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⛰️ Tourismus-Jahresbilanz 2025

Tourismus Jahresbilanz 2025: 497,5 Mio. Übernachtungen — Rekord trotz schwacher Auslands-Nachfrage

Mit 497,5 Mio. Übernachtungen erreichte der deutsche Tourismus 2025 einen neuen Höchstwert — 1,4 Mio. mehr als im Vorjahr (+0,3 %). Inlandsgaeste stiegen um 0,7 % auf 413,7 Mio. und kompensierten den EM-Basiseffekt im Ausland (-1,8 % auf 83,8 Mio.). Spitzenmonat war August mit ca. 60 Mio. Übernachtungen, Bayern führt mit 105 Mio. die Bundesländer-Rangliste an.

📅 Berichtsjahr 2025 · Quelle: Destatis Destatis-Daten · Veröffentlichung jährlich (Februar) · Stand: Februar 2026
Übernachtungen 2025
497,5 Mio.
neuer Rekord
Vorjahr 2024 (Rekord-1)
496,1 Mio.
damaliger Höchstwert
Veränderung zum Vorjahr
+0,3 %
+1,4 Mio. Übernachtungen
Inlandsgaeste
413,7 Mio.
+0,7 %, 83,2 % Anteil
Auslandsgaeste
83,8 Mio.
-1,8 % (EM-Basiseffekt 2024)
Ankuenfte gesamt 2025
~ 511 Mio.
Gaeste-Anzahl
Durchschnitt. Aufenthalt
2,2 Tage
Nächte je Gast
Spitzenmonat 2025
August
~ 59,6 Mio. Übernachtungen
Schwächster Monat
Januar
~ 25,2 Mio.
Sommer (Juni-Aug)
159,3 Mio.
32 % Jahresvolumen
Winter (Dez-Feb)
83,8 Mio.
17 % Jahresvolumen
Vor-Corona 2019
495,6 Mio.
2025 nun +0,4 % daüber
Top-Bundesland
Bayern 105 Mio.
21 % des Gesamts
2.-Bundesland
BW 55 Mio.
11 %
Top-Auslandsmarkt
Niederlande
~ 12 Mio. Übernachtungen
Beherbergungsbetriebe
~ 52.000
ab 10 Schlafgelegenheiten

Jahres-Entwicklung Langfrist

Übernachtungen 2010-2025 und Index gegenüber Vor-Corona

Übernachtungen 2010-2025 (Mio.)

Index Übernachtungen gegenüber 2019 (=100)

Inland gegenüber Ausland 2025

Herkunft der Gaeste und Top-Auslandsmaerkte

Inland gegenüber Ausland Anteile 2025

Inland/Ausland Verlauf 2015-25

Top-Herkunftsländer Ausland 2025

Saisonale Verteilung

Monats-Volumen und Saison-Konzentration

Übernachtungen pro Monat 2025 (Mio.)

zum Vorjahr-Wachstum pro Monat (in %)

Bundesländer & Unterkünfte

Wo wird übernachtet - regionale Verteilung

Top-Bundesländer 2025 (Mio.)

Auslandsanteil Bundesländer 2025 (%)

Anteile Unterkunftsarten 2025

Q1 2026 Ausblick

Erste Vergleichsdaten 2026

Q1 Übernachtungen 2022-2026 (Mio.)

Inland-Wachstum gegenüber 2019 nach Bundesland (%)

Detail-Tabelle: Tourismus Deutschland Jahresbilanzen

Übernachtungen nach Jahren und Inland/Ausland (Destatis Beherbergungsstatistik)

JahrGesamt (Mio.)InlandAuslandzum VorjahrInland-Anteil
2025 (Rekord)497,5413,783,8+0,3 %83,2 %
2024 (vorh. Rekord)496,1410,885,3+2,1 %82,8 %
2023485,8405,480,4+8,0 %83,4 %
2022449,2371,677,6+44,7 %82,7 %
2021 (Corona)310,4272,438,0+2,7 %87,8 %
2020 (Corona)302,3268,733,5-39,0 %88,9 %
2019 (Vor-Corona)495,6399,096,6+3,7 %80,5 %
2018477,6389,488,2+4,0 %81,5 %
2015436,2350,485,8+2,9 %80,3 %
2010379,5312,167,482,2 %
Veränderung 25 gegenüber 10+31,1 %+32,5 %+24,3 %

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Methodik Beherbergungsstatistik

Die Destatis-Beherbergungsstatistik erfasst monatlich alle Beherbergungsbetriebe in Deutschland mit mindestens 10 Schlafgelegenheiten (ca. 52.000 Betriebe). Erfasst werden Ankuenfte und Übernachtungen nach Gaesteherkunft, Bundesländern und Unterkunftsarten. Privatzimmer unter 10 Schlafgelegenheiten und Reisemobile auf privaten Stellplätzen werden NICHT erfasst — die Plattform-Online-Statistik ergänzt dies seit 2024 mit ca. 60 Mio. zusätzlichen Übernachtungen.

Rekord trotz EM-Basiseffekt

Die Tatsache, dass 2025 trotz fehlender Sondereffekte (UEFA-EM 2024 brachte deutlich mehr Auslandsgaeste in Juni/Juli) noch einen Rekord erreichte, ist bemerkenswert. Die +0,7 % bei inländischen Übernachtungen überkompensierten den -1,8 %-Rückgang bei Auslandsgaesten. Die Aussichten für 2026 sind verhalten: Q1 startete mit +2,5 %, aber das Niveau liegt 2,3 % unter dem Q1-Rekord 2024.

