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🎓 Bildungs-Monitor 2025/2026

Schülerzahlen Schuljahr 2025/2026 — 11,5 Mio. Schülerinnen und Schüler, 4. Jahr in Folge mehr

Im Schuljahr 2025/2026 werden in Deutschland rund 11,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen unterrichtet — 84.300 mehr (+0,7 %) als im Vorjahr. Damit setzt sich der Anstieg im vierten Jahr in Folge fort. Treiber: Bayern legt um 2,9 % zu (G9-Wiedereinführung), ausländische Schüler:innen wachsen um 3,6 % auf 1,9 Mio. Nur Thüringen, Saarland und Berlin verzeichnen leichte Rückgänge.

📅 Destatis PD26/081 vom 11.03.2026 · vorläufige Ergebnisse · Schnellmeldung Schuljahr 2025/2026
Schüler:innen ges.
11,5 Mio
+0,7 % vs. 2024/25
Zuwachs absolut
+84.300
SuS vs. Vorjahr
Allgemeinbild. Schulen
9,0 Mio
+0,9 % zum Vorjahr
Berufliche Schulen
2,3 Mio
-0,4 % zum Vorjahr
Schulen Gesundheitswes.
0,2 Mio
Pflege-, Hebammen- etc.
Ausländ. SuS
1,9 Mio
17 % Anteil (+3,6 % zum Vorjahr)
Bayern Wachstum
+2,9 %
+38.600 SuS (G9-Effekt)
NRW SuS
2,55 Mio
größtes Bundesland
Bayern SuS
1,38 Mio
wachsendes Land
BaWue SuS
1,53 Mio
leichtes Plus
Niedersachs. SuS
1,02 Mio
stabil
Thüringen
-0,5 %
stärkster Rückgang
Saarland
-0,3 %
leichter Rückgang
Berlin
-0,1 %
minimal rückläufig
4. Jahr in Folge
+ steigend
Trend bricht nicht
Vorausschau 2035
11,9 Mio
KMK-Prognose

Mehrjahrestrend: Anstieg seit 2022/23

Schülerzahlen steigen das vierte Jahr in Folge

Schüler:innen 2018/19 bis 2025/26 (Mio)

Jährliche Veränderung (%)

Allgemeinbildende vs. berufliche Schulen

Unterschiedliche Entwicklung der beiden Schulformen

Allgemein- vs. Berufsschulen 2018-2025

Anteile am Gesamt 2025/26

Bundesländer im Vergleich

Wachstum in Bayern, Rückgang in Thüringen

zum Vorjahr-Veränderung nach Bundesland

Schüler:innen-Bestand Top-5 Bundesländer

Ost vs. West Vergleich

Demografie und Migration

Ausländische SuS und Migrationshintergrund

Ausländische SuS Trend 2018-2025

Ausländer-Anteil je Schulart

Geburten 2014-2024 (Mio)

Prognose und Strukturwandel

KMK-Vorausschau bis 2035 + Lehrerbedarf

KMK-Vorausschau Schüler 2026-2035

Lehrerbedarf Prognose

Schülerzahlen 2025/2026 nach Bundesland (Destatis vorläufig)

Allgemeinbildende und berufliche Schulen sowie Schulen des Gesundheitswesens

Bundesland2024/25 (Tsd)2025/26 (Tsd)Δ abs.Δ %
Nordrhein-Westfalen2.5302.550+20.000+0,8 %
Bayern1.3401.378+38.600+2,9 %
Baden-Württemberg1.5151.530+15.300+1,0 %
Niedersachsen1.0151.020+5.000+0,5 %
Hessen820826+5.700+0,7 %
Berlin445445-500-0,1 %
Sachsen555555+0+0,0 %
Thüringen290289-1.450-0,5 %
Saarland143142-430-0,3 %

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Vier Jahre in Folge mehr Schüler:innen

Mit dem Schuljahr 2025/2026 setzt sich der Trend wachsender Schülerzahlen das vierte Jahr in Folge fort. Hauptgrund: Die geburtenstarken Jahrgänge 2016-2020 rücken in höhere Klassenstufen vor, gleichzeitig kommen viele Kinder mit Migrations­hintergrund in das deutsche Schulsystem. 2017 lag der Tiefpunkt bei 10,9 Mio Schüler:innen; seither stetiger Anstieg um insgesamt rund 580.000 Personen.

