Verkehrsunfälle 1. Halbjahr 2026: 1.233 Tote, 9 % weniger als im Vorjahr
Im 1. Halbjahr 2026 starben 1.233 Menschen im deutschen Straßenverkehr – 122 oder 9 % weniger als im 1. Halbjahr 2025 (1.355). Die Zahl der Verletzten sank um 4,2 % auf 172.000. Gegenläufig die Unfallzahl: Die Polizei registrierte 1,26 Millionen Unfälle, 2,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum – der Anstieg geht komplett auf Unfälle mit reinem Sachschaden zurück (+3,4 %). Unfälle mit Personenschaden gingen um 3,5 % zurück. Einzige Verkehrsart mit mehr Getöteten: E-Scooter (+13 auf 28).
Verkehrstote 2010-2025
Langfristig sinkend, seit 2024 wieder steigend.
Getötete nach Verkehrsart H1 2026
Unfallursachen (toedl.)
Tote nach Strassenkategorie
Verkehrstote je Mio. Einwohner nach Bundesland
EU-Vergleich (Tote pro 1 Mio. EW)
Vision Zero 2030: Ist vs. Ziel
Eckdaten Verkehrsunfälle 1. Halbjahr 2026
| Indikator | Wert | Anteil / zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Verkehrstote | 1.233 | -9 % (-122) zum Vorjahreszeitraum |
| Verletzte | 172.000 | -4,2 % |
| Unfälle insgesamt | 1,26 Mio. | +2,6 % |
| nur Sachschaden | 1,12 Mio. | +3,4 % |
| mit Personenschaden | 138.000 | -3,5 % |
| Tote je Mio. Einwohner | 15 | Bundesdurchschnitt |
| Pkw-Insassen-Tote | 531 | -20 Personen |
| Kradfahrer-Tote | 216 | -32 Personen |
| Rad-Tote | 211 | -22 Personen |
| Fußgänger-Tote | 150 | -44 Personen |
| E-Scooter-Tote | 28 | +13 Personen |
| Fehlverhalten Abbiegen/Wenden/Anfahren | 24.900 | -5 %, häufigste Kategorie |
| Fehlverhalten Vorfahrt/Vorrang | 21.100 | zweithäufigste Kategorie |
| Vergleich 1. Halbjahr 2025 | 1.355 Tote | Ausgangswert |
Stärkster Rückgang seit Jahren
1.233 Verkehrstote im 1. Halbjahr 2026 bedeuten 122 Todesopfer oder 9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet wäre das der niedrigste Wert seit Beginn der Reihe – das Ziel der „Vision Zero“ von rund 1.824 Toten im Jahr 2030 bleibt aber weit entfernt.
E-Scooter gegen den Trend
Bei allen Verkehrsarten sank die Zahl der Getöteten – mit einer Ausnahme: Auf E-Scootern starben 28 Menschen, 13 mehr als im 1. Halbjahr 2025. Deutlich rückläufig waren dagegen Fußgänger (-44 auf 150), Kradfahrer (-32 auf 216), Radfahrer (-22 auf 211) und Pkw-Insassen (-20 auf 531).
Mehr Unfälle, weniger Opfer
Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle stieg um 2,6 % auf 1,26 Millionen. Der Anstieg geht vollständig auf Unfälle mit reinem Sachschaden zurück (+3,4 % auf 1,12 Millionen). Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, gingen um 3,5 % auf gut 138.000 zurück.
FAQ
Wie viele Verkehrstote gab es im 1. Halbjahr 2026?
1.233 Menschen starben im Straßenverkehr – 122 oder 9 % weniger als im 1. Halbjahr 2025 (1.355). Die Zahl der Verletzten sank um 4,2 % auf 172.000.
Welche Verkehrsarten sind betroffen?
Pkw-Insassen 531 Getötete (-20), Kradfahrer 216 (-32), Radfahrer 211 (-22), Fußgänger 150 (-44) und E-Scooter-Nutzer 28 (+13). E-Scooter sind die einzige Verkehrsart mit mehr Getöteten als im Vorjahreszeitraum.
Was sind die häufigsten Unfallursachen?
Bei Unfällen mit Personenschaden registrierte die Polizei 24.900 Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Anfahren und Einfahren (-5 %) – die häufigste Kategorie. Zweithäufigstes Fehlverhalten waren Verstöße gegen Vorfahrt oder Vorrang mit 21.100 Fällen.
Welche Bundesländer sind am stärksten betroffen?
Bezogen auf die Bevölkerung starben im Bundesdurchschnitt 15 Menschen je 1 Million Einwohner. Am höchsten lag der Wert in Mecklenburg-Vorpommern (22), gefolgt von Niedersachsen (21) sowie Thüringen und Brandenburg (je 19). Am niedrigsten: Berlin (5), Hamburg (7) und unter den Flächenländern Nordrhein-Westfalen (12).
EU-Vergleich?
DE ~34 Tote/Mio EW. SE 22, NL 30, FR 50, BE 46, EU-Ø 46. Deutschland im EU-Mittelfeld.
Quellen
- Destatis Verkehrsunfälle
- Destatis Indikator Monatsdaten
- BASt — Bundesanstalt Strassenwesen
- BMDV Vision Zero 2030
Stand: 27.09.2026 · Destatis vorl. 2025 · Endgültig Juli 2026
Weiterführende Statistiken
