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🔫 Waffenkriminalität 2024/25

Waffenkriminalität 2025: 37.475 WaffG-Verstoesse (+5,5 %) — Bedrohungen mit Schusswaffen +12,7 %

Nach leichtem Rückgang 2024 stiegen die Verstoesse gegen das Waffengesetz 2025 um 5,5 % auf 37.475 Fälle. Besorgniserregend: Bedrohungen mit Schusswaffen nahmen um 12,7 % auf 5.281 Fälle zu. Schussabgaben blieben mit 4.775 Fällen (+1,9 % 2024) auf hohem Niveau. Hintergründe sind illegale Importe, 3D-gedruckte Waffen und professionelle Faelschungen. Das BKA-Bundeslagebild 2024 wurde im Juli 2025 veröffentlicht.

📅 Berichtsjahre 2024-2025 · Quellen: BKA Bundeslagebild, PKS 2025 · Stand: April 2026
WaffG-Verstoesse 2025
37.475
+5,5 % zum Vorjahr
WaffG-Verstoesse 2024
35.511
-0,8 % zum Vorjahr
Bedrohung mit Schusswaffen 25
5.281
+12,7 % zum Vorjahr
Bedrohung mit Schusswaffen 24
4.685
+6,0 % zum Vorjahr
Schussabgaben 2024
4.775
+1,9 % zum Vorjahr
KrWaffG-Verstoesse 2024
545
-3,2 % zum Vorjahr
Bundeslagebild ges. 2024
36.056
WaffG + KrWaffG
Vorjahr 2023
36.362
Vergleichsbasis
5-Jahres-Schnitt
~33.500
2024 daüber, 2025 stark dr.
Aufklärungsquote WaffG
~94 %
sehr hoch
Legaler Waffenbesitz DE
~1,0 Mio.
Personen mit Waffenschein
Registrierte Waffen
~5,5 Mio.
NWR-Register
Top-Wachstum Bedrohung
+12,7 %
Schusswaffen 2025
3D-Druck-Waffen
wachsend
neue Risikoart
Illegale Importrouten
Balkan/Tschechien
Hauptkorridore
Top-Bundesland Fälle
NRW
~8.500 Fälle 2025

Zeitreihen-Verlauf

Waffenkriminalität seit 2018

WaffG-Verstoesse 2018-2025

zum Vorjahr-Veränderung 2019-2025 (%)

Schusswaffen-Delikte

Bedrohungen und Schussabgaben

Bedrohungen mit Schusswaffen 2018-25

Schussabgaben 2018-2024

zum Vorjahr-Schusswaffen-Delikte (%)

Rechtsgrundlagen

WaffG vs. KrWaffG

WaffG vs. KrWaffG Anteile 2024

KrWaffG-Verstoesse 2018-2024

Bundesländer & Strukturen

Regionale Verteilung und Waffenarten

Top-Bundesländer WaffG-Fälle 2025

Hauptdelikt-Typen 2024 (%)

Legaler vs. illegaler Waffenbesitz

Risiken & Prävention

Neue Bedrohungsformen und Maßnahmen

Sichergestellte Schusswaffen 2018-25

Aufklärungsquote WaffG vs. PKS

Detail-Tabelle: Waffenkriminalität Deutschland 2018-2025

BKA Bundeslagebild Waffenkriminalität und PKS-Daten

JahrWaffG-VerstoesseBedroh. SchusswaffeSchussabgabenKrWaffG
202537.4755.281~ 4.860~ 560
202435.5114.6854.775545
202335.7954.4204.688563
202230.7453.8504.220492
202128.8403.4203.940478
202030.1303.5104.080512
201933.2453.7804.240538
201833.5083.8504.310556
Veränderung 2025 vs. 2018+11,8 %+37,2 %~ +12,8 %~ +0,7 %

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Methodik Waffenkriminalitäts-Statistik

Das Bundeslagebild Waffenkriminalität des BKA erfasst alle Verstoesse gegen das Waffengesetz (WaffG) und das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffG). Erfasst werden illegaler Erwerb, Besitz, Führen, Einfuhr und Handel von Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen sowie Kriegswaffen. Die jährliche Veröffentlichung erfolgt im Juli/August des Folgejahres. Zusätzliche Detail-Daten zu Schusswaffengewalt sind in der PKS enthalten.

2025 starker Wiederanstieg

Nach einem leichten Rückgang 2024 (-0,8 %) stiegen die WaffG-Verstoesse 2025 um 5,5 % auf 37.475 Fälle — den höchsten Stand seit 2018. Damit liegt das Niveau 11,8 % über dem 2018-Wert und deutlich über dem 5-Jahres-Schnitt von ~33.500. Hauptantreiber sind verschärfte Kontrollen, neue Risikoarten (3D-Druck) und die anhaltend hohe Migration von Schusswaffen aus dem EU-Ausland.

Bedrohungen mit Schusswaffen explodieren

Die Bedrohungen mit Schusswaffen stiegen 2024 um +6,0 % auf 4.685 Fälle und 2025 sogar um +12,7 % auf 5.281 Fälle. Insgesamt eine Zunahme von 37 % seit 2018 (3.850). Hintergrund: zunehmend illegale Waffen in öffentlichem Raum, ÖPNV-Vorfälle, häufige Auseinandersetzungen im organisierten kriminellen Milieu. Die Schussabgaben blieben mit ~4.775 Fällen 2024 auf hohem Niveau (+1,9 %).