Bayern als Treiber

Bayern verbucht mit +2,9 % (+38.600 SuS) den stärksten Zuwachs aller Bundesländer. Hauptgrund: Die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) führt 2025 dazu, dass die Abiturjahrgänge unvollständig sind — ein ganzer Jahrgang bleibt länger im Gymnasium. Dieser Effekt wirkt nur einmalig; in den Folgejahren normalisiert sich die Wachstumsrate. Ohne diesen Sondereffekt läge der Anstieg in Bayern bei rund +0,8 %.

Ost-Deutschland im Demografie-Druck

Thüringen (-0,5 %), das Saarland (-0,3 %) und Berlin (-0,1 %) sind die einzigen Bundesländer mit rückläufiger Schülerzahl. Hintergrund: In Thüringen und im Saarland wirken sich demografische Faktoren (Abwanderung junger Familien, niedrige Geburten­raten) deutlich aus. Berlin hat trotz Zuwanderung leichte Rückgänge durch Wegzüge in Randregionen. Sachsen und Sachsen-Anhalt halten sich stabil.

Berufliche Schulen schrumpfen

Während allgemeinbildende Schulen um 0,9 % zulegen, sinkt die Zahl an beruflichen Schulen um 0,4 % auf 2,3 Mio Schüler:innen. Hauptgrund: Demografischer Rückgang der 16-20-Jährigen sowie der Rückgang der dualen Berufsausbildung zugunsten von Hochschulstudium und Sekundar-II-Bildung. Branchen mit besonders schwachen Anfängerzahlen: Gastronomie, Bauhauptgewerbe, Handel.

17 % ausländische Schüler:innen

1,9 Millionen oder rund 17 % aller Schüler:innen besitzen ausschließlich eine ausländische Staats­bürgerschaft — ein Anstieg um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahl umfasst nicht Schüler:innen mit Migrations­hintergrund, die deutsche Staats­bürgerschaft besitzen. Die ausländischen SuS sind stärker in beruflichen Schulen, an Hauptschulen und Real­schulen vertreten, weniger in Gymnasien. Die Integrations­leistung des deutschen Bildungs­systems ist eine zentrale Heraus­forderung.

KMK-Vorausschau bis 2035

Die Kultusminister­konferenz (KMK) prognostiziert in ihrer aktuellen Vorausschau (2024) eine weitere Zunahme der Schülerzahlen bis etwa 2032 auf rund 12,0 Mio, danach leichte Stagnation und ab Ende der 2030er-Jahre Rückgang. Konsequenz: Höherer Lehrerbedarf — aktuell fehlen bundesweit geschätzt 25.000 bis 40.000 Lehrkräfte, vor allem in Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. Die Länder reagieren mit Quer­einstiegs­programmen.

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Schüler:innen gibt es im Schuljahr 2025/2026?

Laut Destatis (Pressemitteilung PD26/081 vom 11.03.2026) werden im Schuljahr 2025/2026 in Deutschland rund 11,5 Millionen Schüler:innen unterrichtet — 84.300 oder 0,7 % mehr als im Schuljahr 2024/2025. Davon: 9,0 Mio an allgemein­bildenden Schulen, 2,3 Mio an beruflichen Schulen, weitere 0,2 Mio an Schulen des Gesundheits­wesens. Die Daten sind vorläufig und werden zum Schuljahresende endgültig revidiert.

In welchem Bundesland steigen die Schülerzahlen am stärksten?

