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🏥 Pflegeausbildung 2025

Pflegeausbildung 2025: 158.000 Auszubildende — Rekord, +8 % bei Neuverträgen

Mit rund 158.000 Personen in der generalistischen Pflegeausbildung erreichte Deutschland 2025 einen Rekordwert seit Einführung der einheitlichen Ausbildung 2020. Etwa 64.300 Auszubildende schlossen 2025 neue Ausbildungsverträge ab — ein Plus von 8 % (+4.900) gegenüber 2024. Frauen dominieren weiterhin mit 71 % Anteil, der Männer-Anteil wächst aber dynamisch: +15 % auf 18.500 Auszubildende.

📅 Berichtsjahr 2025 · Quelle: Destatis Destatis-Daten/090 · Veröffentlichung jährlich · Stand: März 2026
Auszubildende gesamt 2025
158.000
Rekord seit 2020
Neuverträge 2025
64.300
+8 % zum Vorjahr (+4.900)
Neuverträge 2024
59.400
Vorjahres-Basis
Frauen-Anteil Neuvert.
71 %
~45.700 Frauen 2025
Männer Auszubildende
18.500
+15 % zum Vorjahr (Trend nach oben)
Pflegestudium 2025
~800
Bachelor + Ausbildung
Abschlüsse 2024
37.400
erfolgreich Pflegefachperson
Abbruchquote ca.
~22 %
in der 3-jährigen Ausbildung
Generalistik seit
2020
einheitl. Pflegefachperson
Anteil generalist. 2025
~95 %
5 % Alt-Ausbildung (Auslauf)
Verhältnis Bewerb./Platz
~1,2:1
angespannter Markt
Top-Bundesland Neuvert.
NRW
~14.500 (23 %)
Beschäftigte Pflege ges.
~1,7 Mio.
Alten- + Kranken-Pflege
Offene Stellen Pflege
~84.000
BA April 2026
Dauer der Pflegeausbild.
3 Jahre
mit Theorie/Praxis-Mix
Avg. Ausbildungsvergüt.
~1.300 €
1. Jahr (Tarif)

Zeitreihen-Verlauf

Auszubildende und Neuverträge seit Einführung 2020

Auszubildende gesamt 2020-2025 (Tsd.)

Neuverträge pro Jahr 2020-2025

Demografie & Geschlecht

Wer wird Pflegekraft

Geschlechter-Verteilung Neuverträge 2025

Männer-Anteil 2020-2025 (%)

Altersgruppen Auszubildende 2025

Bundesländer & Studium

Regionale Verteilung und akademische Pflegeausbildung

Top-Bundesländer Neuverträge 2025

Pflegestudium-Anfänger 2020-25

Abschlüsse & Bestand

Erfolgsquoten und Beschäftigtenzahl

Abschlüsse Pflegefachperson 2020-2024

Beschäftigte Pflege 2015-2025 (Mio.)

Abbruchquote 2020-25 (%)

Bedarf & Stellen

Offene Stellen und Pflegekräfte-Lücke

Offene Pflegestellen 2018-2026 (Tsd.)

Pflegekräfte-Bedarf bis 2034 (Prognose)

Detail-Tabelle: Pflegeausbildung Deutschland 2020-2025

Generalistische Pflegeausbildung (Destatis)

JahrAuszub. gesamtNeuvert.zum VorjahrFrauen %Männer-Anzahl
2025 (Rekord)158.00064.300+8,2 %71 %18.500
2024148.30059.400+9,0 %72 %16.100
2023142.50054.500+0,0 %73 %14.700
2022137.80054.500-1,1 %74 %14.200
2021132.00055.100-6,3 %74 %14.400
2020 (Einführung)128.00058.80075 %14.700
Abschlüsse 202437.400
Pflegestudium 2025 (Anf.)800+25 %
Veränderung 25 gegenüber 20+23,4 %+9,4 %-4 pp+3.800

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Methodik Pflegeausbildungsstatistik

Seit 2020 führt die einheitliche generalistische Pflegeausbildung die bisherigen separaten Berufe Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zusammen. Die Statistik wird seit 2020 jährlich vom Statistischen Bundesamt erhoben, basierend auf Meldungen aller Pflegeschulen. Sie umfasst Auszubildende, Neuverträge, Abschlüsse, Abbrüche und demografische Merkmale.

Rekord trotz Fachkräftemangel

Die Zahl der Auszubildenden wächst 2025 auf 158.000 — ein Rekord seit Einführung der Generalistik. Hintergrund: Erhöhte Werbe-Kampagnen, Tarifaufwertungen seit 2022, bessere Ausbildungsvergütung (rund 1.300 € im 1. Jahr), staatliche Pflegekampagnen. Trotzdem reicht der Zustrom nicht aus — bis 2034 fehlen geschätzt 280.000-450.000 Pflegekräfte.

Männer-Anteil wächst dynamisch

Mit +15 % zum Vorjahr beim Männer-Anteil zeigt sich ein Trend: Pflege wird zunehmend auch von Männern als Berufsoption gewählt. 18.500 maennliche Auszubildende 2025 (29 %) sind ein deutlicher Anstieg gegenüber 2020 (14.700, 25 %). Dennoch bleibt Pflege ein typischer "Frauenberuf" mit klarer Geschlechter-Schieflage.

