Aktuelle Statistiken und News
Bauen & Wohnen · Heizenergie · 10.06.2026

Wärmepumpen 2025: 73,6 % der neuen Wohngebäude heizen damit

Binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt: 2015 heizten 31,4 % der fertiggestellten Wohngebäude hauptsächlich mit Wärmepumpe, 2025 sind es 73,6 %. Erneuerbare sind in 78,2 % der Neubauten Hauptenergiequelle, Gas fällt auf 10,5 %. Bei den Genehmigungen liegt die Wärmepumpe schon bei 83,0 %.

Destatis PD26/N038 Baufertigstellungen · v. 10.06.2026
Wärmepumpen-Anteil 2025
73,6 %
der neuen Wohngebäude
Anteil 2015
31,4 %
mehr als verdoppelt
Anteil 2024
69,4 %
+4,2 Punkte in einem Jahr
Fertiggestellt 2025
58.900
Wohngebäude gesamt
Erneuerbare (Hauptquelle)
78,2 %
2015: 38,0 %
Erneuerbare inkl. ergänzend
85,2 %
2015: 61,5 %
Einfamilienhäuser
77,9 %
heizen mit Wärmepumpe
Zweifamilienhäuser
78,4 %
höchster Anteil
Mehrfamilienhäuser (3+)
52,7 %
deutlich seltener
Gas im Neubau 2025
10,5 %
2015: 51,5 % – 2024: 15,0 %
Ölheizungen 2025
190
Gebäude = 0,3 %
Fernwärme
8,3 %
drittwichtigste Quelle
Genehmigt 2025: WP
83,0 %
von 62.100 Genehmigungen
Genehmigt 2025: Gas
2,2 %
fast bedeutungslos
Bestand: Gas (Zensus 22)
53,9 %
der Gebäude mit Wohnraum
Bestand: WP/Geo/Umwelt
4,2 %
große Sanierungslücke

Wärmepumpen-Anteil an neuen Wohngebäuden

Hauptheizenergie im Neubau 2025

Wärmepumpen-Anteil nach Gebäudetyp 2025

Gasheizung im Neubau: Absturz seit 2015

Genehmigt vs. fertiggestellt 2025 (%)

Bestand (Zensus 2022) vs. Neubau 2025 (%)

Fertiggestellte Wohngebäude (Anzahl)

Erneuerbare beim Heizen: Hauptquelle vs. inkl. ergänzend (%)

Eckdaten Heizenergie im Wohnungsneubau 2025

Indikator Wert Einordnung / Vergleich
Wärmepumpen-Anteil fertiggestellte Wohngebäude 73,6 % 2024: 69,4 % · 2015: 31,4 %
Fertiggestellte Wohngebäude 2025 58.900 2024: 76.100 · 2015: 105.600
Erneuerbare als Hauptenergiequelle 78,2 % 2015: 38,0 %
Erneuerbare haupt- oder ergänzend 85,2 % 2015: 61,5 %
Einfamilienhäuser mit WP 77,9 % Zweifamilienhäuser: 78,4 %
Mehrfamilienhäuser (3+ Wohnungen) mit WP 52,7 %
Erdgas als Hauptquelle 10,5 % 2024: 15,0 % · 2015: 51,5 %
Fernwärme 8,3 % drittwichtigste Hauptquelle
Holz/Pellets 3,5 % Solarthermie 0,6 % · Biogas 0,4 %
Ölheizung 0,3 % nur noch 190 Gebäude
Baugenehmigungen 2025: WP / EE / Gas 83,0 / 87,0 / 2,2 % 62.100 genehmigte Wohngebäude
Bestand (Zensus 2022): Gas / Öl / EE 53,9 / 24,7 / 10,2 % WP, Solar-/Geothermie: 4,2 %

Einordnung & Hintergrund

In zehn Jahren mehr als verdoppelt

2015 heizten 31,4 % der neuen Wohngebäude hauptsächlich mit Wärmepumpe, 2025 sind es 73,6 %. Allein gegenüber 2024 (69,4 %) kamen noch einmal 4,2 Prozentpunkte hinzu. Wärmepumpen nutzen Geo- und Umweltthermie und zählen damit zu den erneuerbaren Energien.

Gas ist im Neubau fast Geschichte

2015 wurde noch mehr als die Hälfte der Neubauten (51,5 %) hauptsächlich mit Erdgas beheizt, 2025 nur noch 10,5 %. Bei den 2025 genehmigten Wohngebäuden liegt Gas sogar nur noch bei 2,2 % – der Trend setzt sich also fort.

