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Politik · Sonntagsfrage Bundestagswahl · 04.08.2026

Sonntagsfrage 04.08.2026: AfD 27,7 %, Union 21,9 % – Regierung ohne Mehrheit

Die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl fasst sechs Umfragen aus dem Zeitraum 20. Juli bis 4. August 2026 mit insgesamt 9.411 Befragten zusammen. Die AfD führt mit 27,7 % vor CDU/CSU mit 21,9 %, gefolgt von Grünen (14,1 %), SPD (12,1 %) und Linken (11,4 %). Einzige nennenswerte Bewegung: Die AfD legt um 0,4 Prozentpunkte zu. Die amtierende Koalition aus Union und SPD käme auf 246 von 630 Sitzen.

Quelle: dawum.de, Wahltrend vom 04.08.2026 · gewichteter Durchschnitt, Gewichtung nach letztem Befragungstag
AfD
27,7 %
+0,4 zum 28.07.
CDU/CSU
21,9 %
unverändert
Grüne
14,1 %
+0,1
SPD
12,1 %
unverändert
Linke
11,4 %
-0,1
FDP
4,5 %
unverändert, unter der Hürde
BSW
2,9 %
unverändert
Freie Wähler
0,8 %
-0,1
Ausgewertete Umfragen
6
20.07. bis 04.08.2026
Befragte
9.411
zusammengerechnet
Sitze AfD
200
von 630
Stand
04.08.
2026

Der Wahltrend im Überblick

Gewichteter Durchschnitt aus sechs Umfragen, Stand 04.08.2026

Verlauf seit Anfang Juli 2026

INSA erhebt am häufigsten und zeigt die Bewegung innerhalb des Monats am dichtesten

Veränderung zum 28.07.2026

Theoretische Sitzverteilung

Sitzanteile im Bundestag

AfD im Institutsvergleich

CDU/CSU im Institutsvergleich

Spannweite zwischen den Instituten

Welche Koalitionen hätten eine Mehrheit?

Nötig sind 316 der 630 Sitze

Koalitionen mit Mehrheit

Koalitionen ohne Mehrheit

Vergleich mit der Wahl 2025

Union und SPD verfehlen die Mehrheit

Alle Werte des Wahltrends

Indikator Wert Einordnung
Wahltrend vom 04.08.2026 gewichteter Durchschnitt aus 6 Umfragen
  AfD27,7 %+0,4 gegenüber dem 28.07.2026
  CDU/CSU21,9 %unverändert
  Grüne14,1 %+0,1
  SPD12,1 %unverändert
  Linke11,4 %-0,1
  FDP4,5 %unverändert, unter der Fünf-Prozent-Hürde
  BSW2,9 %unverändert
  Freie Wähler0,8 %-0,1
  Sonstige4,6 %-0,3
Theoretische Sitzverteilung630 SitzeSainte-Laguë, ohne Überhang- und Ausgleichsmandate
  AfD200 Sitze 
  CDU/CSU158 Sitze 
  Grüne102 Sitze 
  SPD88 Sitze 
  Linke82 Sitze 
Koalitionen mit Mehrheitab 316 Sitzen 
  AfD, Grüne und SPD390 Sitze61,9 %
  AfD, Grüne und Linke384 Sitze61,0 %
  AfD, SPD und Linke370 Sitze58,7 %
  AfD und CDU/CSU358 Sitze56,8 %
  CDU/CSU, Grüne und SPD348 Sitze55,2 %
  CDU/CSU, Grüne und Linke342 Sitze54,3 %
  CDU/CSU, SPD und Linke328 Sitze52,1 %
Ohne Mehrheit  
  Grüne, SPD und Linke272 Sitze43,2 %
  CDU/CSU und Grüne260 Sitze41,3 %
  CDU/CSU und SPD246 Sitze39,0 %, amtierende Koalition
Vergleich zur Wahl 23.02.2025  
  AfD20,8 auf 27,7 %+6,9 Prozentpunkte
  CDU/CSU28,5 auf 21,9 %-6,6 Prozentpunkte
  Grüne11,6 auf 14,1 %+2,5 Prozentpunkte
  SPD16,4 auf 12,1 %-4,3 Prozentpunkte
  Linke8,8 auf 11,4 %+2,6 Prozentpunkte
  BSW4,98 auf 2,9 %-2,1 Prozentpunkte
Quelledawum.deWahltrend vom 04.08.2026

AfD legt zu, sonst Stillstand

Die AfD gewinnt gegenüber dem 28. Juli 0,4 Prozentpunkte, alle anderen Parteien bewegen sich um höchstens 0,1 Punkte. Auch dieser Zuwachs liegt noch innerhalb der Fehlertoleranz von 1 bis 3 Prozentpunkten – aussagekräftig wird er erst, wenn ihn die nächsten Wellen bestätigen.