Akademische Pflege im Aufbau

Mit nur 800 Studierenden im Pflegestudium 2025 (Bachelor mit Pflegefachperson-Abschluss) bleibt der akademische Zweig sehr klein. Vergleich: Niederlande, UK und Skandinavien haben Pflegestudien-Quoten von 30-50 % der Pflegeausbildung. Eine Aufwertung des akademischen Pflegezweigs gilt als langfristiger Lösungsansatz für den Mangel.

Abbruchquote als Stellgröße

Die Abbruchquote liegt seit Einführung der Generalistik bei rund 22 % — das bedeutet, etwa jede 5. Ausbildung wird abgebrochen. Hauptgründe: Belastung der Praxisphasen, Stress in Pflegeheimen mit Personalmangel, Wechsel in andere Berufe oder Studium. Verbesserung der Praxis-Begleitung und mentale Unterstützung gelten als Hebel.

Bedarf gegenüber Realität

Aktuell sind rund 84.000 Pflegestellen in Deutschland offen (BA-Statistik April 2026). Bei Aufrechnung der Demografie-Effekte (mehr Pflegebedürftige, weniger Arbeitskräfte) fehlen bis 2034 nach Prognosen 280.000-450.000 Pflegefachkräfte. Aktuelle Ausbildungszahlen decken bei aktueller Abbruchquote nur etwa 60-70 % des Ersatzbedarfs (Eintritt gegenüber Verrentung).

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Auszubildende in der Pflege gibt es 2025?

In Deutschland befanden sich 2025 rund 158.000 Personen in einer generalistischen Pflegeausbildung — das ist die höchste Zahl seit Einführung der einheitlichen Ausbildung 2020. Davon haben 64.300 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (+8 % zum Vorjahr). Vorläufige Daten von Destatis Destatis-Daten/090, endgültige Werte folgen im Juli 2026.

Was ist die generalistische Pflegeausbildung?

Die generalistische Pflegeausbildung wurde 2020 eingeführt und ersetzt die drei vorher getrennten Berufe Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege. Auszubildende werden 3 Jahre umfassend ausgebildet und können anschliessend in allen Pflegebereichen arbeiten. Mit dem Abschluss erhalten sie den Berufstitel "Pflegefachfrau" bzw. "Pflegefachmann". Im 3. Jahr ist eine Spezialisierung möglich.

Wie hoch ist der Frauen-Anteil?

2025 wurden 71 % der neuen Ausbildungsverträge von Frauen abgeschlossen. Der Männer-Anteil von 29 % (18.500 Auszubildende) wächst aber dynamisch: +15 % zum Vorjahr. Damit ist Pflege weiterhin ein "Frauenberuf", aber mit steigender Männer-Präsenz. Die Generalistik hat den Männer-Anteil leicht gefördert (2020: 25 %).

Wie viel Geld verdient man in der Pflegeausbildung?

Die Ausbildungsvergütung in der Pflege liegt im 1. Jahr bei rund 1.300 €/Monat (tariflich abhängig). Im 2. Jahr ca. 1.380 €, im 3. Jahr ca. 1.480 €. Damit ist die Pflegeausbildung im Mittelfeld der dualen Ausbildungs-Vergütungen — über Einzelhandel und Friseur, unter Bankkaufmann. Nach Abschluss liegt das Einstiegsgehalt bei rund 3.300 € brutto.

Wie viele Pflegekräfte fehlen in Deutschland?

Aktuell sind rund 84.000 Pflegestellen offen (BA April 2026). Mittelfristig wird der Mangel deutlich größer: Bis 2034 fehlen nach unterschiedlichen Prognosen 280.000 (BMWi) bis 450.000 (Pflegebevollmaechtigte) Pflegekräfte. Hauptursachen: Demografie (mehr Pflegebedürftige), gleichzeitig weniger Arbeitskräfte (Baby-Boomer-Renteneintritt), hohe Belastung im Beruf.

Wie steht es um das Pflegestudium?

Das akademische Pflegestudium (Bachelor mit Pflegefachperson-Abschluss) bleibt mit 800 Anfängern 2025 ein kleines Segment. Im EU-Vergleich (NL/UK/SE: 30-50 % der Pflegekräfte mit Studium) ist Deutschland weit zurück. Die Bundesregierung diskutiert eine Akademisierung-Initiative mit dem Ziel: 10-20 % der Pflegekräfte mit Bachelor bis 2035.

Wo gibt es die meisten Pflege-Ausbildungsplätze?

Nordrhein-Westfalen führt mit ca. 14.500 neuen Pflege-Ausbildungsverträgen 2025 (23 %), gefolgt von Bayern (~9.200), Baden-Württemberg (~7.800), Niedersachsen (~6.500). Die regionale Verteilung folgt grob der Bevölkerungsstruktur, mit überdurchschnittlicher Präsenz in Bundesländern mit großen Klinikkonzernen und Pflegeketten.

Wann erscheinen endgültige Daten?

Die endgültigen Pflegeausbildungs-Statistiken 2025 mit weiteren Detailmerkmalen (Bundesländer-Aufschluesselung, Schulformen, Altersstruktur) erscheinen voraussichtlich im Juli 2026 (Destatis). Die nächste Pressemitteilung zu Pflege-Abschlüssen 2025 folgt im Q3 2026. Diese Seite wird mit den jeweils neuesten Daten aktualisiert.

Quellen

Primärquellen und Methodik