 Sitzen bleibt sie eine starke zweite Kraft. Bei den Erststimmen gewinnt sie 14 Wahlkreise – 2021 waren es noch alle 36. Der Abstand zur AfD beträgt nur 2,7 Punkte.
Ein Landtag mit vier Fraktionen
Der neue Landtag schrumpft von 79 auf 71 Sitze und umfasst nur noch vier Fraktionen: AfD (32), SPD (29), Die Linke (5) und Grüne (5). Überhang- oder Ausgleichsmandate fielen nicht an – 36 Direktmandate und 35 Listenmandate ergeben exakt die Regelgröße.
Zwei Parteien knapp gescheitert
CDU (4,9 %) und BSW (4,8 %) liegen beide nur Zehntelpunkte unter der Fünf-Prozent-Hürde – zusammen rund 98.800 Zweitstimmen oder 9,7 % bleiben damit ohne Mandat. Die FDP fällt von 5,8 auf 1,0 % und ist ebenfalls nicht vertreten.
Nur ein Bündnis ohne die AfD
Rechnerisch tragen zwei Koalitionen eine Mehrheit: AfD und SPD mit 61 Sitzen sowie SPD, Linke und Grüne mit 39 Sitzen. Ein Zweierbündnis aus SPD und Linken oder SPD und Grünen käme jeweils nur auf 34 Sitze und verfehlte die nötigen 36.
Veränderung zur Landtagswahl 2021 (Zweitstimmen)
Parteien an der 5-%-Hürde
FAQ – Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026
Wer hat die Landtagswahl 2026 gewonnen?
Die AfD mit 38,2 % der Zweitstimmen, knapp vor der SPD mit 35,5 %. Es folgen Die Linke (6,5 %) und die Grünen (5,7 %). CDU (4,9 %) und BSW (4,8 %) scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.
Ist das schon das amtliche Endergebnis?
Ja. Der Landeswahlausschuss hat das endgültige Ergebnis am 30. September 2026 festgestellt. Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis haben sich nur einzelne Stimmenzahlen und die Wahlbeteiligung (78,0 statt 78,1 %) leicht verändert. Prozentwerte und Sitzverteilung blieben gleich – CDU (4,9 %) und BSW (4,8 %) bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Wie viele Sitze hat der neue Landtag?
71 Sitze – acht weniger als der bisherige mit 79 Mandaten. 36 Abgeordnete wurden direkt in den Wahlkreisen gewählt, 35 zogen über die Landeslisten ein. Überhang- und Ausgleichsmandate fielen nicht an. Die Mehrheit liegt bei 36 Sitzen.
Wie verteilen sich die Sitze?
AfD 32 Sitze (22 direkt, 10 über Liste), SPD 29 (14 direkt, 15 über Liste), Die Linke 5 und Grüne 5 (jeweils komplett über die Landesliste). CDU, BSW und FDP sind nicht vertreten.
Warum ist die CDU nicht im Landtag?
Sie erreichte bei den Zweitstimmen nur 4,9 % und verfehlte die Fünf-Prozent-Hürde um 0,1 Punkte beziehungsweise rund 1.100 Stimmen. Auch ein Grundmandat konnte sie nicht gewinnen, weil sie in keinem der 36 Wahlkreise die meisten Erststimmen erhielt. Es ist das erste Mal seit 1990, dass die CDU dem Schweriner Landtag nicht angehört.
Hat die AfD die absolute Mehrheit?
Nein. Mit 32 von 71 Sitzen fehlen ihr vier Mandate zur absoluten Mehrheit von 36 Sitzen. SPD, Linke und Grüne kommen zusammen auf 39 Sitze.
Welche Koalition ist rechnerisch möglich?
Ohne die AfD trägt nur ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen mit 39 von 71 Sitzen eine Mehrheit. SPD und Linke allein kämen auf 34 Sitze, SPD und Grüne ebenfalls auf 34 – beides zu wenig. AfD und SPD zusammen hätten 61 Sitze.
Wie hoch war die Wahlbeteiligung?
78,0 %. Von 1.312.565 Wahlberechtigten gaben 1.024.118 ihre Stimme ab. Gültig waren 1.015.323 Zweitstimmen (99,1 %) und 1.012.660 Erststimmen (98,9 %).
Wie genau waren die Umfragen?
Der DAWUM-Wahltrend vom 17.09.2026 sah die AfD bei 36,7 % und die SPD bei 34,1 % – beide wurden leicht unterschätzt. Deutlicher daneben lagen die Institute bei CDU (6,5 % statt 4,9 %) und Linken (9,9 % statt 6,5 %). Nach DAWUM-Auswertung betrug die mittlere Abweichung aller Institute 2,03 Prozentpunkte, maximal 7,5.
Datenquellen
- Landeswahlleitung MV – Landesergebnis der Landtagswahl 2026
- Landeswahlleitung MV – Mandate
- Landeswahlleitung MV – Ergebnisübersicht
- DAWUM – Umfragen Mecklenburg-Vorpommern (Vorwahlzeit)
- wahlrecht.de – Umfragen Mecklenburg-Vorpommern
Endgültiges Ergebnis, festgestellt vom Landeswahlausschuss am 30.09.2026 – Wahl zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern am 20.09.2026. Stand dieser Seite: 07.10.2026.
