Bevölkerung Deutschland 2026
Diese Statistikseite trennt den aktuell letzten amtlichen Bevölkerungsstand von der langfristigen Bevölkerungsvorausberechnung. Der jüngste offiziell ausgewiesene Ist-Stand liegt bei 83.497.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zum Jahresende 2025 (ca. 83,5 Mio., Destatis Vorausschätzung); die Projektionen bis 2035 und 2070 beruhen dagegen auf dem Ausgangsjahr 2024 der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung.
Die wichtigsten Bevölkerungszahlen für Deutschland
Zum Jahresende 2025 lebten nach Destatis-Vorausschätzung rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland – ein Rückgang von ca. 100.000 gegenüber Ende 2024. Damit schrumpft die Bevölkerung erstmals seit Jahren wieder. Für Renten, Pflege, Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt ist daneben wichtig, dass die aktuelle Vorausberechnung auf dem Bevölkerungsstand zum 31.12.2024 aufsetzt und damit eine andere Datenebene beschreibt als der laufende amtliche Ist-Stand.
| Kennzahl | Aktueller Stand / Basis |
|---|---|
| Gesamtbevölkerung am 30.09.2025 | 83,497 Mio. |
| Veränderung im 3. Quartal 2025 | +6.000 |
| Veränderung ggü. 30.09.2024 | -58.000 |
| Ausgangsjahr der Vorausberechnung | 31.12.2024 |
| Bevölkerung Ende 2024 | 83,6 Mio. |
| Langfristiger Zeithorizont | bis 2070 |
Der laufende Ist-Stand ist niedriger als viele 2024-Projektionszahlen vermuten lassen: Die aktuelle amtliche Zahl liegt bei 83,497 Millionen Menschen zum Ende des dritten Quartals 2025 und damit leicht unter dem Vorjahreswert.
Für die Alterungsanalyse bleibt 2024 trotzdem entscheidend: Die 16. koordinierte Vorausberechnung startet mit dem Bevölkerungsstand zum 31.12.2024 und zeigt, wie sich Altersstruktur, Erwerbsalter und Rentenalter bis 2035 und 2070 verschieben können.
Deutschland altert spürbar
Der eigentliche Kern der Bevölkerungsstatistik liegt nicht nur im Gesamtwert, sondern in der Verteilung nach Altersgruppen. Die neuesten detaillierten Strukturwerte der Vorausberechnung beziehen sich auf das Ausgangsjahr 2024 und zeigen, wie stark die Babyboomer den Übergang in den Ruhestand prägen.
| Altersgruppe | 2024 | Einordnung |
|---|---|---|
| 20 bis 66 Jahre | 51,2 Mio. | aktuelle Erwerbsbevölkerung |
| 67 Jahre und älter | 16,7 Mio. | heutiges Rentenalter-Segment |
| 80 Jahre und älter | 6,1 Mio. | besonders relevant für Pflegebedarf |
| Altenquotient | 33 | 33 Menschen im Rentenalter je 100 im Erwerbsalter |
So sieht die offizielle Vorausberechnung bis 2035 und 2070 aus
Die 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts zeigt eine breite Spannweite für die Gesamtbevölkerung, aber einen ziemlich eindeutigen Trend bei der Alterung: Der Anteil der Menschen im Rentenalter steigt weiter.
| Kennzahl | 2024 | 2035 | 2070 |
|---|---|---|---|
| Gesamtbevölkerung | 83,6 Mio. | rund 83 Mio. | 63,9-86,5 Mio. |
| Anteil 67+ | 20 % | 25 % | 27-30 % |
| Menschen ab 67 | 16,7 Mio. | rund 20 Mio. | 20,1-21,8 Mio. |
| 20 bis 66 Jahre | 51,2 Mio. | rund 48 Mio. | 37,1-45,3 Mio. |
| 80 Jahre und älter | 6,1 Mio. | rund 6 Mio. | 7,4-10,0 Mio. |
| Altenquotient | 33 | rund 42 | 43-61 |
Der Alterungsdruck ist regional sehr unterschiedlich
Die Bevölkerungsentwicklung verläuft nicht gleichmäßig. Schon im Ausgangsjahr 2024 war der Anteil der Menschen ab 67 Jahren in den ostdeutschen Flächenländern höher als in den westdeutschen Flächenländern und deutlich höher als in den Stadtstaaten.
| Regionengruppe | Anteil 67+ im Jahr 2024 |
|---|---|
| Stadtstaaten | 17 % |
| Westdeutsche Flächenländer | 20 % |
| Ostdeutsche Flächenländer | 24 % |
Ostdeutschland altert am stärksten und wird laut Vorausberechnung in allen Varianten weiter schrumpfen.
Westdeutsche Flächenländer bleiben demografisch stabiler, brauchen aber ebenfalls dauerhafte Zuwanderung, um die Bevölkerungszahl zu halten.
Stadtstaaten profitieren am ehesten von jüngeren Wanderungsbewegungen und können bei höherer Nettozuwanderung sogar weiter wachsen.
Was die Bevölkerungszahlen für Deutschland bedeuten
Die amtliche Bevölkerungsstatistik zeigt aktuell keinen Bevölkerungssprung, wohl aber einen klaren Alterungspfad. Die entscheidende demografische Frage für Deutschland ist deshalb nicht nur, wie viele Menschen insgesamt hier leben, sondern wie viele davon im Erwerbsalter, wie viele im Rentenalter und wie viele hochaltrig sind.
Für die Statistikpraxis heißt das: Eine einzige Einwohnerzahl reicht kaum noch aus. Wer Deutschland demografisch verstehen will, muss den aktuellen Ist-Stand zum 30.09.2025 und die 2024-basierte Vorausberechnung gemeinsam lesen.
Wie diese Statistikseite gelesen werden sollte
Methodik: Der Bevölkerungsstand beschreibt den amtlich fortgeschriebenen Ist-Wert. Auf dieser Seite ist der aktuell letzte offiziell ausgewiesene Stand der 30.09.2025. Die Bevölkerungsvorausberechnung zeigt dagegen Szenarien auf Basis des Ausgangsjahrs 2024 und unterschiedlicher Annahmen zu Geburten, Lebenserwartung und Nettozuwanderung. Beide Datenarten sollten nicht verwechselt werden.
Quellen: Destatis: Bevölkerungsstand und Destatis: Bevölkerungsvorausberechnung. Stand dieser Seite: 15. März 2026; der letzte amtlich ausgewiesene Ist-Stand bleibt der 30.09.2025.