Ein- und Zweifamilienhäuser vorn

In Einfamilienhäusern (77,9 %) und Zweifamilienhäusern (78,4 %) ist die Wärmepumpe klar Standard. In Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen liegt der Anteil mit 52,7 % deutlich niedriger; hier spielt u. a. Fernwärme (gesamt 8,3 %) eine größere Rolle.

Genehmigungen zeigen die Zukunft

83,0 % der 62.100 im Jahr 2025 genehmigten Wohngebäude sollen hauptsächlich mit Wärmepumpe heizen, 87,0 % mit erneuerbaren Energien insgesamt. Was heute genehmigt wird, wird in den kommenden Jahren fertiggestellt.

Riesige Lücke im Bestand

Im Gebäudebestand dominiert laut Zensus 2022 weiterhin Erdgas (53,9 %) vor Heizöl (24,7 %). Erneuerbare kamen 2022 nur auf 10,2 %, Wärmepumpen samt Solar-/Geothermie auf 4,2 %. Die Wärmewende findet bislang vor allem im Neubau statt.

Weniger Neubau insgesamt

Die Zahl fertiggestellter Wohngebäude sank von 105.600 (2015) über 76.100 (2024) auf 58.900 (2025). Der hohe Wärmepumpen-Anteil bezieht sich also auf einen deutlich geschrumpften Neubaumarkt.

FAQ – Wärmepumpen im Neubau

Wie viele neue Wohngebäude heizen mit Wärmepumpe?

73,6 % der rund 58.900 im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude in Deutschland nutzen hauptsächlich Wärmepumpen zur Erzeugung der Heizenergie – knapp drei Viertel. 2024 waren es 69,4 %, 2015 erst 31,4 %. Der Anteil hat sich binnen zehn Jahren also mehr als verdoppelt.

Zählt die Wärmepumpe als erneuerbare Energie?

Ja. Wärmepumpen nutzen zum Heizen Geo- und Umweltthermie, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen. Rechnet man alle erneuerbaren Hauptenergiequellen zusammen (Wärmepumpen, Holz 3,5 %, Solarthermie 0,6 %, Biogas/Biomethan 0,4 %, sonstige Biomasse 0,2 %), wurden 78,2 % der Neubauten 2025 überwiegend erneuerbar beheizt.

Welche Heizungen werden im Neubau sonst noch eingebaut?

Erdgas ist mit 10,5 % zweitwichtigste Hauptenergiequelle (2015: 51,5 %), gefolgt von Fernwärme mit 8,3 %. Ölheizungen sind mit 190 Gebäuden (0,3 %) praktisch verschwunden.

Wie sieht es bei Mehrfamilienhäusern aus?

In Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen liegt der Wärmepumpen-Anteil bei 52,7 % und damit deutlich unter dem Niveau von Ein- (77,9 %) und Zweifamilienhäusern (78,4 %).

Was sagen die Baugenehmigungen über die Zukunft?

Von den 62.100 im Jahr 2025 genehmigten Wohngebäuden sollen 83,0 % hauptsächlich mit Wärmepumpen und 87,0 % mit erneuerbaren Energien heizen. Gas kommt nur noch auf 2,2 %. Da Genehmigungen den Fertigstellungen vorauslaufen, dürfte der Wärmepumpen-Anteil weiter steigen.

Wie wird im Gebäudebestand geheizt?

Ganz anders: Nach dem Zensus 2022 werden 53,9 % der bestehenden Gebäude mit Wohnraum mit Erdgas und 24,7 % mit Heizöl beheizt. Erneuerbare kommen im Bestand nur auf 10,2 %, Wärmepumpen samt Solar-/Geothermie und Umweltwärme auf 4,2 %.

Werden insgesamt mehr oder weniger Wohngebäude gebaut?

Deutlich weniger: 2015 wurden 105.600 Wohngebäude fertiggestellt, 2024 noch 76.100 und 2025 nur noch 58.900. Der steigende Wärmepumpen-Anteil trifft also auf einen schrumpfenden Neubaumarkt.

Woher stammen die Daten?

Aus der Baufertigstellungs- und Baugenehmigungsstatistik des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Nr. N038 vom 10.06.2026, Meldestand Anfang Mai 2026) sowie für den Gebäudebestand aus dem Zensus 2022. Lange Zeitreihen: GENESIS-Tabellen 31121.

Datenquellen

Stand: 11.06.2026 · Destatis PM N038 v. 10.06.2026 · Zensus 2022