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Verbraucherpreise · Schulbedarf · 14.07.2026

Schulbedarf 2026: Lehrbücher 2,3 % teurer, Schreibmaterial 3,5 %, Papierwaren leicht günstiger

Vor dem Schuljahresbeginn zeigt der Verbraucherpreisindex ein dreigeteiltes Bild: Schul- und Lehrbücher kosteten im Juni 2026 genau 2,3 % mehr als ein Jahr zuvor und damit exakt so viel mehr wie die Verbraucherpreise insgesamt. Sonstige Schreib- und Zeichenmaterialien verteuerten sich mit 3,5 % deutlich stärker. Papierwaren wie Schulhefte und Zeichenblöcke wurden dagegen um 0,3 % billiger. Im Mehrjahresvergleich flacht die Schulbuch-Teuerung ab: von 5,3 % im Juli 2023 über 3,8 % im Juni 2025 auf jetzt 2,3 %.

Destatis Zahl der Woche Nr. 29 vom 14.07.2026 · Verbraucherpreisindex, Juni 2026

Schul- und Lehrbücher
+2,3 %
Juni 2026 zum Vorjahr
Gesamtinflation
+2,3 %
Juni 2026, exakt gleich
Schreib- und Zeichenmaterial
+3,5 %
Juni 2026 zum Vorjahr
Papierwaren
-0,3 %
Schulhefte, Zeichenblöcke
Schulbücher Vorjahr
+3,8 %
Juni 2025 zum Vorjahr
Schreibmaterial Vorjahr
+1,7 %
Juni 2025 zum Vorjahr
Schulbücher Juli 2023
+5,3 %
zum Vorjahresmonat
Papierprodukte Juli 2023
+13,6 %
Höhepunkt der Papierpreise
Abstand Schreibmaterial
+1,2 Pp.
über der Inflation
Abstand Papierwaren
-2,6 Pp.
unter der Inflation
Abstand Schulbücher
0,0 Pp.
im Gleichschritt
Trend Schulbücher
abflachend
5,3 → 3,8 → 2,3 %
Trend Schreibmaterial
anziehend
1,7 → 3,5 %
Ausgaben je Schülerin/Schüler
10.500 €
öffentliche Schulen 2024
Datenbasis
VPI
Verbraucherpreisindex
Stand
14.07.
2026

Preisentwicklung beim Schulbedarf im Juni 2026

Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat, im Vergleich zur Gesamtinflation

Schulbuchpreise im Mehrjahresvergleich

Abstand zur Gesamtinflation

Die Warengruppen einzeln betrachtet

Papierwaren sind aus dem Preisschub der Jahre 2022/23 herausgekommen, Schreibmaterial zieht dagegen wieder an

Papierprodukte 2023 und 2026

Schreib- und Zeichenmaterial

Juni 2025 gegen Juni 2026

Ausgaben je Schülerin und Schüler

Alle Preisveränderungen im Überblick

Warengruppe Veränderung Zeitraum
Schul- oder Lehrbücher +2,3 % Juni 2026 zum Juni 2025
Sonstige Schreib- und Zeichenmaterialien +3,5 % Juni 2026 zum Juni 2025
Papierwaren (Schulhefte, Zeichenblöcke) -0,3 % Juni 2026 zum Juni 2025
Verbraucherpreise insgesamt +2,3 % Juni 2026 zum Juni 2025
Schul- oder Lehrbücher +3,8 % Juni 2025 zum Juni 2024
Sonstige Schreib- und Zeichenmaterialien +1,7 % Juni 2025 zum Juni 2024
Schul- oder Lehrbücher +5,3 % Juli 2023 zum Juli 2022
Papierprodukte +13,6 % Juli 2023 zum Juli 2022
Abstand Schreibmaterial zur Gesamtinflation +1,2 Prozentpunkte Juni 2026
Abstand Schulbücher zur Gesamtinflation 0,0 Prozentpunkte Juni 2026
Abstand Papierwaren zur Gesamtinflation -2,6 Prozentpunkte Juni 2026
Ausgaben je Schülerin und Schüler 10.500 € öffentliche Schulen, 2024

Schulbücher genau im Inflationstakt

2,3 % Teuerung bei Schul- und Lehrbüchern, 2,3 % Gesamtinflation im Juni 2026: Der Gleichstand ist ein Zufall, aber ein aussagekräftiger. Schulbücher waren in den Vorjahren regelmäßig teurer als der Warenkorb insgesamt – dieser Aufschlag ist verschwunden.