Auslandsanteil unter Vor-Corona-Niveau

Mit 83,8 Mio. liegt der Auslandsanteil 2025 noch 13,3 % unter dem Vor-Corona-Niveau von 96,6 Mio. (2019). Hauptverlustquellen: Asien (insbesondere China noch nicht voll zurück), USA-Reisen unter dem 2019-Niveau, Russland-Markt komplett weggebrochen. Wachstum kommt v. a. aus EU-Nachbarn (Niederlande +5 %, Schweiz +4 %, Polen +6 %).

Bayern dominiert mit 21 %

Bayern führt mit etwa 105 Mio. Übernachtungen (21 % des Bundesgesamts) deutlich vor Baden-Württemberg (55 Mio.), NRW (55 Mio.) und Niedersachsen (50 Mio.). Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern punkten als Kuesten-Destinationen mit überdurchschnittlichen Ausländer-Anteilen. Berlin als Städte-Destination liegt bei ca. 30 Mio. mit hohem Auslandsanteil (45 %).

Sommer-Konzentration

Die Sommermonate Juni-August bringen 159,3 Mio. Übernachtungen — 32 % des Jahresvolumens auf 25 % der Zeit. Der Spitzenmonat August (59,6 Mio.) hat fast 2,4-fache des schwächsten Monats Januar (25,2 Mio.). Diese starke Saisonalität ist die Hauptherausforderung der Branche — Kapazitäten in Spitzenmonaten überhitzt, Personal in Nebensaison entlassen.

Online-Buchungen wachsen schneller

Parallel zur klassischen Beherbergungsstatistik erfasst Destatis seit 2024 auch Online-Plattform-Übernachtungen (AirBnB, Booking, TripAdvisor, Expedia): 60,4 Mio. 2024, +22,6 % zum Vorjahr. Das sind zusätzliche Übernachtungen v. a. in kleinen Unterkünften <10 Schlafgelegenheiten. Der "echte" Tourismus liegt damit eher bei rund 558 Mio. Uebernachtungen statt 497,5 Mio.

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Übernachtungen gab es 2025?

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland verbuchten 2025 insgesamt 497,5 Millionen Gaeste-Übernachtungen — ein neuer Höchstwert. Das sind 0,3 % mehr als im Vorjahres-Rekordjahr 2024 (496,1 Mio.) und 0,4 % über dem Vor-Corona-Niveau 2019 (495,6 Mio.). Erfasst werden alle Betriebe mit mindestens 10 Schlafgelegenheiten.

Wie verteilen sich Inland- und Auslandsgaeste?

Inländische Gaeste sorgten 2025 für 413,7 Mio. Übernachtungen (83,2 % Anteil, +0,7 % zum Vorjahr), ausländische Gaeste für 83,8 Mio. (16,8 %, -1,8 % zum Vorjahr). Der Rückgang bei Auslandsgaesten ist hauptsaechlich durch den EM-Basiseffekt 2024 (mehr Ausländer wegen UEFA-EM in Juni/Juli) zu erklären.

Welcher Monat ist Spitzenmonat?

August ist mit etwa 59,6 Mio. Übernachtungen Spitzenmonat 2025, gefolgt von Juli (~ 52,9 Mio.) und Juni (~ 46,8 Mio.). Die drei Sommermonate machen 32 % des Jahresvolumens aus. Schwächster Monat ist Januar mit 25,2 Mio., gefolgt von Februar (26,8 Mio.) und Dezember (32 Mio.). Die Saisonalität beträgt etwa 2,4 zwischen Spitzen- und Tiefmonat.

Welches Bundesland ist Tourismus-Champion?

Bayern führt mit etwa 105 Mio. Übernachtungen 2025 — rund 21 % des deutschen Gesamtvolumens. Gefolgt von Baden-Württemberg (~ 55 Mio., 11 %), NRW (~ 55 Mio., 11 %), Niedersachsen (~ 50 Mio., 10 %), Schleswig-Holstein (~ 38 Mio.) und Mecklenburg-Vorpommern (~ 35 Mio.). Die fünf größten Bundesländer machen rund 60 % des deutschen Tourismus aus.

Welche ausländischen Gaeste sind am wichtigsten?

Spitzenreiter unter den ausländischen Herkunftsländern sind 2025 die Niederlande (~12 Mio. Übernachtungen), gefolgt von Schweiz (~5,5 Mio.), USA (~5,5 Mio.), Vereinigtem Königreich (~5 Mio.), Polen (~3,5 Mio.), Frankreich (~3,3 Mio.), Oesterreich (~3 Mio.) und Italien (~2,6 Mio.). China-Gaeste liegen bei nur etwa 1,2 Mio. — weit unter Vor-Corona.

Wie hoch ist der Tourismus im Vergleich zu 2019?

Der Gesamttourismus liegt 2025 mit 497,5 Mio. Übernachtungen +0,4 % über dem Vor-Corona-Wert 2019 (495,6 Mio.). Inland-Tourismus hat sich besonders schnell erholt (+3,7 %), Auslandsanteil ist mit 83,8 Mio. weiterhin 13,3 % unter dem Vor-Corona-Wert (96,6 Mio.).

Welche Unterkunftsarten dominieren?

Hotels machen rund 60 % der Übernachtungen aus, gefolgt von Ferienwohnungen/-häusern (15 %), Pensionen/Gasthoefen (10 %), Campingplätzen (10 %), Jugendherbergen/Sonst. (5 %). Trend: Camping (+5 % zum Vorjahr) und Ferienwohnungen wachsen am stärksten, klassische Hotels stagnieren leicht.

Wann erscheint die nächste Jahresbilanz?

Die nächste Destatis-Jahresbilanz 2026 wird voraussichtlich im Februar 2027 veröffentlicht. Bis dahin folgen monatliche Pressemitteilungen mit den jeweils neuesten Monatswerten. Diese Seite wird mit den aktuellen Daten kontinuierlich aktualisiert.

Quellen

Primärquellen und Methodik