Aktuelle Statistiken und News
Politik · Sonntagsfrage Bundestagswahl · 03.09.2026

Sonntagsfrage 03.09.2026: AfD 27,7 %, Union 20,8 % – Regierung ohne Mehrheit

Die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl fasst neun Umfragen aus dem Zeitraum 18. August bis 3. September 2026 mit insgesamt 14.759 Befragten zusammen. Die AfD gibt 0,3 Punkte auf 27,7 % ab, die Union hält 20,8 % – der Abstand schrumpft auf 6,9 Punkte. Es folgen Grüne (14,7 %), SPD (12,5 %) und Linke (11,8 %). Die amtierende Koalition aus Union und SPD käme auf 240 von 630 Sitzen.

Quelle: dawum.de, Wahltrend vom 03.09.2026 · gewichteter Durchschnitt, Gewichtung nach letztem Befragungstag
AfD
27,7 %
-0,3 zum 25.08.
CDU/CSU
20,8 %
-0,2
Grüne
14,7 %
+0,5 · stärkster Zuwachs
SPD
12,5 %
unverändert
Linke
11,8 %
+0,3
FDP
4,4 %
unverändert, unter der Hürde
BSW
3,0 %
-0,2
Abstand AfD zur Union
6,9 Punkte
-0,4 zur Vorwoche
Ausgewertete Umfragen
9
18.08. bis 03.09.2026
Befragte
14.759
zusammengerechnet
Sitze AfD
201
von 630
Stand
03.09.
2026

Der Wahltrend im Überblick

Gewichteter Durchschnitt aus neun Umfragen, Stand 03.09.2026

Verlauf seit Anfang Juli 2026

INSA erhebt am häufigsten und zeigt die Bewegung innerhalb des Monats am dichtesten

Veränderung zum 25.08.2026

Theoretische Sitzverteilung

Sitzanteile im Bundestag

AfD im Institutsvergleich

CDU/CSU im Institutsvergleich

Spannweite zwischen den Instituten

Welche Koalitionen hätten eine Mehrheit?

Nötig sind 316 der 630 Sitze

Koalitionen mit Mehrheit

Koalitionen ohne Mehrheit

Vergleich mit der Wahl 2025

Union und SPD verfehlen die Mehrheit

Alle Werte des Wahltrends

Indikator Wert Einordnung
Wahltrend vom 03.09.2026 gewichteter Durchschnitt aus 9 Umfragen
  AfD27,7 %-0,3 gegenüber dem 25.08.2026
  CDU/CSU20,8 %-0,2
  Grüne14,7 %+0,5, stärkster Zuwachs
  SPD12,5 %unverändert
  Linke11,8 %+0,3
  FDP4,5 %-0,1, weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde
  BSW3,0 %-0,2
  Sonstige5,0 %unverändert
Theoretische Sitzverteilung630 SitzeSainte-Laguë, ohne Überhang- und Ausgleichsmandate
  AfD199 Sitze 
  CDU/CSU150 Sitze 
  Grüne106 Sitze 
  SPD90 Sitze 
  Linke85 Sitze 
Koalitionen mit Mehrheitab 316 Sitzen 
  AfD, Grüne und SPD395 Sitze62,7 %
  AfD, Grüne und Linke390 Sitze61,9 %
  AfD, SPD und Linke374 Sitze59,4 %
  AfD und CDU/CSU349 Sitze55,4 %
  CDU/CSU, Grüne und SPD346 Sitze54,9 %
  CDU/CSU, Grüne und Linke341 Sitze54,1 %
  CDU/CSU, SPD und Linke325 Sitze51,6 %
Ohne Mehrheit  
  Grüne, SPD und Linke281 Sitze44,6 %
  CDU/CSU und Grüne256 Sitze40,6 %
  CDU/CSU und SPD240 Sitze38,1 %, amtierende Koalition
Vergleich zur Wahl 23.02.2025  
  AfD20,8 auf 27,7 %+6,9 Prozentpunkte
  CDU/CSU28,5 auf 20,8 %-7,7 Prozentpunkte
  Grüne11,6 auf 14,7 %+3,1 Prozentpunkte
  SPD16,4 auf 12,5 %-3,9 Prozentpunkte
  Linke8,8 auf 11,8 %+3,0 Prozentpunkte
  BSW4,98 auf 3,0 %-2,0 Prozentpunkte
Quelledawum.deWahltrend vom 03.09.2026

AfD gibt nach, Grüne legen zu

Die AfD verliert 0,3 Punkte auf 27,7 % und rutscht damit erstmals seit Wochen wieder unter 28 Prozent. Die Union hält mit 20,8 % annähernd ihr Niveau, sodass der Abstand auf 6,9 Punkte schrumpft. Den stärksten Zuwachs verbuchen die Grünen mit +0,5 auf 14,7 %, gefolgt von der Linken (+0,3 auf 11,8 %). Der Trend stützt sich diesmal auf neun Umfragen mit 14.759 Befragten – die breiteste Basis seit Wochen. Alle Bewegungen liegen innerhalb der Fehlertoleranz von 1 bis 3 Prozentpunkten.

