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Steuern · Lohnsteuer und Umsatzsteuer · Stand 17.04.2026

Lohnsteuer und Umsatzsteuer 2025: 573 Milliarden Euro aus zwei Steuerarten

Die Umsatzsteuer brachte 2025 mit 310,2 Milliarden Euro (+2,7 %) das höchste Einzelaufkommen aller Steuern, die Lohnsteuer folgte mit 262,7 Milliarden Euro (+5,5 %). Zusammen stehen beide für 57,9 % der gesamten Steuereinnahmen von 989,8 Milliarden Euro. Die Lohnsteuer wächst dabei seit Jahren deutlich schneller als die Umsatzsteuer.

Destatis: Statistik über den Steuerhaushalt, Stand 17.04.2026 · Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldungen) 2024 · Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2021

Umsatzsteuer 2025
310,2 Mrd. €
+2,7 %, ertragreichste Steuer
Lohnsteuer 2025
262,7 Mrd. €
+5,5 %
Beide zusammen
572,9 Mrd. €
57,9 % aller Steuern
Steuereinnahmen gesamt
989,8 Mrd. €
+4,4 % bzw. +42,1 Mrd.
Gemeinschaftsteuern
746,3 Mrd. €
+3,8 %
Umsatzsteuer-Vorauszahlungen
225,7 Mrd. €
+7,7 %, Statistikjahr 2024
Steuerpflichtige Unternehmen
3,1 Mio.
+0,2 %
Gemeldeter Umsatz
8,8 Bio. €
-3,0 %
Umsatzmilliardäre
825
38,2 % aller Umsätze
Lohn- und Einkommensteuerpflichtige
43,3 Mio.
Statistikjahr 2021
Einkommensmillionäre
34.500
+18 % gegenüber 2020
Stand
17.04.
2026

Umsatzsteuer und Lohnsteuer im Jahresverlauf

Kassenmäßige Einnahmen 2022 bis 2025 in Milliarden Euro

Gesamte Steuereinnahmen im Jahresverlauf

Steuern vor der Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden in Milliarden Euro

Anteil am Steueraufkommen 2025

Die ergiebigsten Steuerarten 2025

Wer bekommt die Steuern 2025?

825 Unternehmen, 38 % des Umsatzes

Wachstum 2025 nach Steuerart

Einkommensmillionäre nach Haupteinkunftsart 2021

Alle Kennzahlen zu Lohnsteuer und Umsatzsteuer

Indikator Wert Einordnung
Kassenmäßige Steuereinnahmen 2025   vor der Steuerverteilung
  Steuern insgesamt 989,8 Mrd. € +4,4 % bzw. +42,1 Mrd. €
  Gemeinschaftsteuern 746,3 Mrd. € +3,8 %
  Umsatzsteuer inkl. Einfuhrumsatzsteuer 310,2 Mrd. € +2,7 %, ertragreichste Einzelsteuer
  Lohnsteuer 262,7 Mrd. € +5,5 %
  Gewerbesteuer 76,4 Mrd. € +1,5 %, wichtigste Gemeindesteuer
  Energiesteuer 37,6 Mrd. € +7,1 %, höchste reine Bundessteuer
  Erbschaftsteuer 15,4 Mrd. € +54,3 %, höchste Landessteuer
Verteilung nach Ebenen 2025   nach der Steuerverteilung
  Länder 415,3 Mrd. € +5,2 %
  Bund 388,7 Mrd. € +3,7 %
  Gemeinden 150,9 Mrd. € +3,7 %
  Europäische Union 34,9 Mrd. € +9,0 %
Umsatzsteuerstatistik 2024   Voranmeldungen
  Steuerpflichtige Unternehmen rund 3,1 Mio. +0,2 %
  Lieferungen und Leistungen rund 8,8 Bio. € -3,0 %, ohne Umsatzsteuer
  Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 225,7 Mrd. € +7,7 %
  Unternehmen über 1 Mrd. € Umsatz 825 2 weniger als 2023
  Umsatz dieser Unternehmen 3,4 Bio. € 38,2 % aller Umsätze
  Handel und Kfz-Reparatur rund 2,7 Bio. € umsatzstärkster Wirtschaftsbereich
  Verarbeitendes Gewerbe rund 2,5 Bio. € zusammen rund 59 % des Umsatzes
  Umsatz je Unternehmen Hamburg 6,1 Mio. € höchster Wert der Stadtstaaten
  Umsatz je Unternehmen Baden-Württemberg 3,6 Mio. € höchster Wert der Flächenländer
  Erfassungsgrenze 22.000 € Jahresumsatz, darunter keine Erfassung
Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2021   rund dreieinhalb Jahre Vorlauf
  Steuerpflichtige 43,3 Mio. +1,3 % gegenüber 2020
  Erzielte Einkünfte 2,0 Bio. € +109 Mrd. € bzw. +6 %
  Lohnsteuer und festgesetzte Einkommensteuer 357 Mrd. € +22 Mrd. € bzw. +7 %
  Einkommensmillionäre 34.500 +18 % bzw. +5.200
    Durchschnittliche Einkünfte 2,8 Mio. € 2020: 2,6 Mio. €
  Steuerpflichtige mit 45 %-Satz 134.200 0,3 % aller Steuerpflichtigen
    Anteil an den Einkünften 7,8 % Anteil an der Steuersumme 15,7 %
  Schwelle Spitzensteuersatz 2021 274.613 € 549.226 € bei Zusammenveranlagung

Die Lohnsteuer holt auf

Seit 2022 legte die Lohnsteuer um rund 16 % zu, die Umsatzsteuer nur um rund 9 %. Gestiegene Nominallöhne, ein hoher Beschäftigungsstand und die Progression des Einkommensteuertarifs treiben das Aufkommen. Die Umsatzsteuer folgt dagegen dem realen Konsum, der zuletzt schwächer wuchs.