Die Regierung hätte keine Mehrheit

CDU/CSU und SPD kämen zusammen auf 246 von 630 Sitzen und damit auf 39,0 %. Für eine Mehrheit fehlen 70 Sitze. Rechnerische Mehrheiten gäbe es nur mit AfD-Beteiligung oder in Dreierbündnissen aus Union, Grünen und SPD beziehungsweise Union, Grünen und Linken.

Wie der Wahltrend berechnet wird

Von jedem Institut geht nur die neueste Umfrage ein, sofern ihr letzter Befragungstag höchstens 20 Tage vor dem aktuellsten liegt. Die Gewichtung richtet sich nach der Aktualität: Ältere Umfragen zählen weniger, im Minimum ein Drittel. So entsteht ein Durchschnitt, der frische Werte stärker berücksichtigt.

Die Institute liegen weit auseinander

Bei der CDU/CSU reicht die Spanne von 21,0 % (INSA, Forsa, Verian) bis 24,0 % (Allensbach), bei den Grünen von 13,0 % bis 16,0 % (Forsa). Das sind drei Prozentpunkte Unterschied zwischen Instituten, die alle dieselbe Frage stellen – ein guter Grund, keiner Einzelumfrage zu viel Gewicht zu geben.

Was sich seit der Wahl verschoben hat

Gegenüber dem Ergebnis vom 23. Februar 2025 legt die AfD um 6,9 Prozentpunkte zu, die Union verliert 6,6. SPD (-4,3) und BSW (-2,1) geben ebenfalls nach, während Grüne (+2,5) und Linke (+2,6) gewinnen. FDP und BSW bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Umfragen sind keine Prognosen

Sie bilden die aktuelle Stimmung ab, nicht das künftige Wahlergebnis. Bei der Bundestagswahl 2025 lag die mittlere Abweichung aller Institute bei 1,06 Prozentpunkten, maximal bei 4,8. Die nächste reguläre Wahl steht erst 2029 an.

FAQ

Wie steht die AfD im aktuellen Wahltrend?

Im DAWUM-Wahltrend vom 04.08.2026 liegt die AfD bei 27,7 %, 0,4 Prozentpunkte über dem Wert vom 28. Juli. Sie führt damit deutlich vor CDU/CSU mit 21,9 %.

Hätte die Regierungskoalition eine Mehrheit?

Nein. CDU/CSU und SPD kämen zusammen auf 246 von 630 Sitzen, das sind 39,0 %. Für eine Mehrheit wären 316 Sitze nötig.

Welche Koalitionen hätten eine Mehrheit?

Ohne AfD reicht es für Union, Grüne und SPD mit 348 Sitzen, Union, Grüne und Linke mit 342 sowie Union, SPD und Linke mit 328 Sitzen. Mit AfD wären mehrere Zweier- und Dreierbündnisse möglich, das größte wäre AfD, Grüne und SPD mit 390 Sitzen.

Wie viele Umfragen stecken im Wahltrend?

Sechs Umfragen von Forsa, INSA, Forschungsgruppe Wahlen, Verian (Emnid), GMS und Allensbach, veröffentlicht zwischen dem 20. Juli und dem 4. August 2026, mit zusammen 9.411 Befragten.

Warum unterscheiden sich die Institute so stark?

Die Institute gewichten Rohdaten unterschiedlich, etwa nach Parteibindung, politischer Grundüberzeugung und früheren Wahlergebnissen. Beim aktuellen Trend reicht die Spanne bei der Union von 21,0 bis 24,0 % und bei den Grünen von 13,0 bis 16,0 %.

Kommen FDP und BSW in den Bundestag?

Nach dem aktuellen Trend nicht. Die FDP liegt bei 4,5 %, das BSW bei 2,9 % – beide unter der Fünf-Prozent-Hürde. Bei der Sitzverteilung werden sie deshalb nicht berücksichtigt.

Wann ist die nächste Bundestagswahl?

Der Bundestag wurde zuletzt am 23.02.2025 gewählt, die reguläre Wahlperiode beträgt vier Jahre. Die nächste Wahl findet also voraussichtlich im ersten Halbjahr 2029 statt.

Wie zuverlässig sind Wahlumfragen?

Sie haben eine Fehlertoleranz von etwa 1 bis 3 Prozentpunkten. Vor der Bundestagswahl 2025 lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei 1,06 Prozentpunkten, im Extremfall bei 4,8 Prozentpunkten.

Quellen

Stand: 05.08.2026 · Datenquelle dawum.de (ODC-ODbL) · Umfragen bilden die politische Stimmung ab, keine Wahlprognose