Die Regierung hätte keine Mehrheit

CDU/CSU und SPD kämen zusammen auf 240 von 630 Sitzen und damit auf 38,1 %. Für eine Mehrheit fehlen 76 Sitze. Rechnerische Mehrheiten gäbe es nur mit AfD-Beteiligung oder in Dreierbündnissen aus Union, Grünen und SPD beziehungsweise Union, Grünen und Linken.

Wie der Wahltrend berechnet wird

Von jedem Institut geht nur die neueste Umfrage ein, sofern ihr letzter Befragungstag höchstens 20 Tage vor dem aktuellsten liegt. Die Gewichtung richtet sich nach der Aktualität: Ältere Umfragen zählen weniger, im Minimum ein Drittel. So entsteht ein Durchschnitt, der frische Werte stärker berücksichtigt.

Die Institute liegen weit auseinander

Bei der CDU/CSU reicht die Spanne von 20,0 % (Verian, pollytix, YouGov) bis 22,5 % (Allensbach), bei den Grünen von 13,0 % bis 16,0 % (Forsa, Verian) und bei der Linken von 10,5 % (INSA) bis 13,0 % (Ipsos). Das sind drei Prozentpunkte Unterschied zwischen Instituten, die alle dieselbe Frage stellen – ein guter Grund, keiner Einzelumfrage zu viel Gewicht zu geben.

Was sich seit der Wahl verschoben hat

Gegenüber dem Ergebnis vom 23. Februar 2025 legt die AfD um 6,9 Prozentpunkte zu, die Union verliert 7,7. SPD (-3,9) und BSW (-2,0) geben ebenfalls nach, während Grüne (+3,1) und Linke (+3,0) gewinnen. FDP und BSW bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Umfragen sind keine Prognosen

Sie bilden die aktuelle Stimmung ab, nicht das künftige Wahlergebnis. Bei der Bundestagswahl 2025 lag die mittlere Abweichung aller Institute bei 1,06 Prozentpunkten, maximal bei 4,8. Die nächste reguläre Wahl steht erst 2029 an.

FAQ

Wie steht die AfD im aktuellen Wahltrend?

Im DAWUM-Wahltrend vom 03.09.2026 liegt die AfD bei 27,7 % und damit 0,3 Punkte unter dem Vorwert. Sie führt 6,9 Punkte vor CDU/CSU mit 20,8 %.

Hätte die Regierungskoalition eine Mehrheit?

Nein. CDU/CSU und SPD kämen zusammen auf 240 von 630 Sitzen, das sind 38,1 %. Für eine Mehrheit wären 316 Sitze nötig.

Welche Koalitionen hätten eine Mehrheit?

Ohne AfD reicht es für Union, Grüne und SPD mit 346 Sitzen, Union, Grüne und Linke mit 341 sowie Union, SPD und Linke mit 325 Sitzen. Mit AfD wären mehrere Zweier- und Dreierbündnisse möglich, das größte wäre AfD, Grüne und SPD mit 395 Sitzen.

Wie viele Umfragen stecken im Wahltrend?

Neun Umfragen von Infratest dimap, Ipsos, Forsa, INSA, Verian (Emnid), Forschungsgruppe Wahlen, pollytix, YouGov und Allensbach, veröffentlicht zwischen dem 18. August und dem 3. September 2026, mit zusammen 14.759 Befragten. Infratest dimap und Ipsos sind mit neuen Erhebungen zurück im Trend – damit ist die Datenbasis so breit wie seit Wochen nicht.

Warum unterscheiden sich die Institute so stark?

Die Institute gewichten Rohdaten unterschiedlich, etwa nach Parteibindung, politischer Grundüberzeugung und früheren Wahlergebnissen. Beim aktuellen Trend reicht die Spanne bei der Union von 20,0 bis 22,5 %, bei den Grünen von 13,0 bis 16,0 % und bei der Linken von 10,5 bis 13,0 %.

Kommen FDP und BSW in den Bundestag?

Nach dem aktuellen Trend nicht. Die FDP liegt bei 4,5 %, das BSW bei 3,0 % – beide unter der Fünf-Prozent-Hürde. Bei der Sitzverteilung werden sie deshalb nicht berücksichtigt.

Wann ist die nächste Bundestagswahl?

Der Bundestag wurde zuletzt am 23.02.2025 gewählt, die reguläre Wahlperiode beträgt vier Jahre. Die nächste Wahl findet also voraussichtlich im ersten Halbjahr 2029 statt.

Wie zuverlässig sind Wahlumfragen?

Sie haben eine Fehlertoleranz von etwa 1 bis 3 Prozentpunkten. Vor der Bundestagswahl 2025 lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei 1,06 Prozentpunkten, im Extremfall bei 4,8 Prozentpunkten.

Quellen

Stand: 05.09.2026 · Datenquelle dawum.de (ODC-ODbL) · Umfragen bilden die politische Stimmung ab, keine Wahlprognose