Zwei Steuern, fast sechs von zehn Euro

310,2 plus 262,7 Milliarden Euro ergeben 572,9 Milliarden Euro. Das sind 57,9 % des gesamten Steueraufkommens von 989,8 Milliarden Euro. Alle übrigen Steuerarten zusammen – von der Gewerbesteuer über die Energiesteuer bis zur Hundesteuer – machen nur die restlichen gut 40 % aus.

Warum es zwei Umsatzsteuer-Zahlen gibt

310,2 Milliarden Euro sind die kassenmäßigen Einnahmen 2025 einschließlich Einfuhrumsatzsteuer. Die 225,7 Milliarden Euro aus der Umsatzsteuerstatistik sind die aus Voranmeldungen des Jahres 2024 resultierenden Vorauszahlungen der Unternehmen ohne Einfuhrumsatzsteuer. Beide Zahlen sind korrekt, sie messen Unterschiedliches.

825 Unternehmen, mehr als ein Drittel des Umsatzes

825 Unternehmen meldeten 2024 jeweils über eine Milliarde Euro Umsatz an. Zusammen kamen sie auf 3,4 Billionen Euro und damit auf 38,2 % aller Umsätze steuerpflichtiger Unternehmen – bei rund 3,1 Millionen Unternehmen insgesamt.

Die Lohnsteuerstatistik hinkt hinterher

Wegen der langen Veranlagungsfristen liegt die Lohn- und Einkommensteuerstatistik erst rund dreieinhalb Jahre nach dem Veranlagungsjahr vor. Die aktuellsten detaillierten Ergebnisse beziehen sich daher auf 2021. Für das laufende Aufkommen ist die kassenmäßige Steuerstatistik die aktuellere Quelle.

0,3 Prozent zahlen 15,7 Prozent

134.200 Steuerpflichtige unterlagen 2021 dem Höchstsatz von 45 %. Das sind rund 0,3 % aller Steuerpflichtigen. Auf sie entfielen 7,8 % der gesamten Einkünfte, aber 15,7 % der Steuersumme – ein direkter Ausdruck des progressiven Tarifs.

FAQ

Welche Steuer bringt in Deutschland am meisten ein?

Die Umsatzsteuer einschließlich Einfuhrumsatzsteuer mit 310,2 Milliarden Euro im Jahr 2025. Auf Platz zwei folgt die Lohnsteuer mit 262,7 Milliarden Euro. Zusammen decken beide 57,9 % des gesamten Steueraufkommens ab.

Wie viel Steuern nimmt der Staat insgesamt ein?

2025 waren es 989,8 Milliarden Euro vor der Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden. Gegenüber 2024 ist das ein Plus von 42,1 Milliarden Euro oder 4,4 %.

Warum wächst die Lohnsteuer schneller als die Umsatzsteuer?

2025 legte die Lohnsteuer um 5,5 % zu, die Umsatzsteuer nur um 2,7 %. Steigende Nominallöhne treffen auf einen progressiven Steuertarif: Jeder zusätzliche Euro Einkommen wird höher besteuert als der vorherige. Die Umsatzsteuer folgt dagegen dem Konsum, der schwächer wuchs.

Wer bekommt die Steuereinnahmen?

Nach der Steuerverteilung entfielen 2025 auf die Länder 415,3 Milliarden Euro, auf den Bund 388,7 Milliarden Euro und auf die Gemeinden 150,9 Milliarden Euro. An die Europäische Union wurden 34,9 Milliarden Euro abgeführt.

Wie viele Unternehmen zahlen Umsatzsteuer?

Rund 3,1 Millionen Unternehmen gaben 2024 Umsatzsteuer-Voranmeldungen ab, mit einem Umsatz von etwa 8,8 Billionen Euro ohne Umsatzsteuer. Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 22.000 Euro und solche mit überwiegend steuerfreien Umsätzen werden nicht erfasst.

Was sind Umsatzmilliardäre?

Unternehmen, die in der Voranmeldung jeweils mehr als eine Milliarde Euro Umsatz melden. 2024 waren das 825 Unternehmen, zwei weniger als im Vorjahr. Sie kamen zusammen auf 3,4 Billionen Euro und damit auf 38,2 % aller Umsätze.

Wie viele Einkommensmillionäre gibt es?

Für 2021 weist die Lohn- und Einkommensteuerstatistik gut 34.500 Steuerpflichtige mit Einkünften von mindestens einer Million Euro aus, 18 % mehr als 2020. Ihre durchschnittlichen Einkünfte lagen bei 2,8 Millionen Euro. Für 60 % war ein Gewerbebetrieb die Haupteinnahmequelle.

Warum ist die Lohnsteuerstatistik erst für 2021 verfügbar?

Wegen der langen gesetzlichen Fristen zur Steuerveranlagung ist die Lohn- und Einkommensteuerstatistik erst etwa dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres auswertbar. Aktuelle Aufkommenszahlen liefert stattdessen die monatliche Statistik über den Steuerhaushalt.

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