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🏠 Wohnungsmarkt-Monitor 2024/26

Wohnungsmarkt Deutschland: 43,8 Mio. Wohnungen, 251.900 Fertigstellungen 2024 — Mieten +1,9 %

Der deutsche Wohnungsmarkt umfasst Ende 2024 rund 43,8 Mio. Wohnungen. Die Bautaetigkeit ging deutlich zurück: 2024 wurden 251.900 Wohnungen fertiggestellt — das sind 14,4 % weniger als im Vorjahr. Mieten steigen weiter: Der Nettokaltmieten-Index lag 2025 bei 109,7 (2020=100, +9,7 %). Wohnungsbau-Krise und steigender Druck auf Mieten prägen den Markt.

📅 Berichtsjahre 2024/25 · Quellen: Destatis, VPI-Wohnen · Stand: 2025/26

Wohnungsbestand 2024
43,8 Mio.
+0,5 % zum Vorjahr (PD24/…)

Fertigstellungen 2024
251.900
-14,4 % zum Vorjahr (-42.500)

Fertigstellungen 2023
294.400
Vorjahr

Neubau-Wohnungen 24
215.900
-16,1 % zum Vorjahr

Einfamilienhäuser 24
54.500
-22,1 % zum Vorjahr

Mehrfamilienhäuser 24
135.300
-13,4 % zum Vorjahr

Baugenehmigungen 24
215.900
-16,8 % zum Vorjahr

Bauüberhang Ende 24
759.700
genehmigt, n. ferig

Im Bau befindlich
330.000
aktive Baustellen

Wohnfläche pro Person
47,7 m²
Durchschnitt 2024

Eigentumsquote
~46 %
EU-Schlusslicht

Mieten-Index 2025
109,7
2020=100, +9,7 %

Nettokaltmiete April 26
+1,9 %
VPI zum Vorjahr

Wohnungsnebenkosten 24
+4,4 %
August zum Vorjahr

Schnitt-Neumiete 2025
11,40 €/m²
Deutschland-Schnitt

Wohnungsbau-Ziel Bund
400.000
jährlich, aktuell weit weg

Bautaetigkeit & Fertigstellungen

Wohnungsbau-Krise: Fertigstellungen und Genehmigungen

Fertigstellungen 2015-2024 (Tsd. Wohnungen)

Baugenehmigungen 2015-2024 (Tsd.)

Gebäudearten

Welche Wohnungstypen werden gebaut

Fertigstellungen 2024 nach Gebäudeart

zum Vorjahr-Rückgang nach Gebäudeart (in %)

Einfamilienhäuser Verlauf 2015-24

Mietenentwicklung

Mietindex, Nebenkosten und VPI-Wohnen

Mieten-Index Deutschland 2015-2025

VPI Miete, Nebenkosten, Energie zum Vorjahr (%)

Bundesländer-Vergleich

Wohnungsbestand und Mieten regional

Wohnungsbestand Top-Bundesländer 2024 (Mio.)

Neumieten Top-Städte 2025 (€/m²)

Eigentumsquote Bundesländer 2024 (%)

Wohnfläche & Bauüberhang

Wohnstandards und nicht-fertige Wohnungen

Wohnfläche pro Person 2000-2024 (m²)

Bauüberhang 2015-2024 (Tsd. Wohnungen)

Detail-Tabelle: Wohnungsmarkt Deutschland 2020-2024

Bestand, Bautaetigkeit und Mieten im Verlauf

Indikator 2020 2022 2023 2024 zum Vorjahr
Wohnungsbestand (Mio.) 42,8 43,4 43,6 43,8 +0,5 %
Fertigstellungen (Tsd.) 306,4 295,3 294,4 251,9 -14,4 %
davon Neubau 270,7 261,9 257,3 215,9 -16,1 %
Einfamilienhäuser 85,4 77,3 69,9 54,5 -22,1 %
Zweifamilienhäuser 27,8 24,9 23,9 17,6 -26,2 %
Mehrfamilienhäuser 157,5 159,7 156,3 135,3 -13,4 %
Baugenehmigungen (Tsd.) 368,6 354,4 259,6 215,9 -16,8 %
Bauüberhang Jahresende 846 884 826 760 -7,9 %
Mieten-Index (2020=100) 100,0 104,0 106,8 108,6 +1,7 %
Wohnfläche pro Person (m²) 47,4 47,6 47,6 47,7 +0,1 m²
Eigentumsquote (%) 46,5 46,4 46,2 46,0 -0,2 pp

Hintergrund & Einordnung

Wichtige Faktoren und Methodik im Überblick

Methodik Wohnungsstatistik

Destatis erfasst den Wohnungsbestand jährlich auf Basis der Bautaetigkeitsstatistik (Zugänge, Abgänge, Umbauten). Die Mikrozensus-Zusatzerhebung 2022/2025 liefert Detail-Daten zu Mieten und Wohnverhältnissen. Baufertigstellungen werden quartalsweise erhoben (PD-Reihe 31121). Mietenindex (VPI Nettokaltmiete) erscheint monatlich.

Wohnungsbau-Krise verschärft sich

Mit 251.900 Fertigstellungen 2024 verfehlt Deutschland das Bundes-Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr um fast 40 %. Ursachen sind gestiegene Bauzinsen (2020: 1,2 %, 2024: 3,7 %), Baukostensteigerung (+34 % seit 2020) und hohe Auflagen. Besonders stark betroffen: Einfamilienhäuser (-22 %), getrieben durch ausbleibende private Bauherren.