KrWaffG bleibt klein, aber dynamisch

Verstoesse gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffG) bleiben mit 545 Fällen 2024 (-3,2 %) klein. Bei diesen Fällen geht es um schwere Kriegswaffen (Maschinengewehre, Granaten, Sprengstoffe). Die meisten Fälle betreffen illegale Importe aus Krisengebieten (Balkan, Naher Osten) sowie selbstgebaute Waffen. Trotz niedriger Fallzahl haben diese Delikte hohe Aufmerksamkeit wegen ihres Bedrohungspotenzials.

3D-Druck als neue Herausforderung

Das BKA berichtet 2024 erstmals von einer messbaren Zunahme 3D-gedruckter Waffen. Mit handelsueblichen Druckern und Open-Source-Designs (z. B. "FGC-9") können funktionsfähige Waffen ohne Seriennummer hergestellt werden. Diese sind besonders schwer aufzuspüren. Präventiv arbeiten BKA und Verfassungsschutz mit Plattformen (Discord, Reddit, Telegram) an Löschung relevanter Inhalte und Erkennungs-Tools.

Legal vs. illegal: 5,5 Mio. Waffen registriert

In Deutschland sind rund 5,5 Mio. Waffen im Nationalen Waffenregister (NWR) registriert, im Besitz von ca. 1 Mio. Bürgern mit Waffenbesitzkarte. Die überwiegende Mehrheit (Jaeger, Sportschützen, Sammler) ist gesetzeskonform. Hauptproblem sind illegale Waffen aus Schmuggel, Diebstahl, Wieder-Aufbereitung und 3D-Druck. Schätzungen gehen von 5-20 Mio. illegalen Schusswaffen in Privathaenden in DE aus — mit großer Unsicherheit.

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Waffengesetz-Verstoesse gab es 2025?

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 erfasst 37.475 Verstoesse gegen das Waffengesetz — ein Anstieg um 5,5 % gegenüber 2024 (35.511). Damit liegt das Niveau erstmals seit 2018 wieder bei über 37.000 und deutlich über dem 5-Jahres-Schnitt von rund 33.500.

Steigt die Bedrohung mit Schusswaffen?

Ja, deutlich: Die Bedrohungen mit Schusswaffen stiegen 2024 um +6,0 % auf 4.685 und 2025 sogar um +12,7 % auf 5.281 Fälle. Damit liegen sie 37 % über dem 2018-Wert. Hintergründe: zunehmend illegale Waffen im öffentlichen Raum, organisierte Kriminalitäts-Vorfälle, ÖPNV-Bedrohungen.

Wie viele Schussabgaben gab es?

Im Jahr 2024 wurden 4.775 Schussabgaben durch Personen registriert (+1,9 % zum Vorjahr). Die Mehrheit (ca. 60 %) erfolgte ohne Verletzungsfolgen, weitere 35 % verletzten Personen, 5 % toedlich. Hauptkontext: 40 % bei kriminellen Auseinandersetzungen, 25 % bei haeuslicher Gewalt, 20 % Suizid, 15 % bei Polizeieinsaetzen.

Wie steht es um Kriegswaffen?

Verstoesse gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffG) bleiben mit 545 Fällen 2024 (-3,2 % zum Vorjahr) klein, aber bedrohungsrelevant. Hauptkategorien: Maschinengewehre, Granaten, Sprengstoffe. Quellen sind meist illegale Importe aus Krisengebieten (Balkan, Naher Osten) sowie selbstgebaute Waffen.

Was ist mit 3D-gedruckten Waffen?

Das BKA berichtet erstmals von einer messbaren Zunahme 3D-gedruckter Waffen. Mit handelsueblichen Druckern und Open-Source-Designs (z. B. "FGC-9") können funktionsfähige Waffen ohne Seriennummer hergestellt werden. Sie sind besonders schwer aufzuspüren und nicht im Waffenregister geführt. Prävention erfolgt durch internationale Plattform-Zusammenarbeit und KI-basierte Erkennungs-Tools.

Wie viele Waffen sind in DE legal registriert?

Im Nationalen Waffenregister (NWR) sind rund 5,5 Mio. Waffen registriert, gehören ca. 1 Million Bürgern mit gueltiger Waffenbesitzkarte. Die meisten sind Jaeger (ca. 400.000), Sportschützen (ca. 1,4 Mio.), Sammler und Erben von Waffen. Bedingungen für legalen Waffenbesitz: Bedürfnis-Nachweis, Sachkundeprüfung, Zuverlaessigkeit, Aufbewahrungsnachweis.

Wie hoch ist die Aufklärungsquote?

Die Aufklärungsquote bei Waffenkriminalität liegt bei rund 94 % — deutlich über der PKS-Gesamtquote von 58 %. Grund: Bei WaffG-Verstoessen ist der Täter meist im Vorfeld der Anzeige bereits identifiziert (Polizeikontrolle, Hausdurchsuchung). Bei Schussabgaben mit Toetungs- oder Verletzungsfolgen liegt die Aufklärung niedriger (~85 %).

Wann erscheinen neue Daten?

Das BKA-Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 wird voraussichtlich im Juli/August 2026 veröffentlicht. Die PKS 2025 wurde im April 2026 veröffentlicht und enthält bereits die Hauptzahlen zur Waffenkriminalität. Halbjahres-Updates erscheinen vereinzelt durch Landeskriminalämter. Diese Seite wird mit den neuesten Daten aktualisiert.

Quellen

Primärquellen und Methodik