Die Teuerung flacht ab

Von 5,3 % im Juli 2023 über 3,8 % im Juni 2025 auf 2,3 % im Juni 2026: Die Preisdynamik bei Schulbüchern hat sich binnen drei Jahren mehr als halbiert. Der Trend folgt dem allgemeinen Rückgang der Inflation seit dem Energiepreisschock.

Papierwaren sind billiger geworden

Schulhefte und Zeichenblöcke kosteten im Juni 2026 sogar 0,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Zur Erinnerung: Im Juli 2023 lagen Papierprodukte noch 13,6 % über dem Vorjahr. Der Preisschub aus der Zeit hoher Energie- und Zellstoffkosten hat sich damit vollständig zurückgebildet.

Schreibwaren ziehen wieder an

Sonstige Schreib- und Zeichenmaterialien – also Stifte, Radiergummis, Zirkel und Ähnliches – verteuerten sich um 3,5 % und damit 1,2 Prozentpunkte stärker als der Gesamtwarenkorb. Im Vorjahr lag der Anstieg noch bei 1,7 %, die Dynamik hat sich also verdoppelt.

Was das für den Schulranzen bedeutet

Die drei Warengruppen entwickeln sich auseinander. Wer vor allem Hefte und Blöcke einkauft, zahlt dieses Jahr nominal etwas weniger. Wer Stifte und Zeichengerät nachkaufen muss, spürt einen überdurchschnittlichen Aufschlag. Bücher liegen genau im Mittel.

Der große Kostenblock liegt beim Staat

Die privaten Ausgaben für Schulmaterial sind nur ein kleiner Teil der Bildungskosten. Für einen Schüler oder eine Schülerin an einer öffentlichen Schule gaben Bund, Länder und Gemeinden 2024 durchschnittlich 10.500 Euro aus.

FAQ

Wie stark sind Schulbücher 2026 teurer geworden?

Schul- oder Lehrbücher kosteten im Juni 2026 durchschnittlich 2,3 % mehr als im Juni 2025. Genauso stark stiegen die Verbraucherpreise insgesamt.

Was ist mit Heften und Blöcken?

Papierwaren wie Schulhefte und Zeichenblöcke wurden um 0,3 % günstiger als ein Jahr zuvor – die einzige Warengruppe im Schulbedarf mit sinkenden Preisen.

Und Stifte, Zirkel und Zeichenmaterial?

Sonstige Schreib- und Zeichenmaterialien verteuerten sich um 3,5 % und damit deutlich stärker als der Warenkorb insgesamt.

Wie war die Entwicklung in den Vorjahren?

Im Juni 2025 lagen Schulbücher 3,8 % über dem Vorjahr, im Juli 2023 waren es 5,3 %. Papierprodukte erreichten im Juli 2023 mit +13,6 % ihren Höhepunkt. Schreib- und Zeichenmaterial stieg im Juni 2025 um 1,7 %.

Sind Schulsachen also insgesamt teurer als andere Waren?

Nicht mehr durchgehend. Im Juni 2026 lag nur das Schreib- und Zeichenmaterial über der Gesamtinflation (+1,2 Prozentpunkte). Schulbücher lagen exakt auf Höhe der Inflation, Papierwaren 2,6 Prozentpunkte darunter.

Warum sind Papierprodukte 2023 so stark gestiegen?

Die Preise für Papier und Zellstoff waren infolge stark gestiegener Energiekosten in die Höhe geschossen. Der Verbraucherpreisindex zeigt diesen Effekt mit +13,6 % im Juli 2023. Inzwischen hat sich der Sondereffekt zurückgebildet.

Was kostet ein Schuljahr den Staat?

Für jede Schülerin und jeden Schüler an öffentlichen Schulen gaben Bund, Länder und Gemeinden 2024 im Durchschnitt 10.500 Euro aus. Das umfasst Personal, Sachaufwand und Investitionen.

Woher stammen die Daten?

Aus dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes. Die Werte für Juni 2026 wurden am 14. Juli 2026 in der Reihe Zahl der Woche veröffentlicht.