Bayern führt mit +2,9 % (+38.600 SuS) den Zuwachs an. Hauptgrund: die Wieder­einführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) ab 2024, die zu einem unvollständigen Abitur­jahrgang 2025 führt — ein gesamter Jahrgang bleibt länger im Gymnasium. Es folgen Baden-Württemberg (+1,0 %), Nordrhein-Westfalen (+0,8 %) und Hessen (+0,7 %). Schlusslichter: Thüringen -0,5 %, Saarland -0,3 %, Berlin -0,1 %.

Wie hoch ist der Anteil ausländischer Schüler:innen?

Rund 17 % aller Schüler:innen oder 1,9 Mio Personen besitzen ausschließlich eine ausländische Staats­bürgerschaft — ein Anstieg um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Schüler:innen mit Migrations­hintergrund (Eltern im Ausland geboren) sind in dieser Zahl nicht enthalten; die Gesamt­quote des Migrations­hintergrunds liegt bei rund 40 % an deutschen Schulen. Die Verteilung der Staats­bürger­schaften wird durch ukrainische, syrische, türkische und polnische SuS dominiert.

Warum sinken die Schülerzahlen an beruflichen Schulen?

Mehrere Faktoren wirken: Erstens demografisch — die 16-20-Jährigen werden zahlenmäßig kleiner. Zweitens strukturell — die Akademisierung steigt: Mehr Jugendliche wählen ein Studium statt einer dualen Ausbildung. Drittens branchen­bedingt — Berufe in Gastronomie, Handel und Bau­hauptgewerbe sind weniger attraktiv geworden. Insgesamt sinkt die Zahl an beruflichen Schulen 2025/2026 um 0,4 % auf 2,3 Mio Schüler:innen.

Wie lange wachsen die Schülerzahlen noch?

Die Kultusminister­konferenz (KMK) prognostiziert in ihrer Vorausschau einen weiteren Anstieg bis etwa 2032 auf rund 12,0 Mio Schüler:innen, danach leichte Stagnation und ab Ende der 2030er-Jahre einen Rückgang — bedingt durch sinkende Geburten­zahlen seit 2022. Die langfristige Entwicklung hängt stark von Migration ab; je nach Szenario kann der Rückgang früher oder später einsetzen.

Was bedeutet die G9-Wiedereinführung in Bayern?

Bayern hat 2024 das neunjährige Gymnasium (G9) wieder eingeführt — zuvor galt G8 (achtjähriges Gymnasium, eingeführt 2004). Effekt 2025: Der erste vollständige G9-Jahrgang ist noch in der 9. Klasse, während der letzte G8-Jahrgang das Abitur abgelegt hat. Damit bleibt ein gesamter Jahrgang zusätzlich im Gymnasium — das erklärt den Sondereffekt von +2,9 % Schülerzahl in Bayern. In den Folgejahren normalisiert sich das.

Wie viele Lehrkräfte fehlen in Deutschland?

Verschiedene Schätzungen liegen vor: Die KMK geht von einem Mangel von 25.000 bis 40.000 Lehrkräften aus, einzelne Länder melden bis zu 14.000 fehlende Stellen. Besonders betroffen: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Sport, Berufsschulen. Quer­einstiegs­programme, höhere Teilzeit­quoten und befristete Stellen verschleiern teilweise den realen Mangel. Bis 2030 wird die Lücke prognostisch wachsen, weil viele ältere Lehrkräfte in den Ruhestand gehen.

Wann erscheinen die endgültigen Schulstatistik-Daten?

Destatis publiziert zwei Stufen: Vorläufige Schnellmeldung im März/April des laufenden Schuljahres (aktuelle Daten für 2025/26 sind die Schnell­meldung), endgültige Detail­ergebnisse mit Daten nach Schulart, Bildungs­gang und Migrations­hintergrund im Herbst (etwa September/Oktober). Für das Schuljahr 2024/2025 sind die endgültigen Daten seit Oktober 2025 verfügbar.

Quellen

Primärquellen und Methodik