Mehrfamilienhäuser dominieren

Mit 135.300 Wohnungen 2024 (54 % aller Neubauten) bleiben Mehrfamilienhäuser die wichtigste Wohnungsart für Neubau. Einfamilienhäuser (54.500, 22 %) und Zweifamilienhäuser (17.600, 7 %) sind rückläufig. Der Trend zur Verdichtung in Städten und Ballungsräumen setzt sich fort.

Mieten steigen weiter

Der VPI-Nettokaltmieten-Index erreichte 2025 mit 109,7 Punkten (2020=100) einen Anstieg von 9,7 % gegenüber 2020. Wohnungsnebenkosten zogen 2024 mit +4,4 % zum Vorjahr (August) deutlich stärker an. In Top-Städten (München, Frankfurt) liegen Neumieten über 20 €/m², der Bundesschnitt 2025 bei ca. 11,40 €/m². Ländlicher Raum: 6-8 €/m².

Bauüberhang als Reserve

Der Bauüberhang — bereits genehmigte aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen — lag Ende 2024 bei 759.700 Wohnungen (davon 330.000 im aktiven Bau). Dies entspricht einem Rückgang um 7,9 % gegenüber 2023. Weil Genehmigungen 2024 stark zurückgingen (-16,8 %), wird der Überhang in den kommenden Jahren weiter schrumpfen.

Deutschland: Mieterland Europas

Mit einer Eigentumsquote von rund 46 % ist Deutschland in Europa Schlusslicht (EU-Durchschnitt ca. 70 %). Hohe Mobilitätsanforderungen, gute Mieterschutzgesetze und die historische Wohnungswirtschaft prägen den Markt. Wohnfläche pro Kopf liegt mit 47,7 m² über EU-Schnitt — allerdings stagniert die Entwicklung seit 2015 (47,3 m²) nahezu.

Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zu den wichtigsten Begriffen und Daten

Wie viele Wohnungen wurden 2024 in Deutschland fertiggestellt?

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 251.900 Wohnungen fertiggestellt — das sind 14,4 % bzw. 42.500 Wohnungen weniger als 2023 (294.400). Von den 2024 fertiggestellten Wohnungen entfielen 215.900 auf den Neubau (-16,1 % zum Vorjahr), die restlichen 36.000 auf Umbauten, Erweiterungen und Nutzungsaenderungen.

Wie steht es um das Wohnungsbau-Ziel der Bundesregierung?

Das Bundes-Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr (davon 100.000 öffentlich gefördert) wird seit 2022 deutlich verfehlt. 2024 fehlten mit nur 215.900 Neubauwohnungen rund 184.000 zum Ziel — eine Lücke von 46 %. Hauptursachen: gestiegene Bauzinsen, Baukostensteigerung, hohe Auflagen (GEG, EnEV).

Wie hoch sind die Mieten in Deutschland?

Der Mietenindex (VPI Nettokaltmiete) lag 2025 bei 109,7 (2020=100) — das entspricht einem Anstieg von 9,7 % seit 2020. Im April 2026 lag die Nettokaltmieten-Inflation bei +1,9 % zum Vorjahr. Der Bundesdurchschnitt bei Neuvermietung 2025 beträgt rund 11,40 €/m², in Grossstädten oft >20 €/m², im ländlichen Raum 6-8 €/m².

Welche Gebäudearten werden am häufigsten gebaut?

2024 entfielen 54 % der Neubau-Wohnungen auf Mehrfamilienhäuser (135.300), 22 % auf Einfamilienhäuser (54.500) und 7 % auf Zweifamilienhäuser (17.600). Die restlichen 17 % betreffen Wohnungen in Nicht-Wohngebäuden (z. B. Wohnungen in Gewerbe-Gebäuden) und Sonderbauten (Wohnheime).

Wie viele genehmigte Wohnungen wurden noch nicht gebaut?

Der Bauüberhang — also genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen — lag Ende 2024 bei 759.700 Wohnungen. Davon waren 330.000 bereits im aktiven Bau, die restlichen 429.700 noch nicht begonnen. Der Bauüberhang ist 2024 um 7,9 % gesunken — ein Indiz, dass weniger angefangen als fertiggestellt wird.

Wie hoch ist die Eigentumsquote in Deutschland?

Die Eigentumsquote (Anteil der Haushalte, die im selbstgenutzten Eigenheim wohnen) lag 2024 bei rund 46 % — damit ist Deutschland in der EU Schlusslicht (EU-Schnitt ca. 70 %). Die Quote schwankt regional stark: Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bei 55-60 %, Berlin und Hamburg unter 25 %. Trend leicht rückläufig (-0,5 pp seit 2020).

Wie viel Wohnfläche pro Person?

Im Durchschnitt verfügt jede Person in Deutschland über 47,7 m² Wohnfläche (2024) — deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von ca. 42 m². Seit 2000 (40,5 m²) ist die Pro-Kopf-Wohnfläche um rund 7 m² gewachsen. Die Entwicklung stagniert seit 2018 nahezu, da steigende Personenzahlen pro Wohnung (Migration, Wohnungsmangel) gegenwirken.

Wann erscheinen die nächsten Baudaten?

Quartalsweise Daten zu Baufertigstellungen erscheinen etwa 5 Monate nach Quartalsende (Q1 2026: voraussichtlich August 2026). Baugenehmigungen werden monatlich veröffentlicht (April 2026: ca. 22.06.2026 – PD reihe 3111). Diese Seite wird mit den neuesten Daten regelmäßig aktualisiert.

Quellen

Primärquellen und Methodik


Weiterführende Statistiken

→ Wohnungsbestand Deutschland 2024: 43,8 Mio. Wohnungen